Lokalsport | 25.08.2015

Vulkan-Ladies Koblenz-Weibern

Auf Schatten folgt Licht

Ladies zeigen ihr Können nur am 2. Tag des Lotto-Cups

Koblenz. „Unter ihren Möglichkeiten gespielt“; so könnte das Fazit der dreitägigen Reise der Vulkan-Ladies aus Koblenz/Weibern in das baden-württembergische Ludwigsburg zum 24. Lotto-Cup lauten. Auf dem national wie international hochkarätig besetzten Turnier zeigten neben neun Konkurrenten aus der 2. Liga, Bundesligist Frisch Auf Göppingen sowie einige Erst- und Zweitligisten aus Island, Holland und der Schweiz ihr Können.

Bereits in der mit zwei ausländischen Erstligisten besetzten Vorrundengruppe E mit Spielen à 30 Minuten zeigte sich das spielerische Niveau des Turniers. Durch eine vermeidbare 12:15-Niederlage gegen den Schweizer Erstligisten Amicia Zürich mussten die Folgepartien bereits gewonnen werden, um den Einzug ins Viertelfinale zu realisieren. Mit einer 13:16-Niederlage gegen den niederländischen Vizemeister VCO Amsterdam sowie einer weiteren 14:15-Pleite gegen den ambitionierten Süd-Drittligisten Gröbenzell konnte dieses Minimalziel leider nicht erreicht werden, was auch Trainer Caslav Dincic so sah: „Gegen Amsterdam kann man verlieren, die anderen Spiele hätten wir gewinnen müssen. Uns fehlt es noch an der Abstimmung zwischen Abwehr und unseren Torleuten. Daran müssen wir arbeiten. Ferner konnte Monika nicht wirklich mitwirken, das macht sich bemerkbar“, gab der Trainer auch zu bedenken, dass mit Rechtshänderin Odrowska, die aufgrund eines Magen-Darm Infekts nur deutlich eingeschränkt mitwirken konnte, eine der wichtigsten Spielsäulen ausfiel.

Als somit Gruppenletzter spielte man in der sogenannten Gruppe C gegen drei weitere Turnierteilnehmer die Rangfolgenplätze des Turnieres aus. Die letzte Partie des Samstages fand gegen den zukünftigen Ligakonkurrenten aus Nürtingen statt. Mit 45-minütiger Verspätung wurde das Spiel angepfiffen. Den Vulkan-Ladies waren die Niederlagen zuvor vor allem mental anzumerken, die hohen Temperaturen in der Halle taten ihr Übriges, sollen jedoch nicht als Ausrede für die durchaus vermeidbare 16:18-Niederlage gegen einen der Lokalmatadoren gelten.

„Man darf die Mannschaft jetzt nicht verteufeln“, war aus dem Trainerlager der Vulkan-Handballerinnen zu vernehmen. „Andere Teams geraten bereits bei zwei oder drei Neuzugängen in die Schwierigkeit, diese in die Spielabläufe zu integrieren. Wir haben derer gleich zehn!“ Diese Sicht ist durchaus realistisch, befindet sich das Team aus Deutschlands Vulkanregion schließlich noch im Aufbauprozess nach gerade einmal fünf Trainingswochen.

„Ich habe viele Fehler gesehen, aber auch einige gute Ansätze. Auf diese werden wir morgen aufbauen und es deutlich besser machen“ war das berechtigte, aber auch bereits den Blick nach vorn richtende Tagesresümee von Caslav Dincic am Abend beim gemeinschaftlichen Essen in einem lokalen Brauhaus, und der erfahrene Trainer sollte recht behalten.

Haspro Bayreuth und Saisoneröffnungsgegner Mainz 05 waren die Namen der Teams, die am Sonntag auf den Spielbögen standen.

Und die Koblenzer machten es besser: Ein 16:9-Erfolg leuchtete nach 30 Minuten auf der Anzeigetafel auf, und endlich sah man die strahlenden Gesichter der Vulkan-Ladies, auf die man samstags vergeblich wartete.

Dieser gab die nötige Motivation für das abschließende Rheinland-Pfalz-Derby gegen Mainz 05. „Hart umkämpft, aber verdient gewonnen“, fasste Co-Trainerin Andrea Marenbach den 13:12-Erfolg gegen die 05er treffend zusammen.

So zeigte das Team aus Koblenz/Weibern am zweiten Turniertag doch noch sein mögliches Können. „Ich habe viel ausprobiert, einige Deckungsvarianten getestet und viele Erkenntnisse gewonnen. Dafür ist dieses Turnier ja auch da“, so Trainer Dincic auf der Heimreise. „Wichtig waren für uns die Erfolgserlebnisse vom Sonntag. Wir werden weiter an uns arbeiten und ich glaube, dass wir in den nächsten Wochen weiter zu einander finden werden“, sieht der Serbe die positive Entwicklung in seinem Team.

Vorschau

Bereits kommenden Freitag besteht Gelegenheit, sich mit den positiven Eindrücken aus den Sonntagspartien weiter auf die bald beginnende Zweitligasaison einzuspielen. Dann gibt der letztjährige Vizemeister der dritten Liga West, die HSG Kleenheim, ihre Visitenkarte im heimischen Raum ab. Anpfiff gegen den Ex-Verein der ehemaligen Nummer 22 Franziska Ringleb ist um 20 Uhr in der Sporthalle Moselweiß.

Pressemitteilung

der Vulkan-Ladies

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Dauerauftrag
Imageanzeige
Image Anzeige
Alles rund ums Haus
Stellenanzeige
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Sachbearbeiter (m/w/d)
Blütenfest
Empfohlene Artikel
Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring erfahren in diesem Jahr einen spektakulären Andrang.Foto: Gruppe C Photography
38

Nürburgring. Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring erfahren in diesem Jahr einen spektakulären Andrang. Nicht nur Fans aus der ganzen Welt wollen bei dem legendären Langstreckenrennen vor Ort sein, sondern auch immer mehr internationale Teams. Die hohe Nachfrage sorgt auch für eine große Herstellervielfalt: Mit Aston Martin, Audi, BMW, Ferrari, Ford, Lamborghini, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche werden voraussichtlich neun verschiedene Marken alleine in der Top-Klasse SP9 vertreten sein.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
63

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
14

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Image Anzeige
Wir helfen im Trauerfall
Imageanzeige - Dauerauftrag
Rund ums Haus
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Container Anzeige
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 // Wohnträume MYK
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Titelanzeige KW 15
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, beim Artikel Gartenmarkt/Stadt Neuwied
Wohnträume
  WÄRMEPUMPE ÖL/GASHEIZUNG
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, Wohnen
Titelanzeige Nissan  114/1407895/2454617/4746681
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Sachbearbeiter/in (w/m/d)