Lokalsport | 07.03.2015

Regionalliga Südwest Nord: Die Baskets Koblenz trafen auf den MTV Kronberg

Aufstieg in die Regionalliga Südwest

MTV Kronberg siegt mit 93-82

Trotz Niederlage konnten das Team der Baskets Koblenz den Aufstieg feiern.privat

Koblenz. Am 19. Spieltag der Regionalliga Südwest Nord traten die Baskets Koblenz beim Tabellenzweiten, dem MTV Kronberg, an. Bereits vier Spieltage vor Ende der Saison konnte das bis dahin noch ungeschlagene Team aus Koblenz den Aufstieg in die vierthöchste deutsche Spielklasse perfekt machen. Dafür hätte sich das Team um das Trainerduo Kastor/ Goldberg sogar eine Niederlage mit bis zu 14 Punkten leisten können, da in diesem Fall immer noch der direkte Vergleich mit Kronberg gewonnen wäre. Die Baskets starteten vor einer schönen Kulisse, darunter ca. 60 mitgereiste Fans aus Koblenz, gut ins Spiel und erzielten die ersten vier Punkte der Partie. Kronberg zeigte sich vom guten Start des Tabellenführers aus Koblenz unbeeindruckt und erspielte sich binnen weniger Minuten eine 19-10 Führung. Vor allem von jenseits der Dreierlinie zeigte sich das hessische Team sehr stark und traf auch Würfe aus großer Bedrängnis. Die Baskets fanden gegen Ende des ersten Viertels wieder besser ins Spiel und reduzierten den Rückstand zur ersten Viertelpause auf zwei Punkte (22-24). Im zweiten Viertel hatten die Baskets dann ihre besten zehn Minuten der Partie. Bis zur Pause baute das Team um Topscorer Dominique Tholey, der in der ersten Halbzeit aus jeder Lage zu treffen schien, auf 52-42 aus und es machte sich bei den mitgereisten Fans Feierstimmung breit. Kronberg wollte sich jedoch nicht kampflos geschlagen geben und zeigte im dritten Viertel, wie viel Potential in dieser Mannschaft steckt. Sowohl unter dem Korb ( Hornig und Puljas), als auch aus der Distanz (Szewczyk und Hennen) punktete der Gastgeber auch aus teilweise unmöglichen Situationen, während für die Baskets der Korb in der zweiten Hälfte wie vernagelt schien. Innerhalb von zehn Minuten drehte Kronberg die Partie und spielte sich eine 9 Punkte Führung heraus. Während Kronberg frei aufspielte, merkte man auf Seiten der Baskets aufkommende Nervosität, die sich in zahlreichen Ballverlusten wiederspiegelte. Zwar konnten die Baskets die Partie nicht mehr drehen, jedoch schafften sie es den Rückstand stets unter 14 Punkten zu halten und konnten somit, trotz der ersten Niederlage in einem Meisterschaftsspiel seit (saisonübergreifend) 33 Spielen, den vorzeitigen Aufstieg in die Regionalliga Südwest perfekt machen. Mit 93-82 siegte Kronberg, feiern konnten am Ende jedoch beide Teams. Bei den Spieler, Verantwortlichen und Fans brachen alle Dämme, es flossen Freudentränen und man lag sich noch lange nach dem Spiel in den Armen. Kronberg untermauerte den zweiten Platz in der Regionalliga Südwest Nord und zeigte einmal mehr, wie stark diese Liga ist und wie hoch die bisher gezeigten Leistungen der Baskets einzuordnen sind. Für die Baskets wurde mit dem Aufstieg der erste große Schritt der Mission 15/20 erreicht. Für Kapitän Tim Kröber (schon zu Bezirksligazeiten für das Team aktiv) und Thomas Welter bedeutet dies den bereits dritten Aufstieg in Folge, eine sportliche Leistung, die nicht viele Sportler in ihrer Karriere feiern können.

Es spielten: Bonga (7), Chojnowski (6), Klein, Kröber, Kubickas, Laschewski (7), Lemesevszkij (8), Schneider (13), Szafranski (7), Tholey (25), Untulis (7), Welter (2)

Stimmen zum Spiel

Dominique Tholey: „ Das war ein ganz seltsames Spiel in Kronberg. Speziell im zweiten Viertel haben wir wirklich sehr gut Basketball gespielt, aber nach der Halbzeit war komplett der Wurm drin. Das müssen wir abhaken und weiter hart arbeiten, was wir auch schon die ganze Saison getan haben und wodurch wir uns letztlich auch verdient die Meisterschaft feiern können.“

Tim Kröber: „ So ( mit einer Niederlage) wollten wir natürlich nicht aufsteigen. Wir haben sehr hart für diesen Erfolg gearbeitet und werden dies auch noch bis zum Final 4 weiter tun. Wir wollen für uns, den Verein und die Zuschauer das Double holen. Ich bin sehr stolz Kapitän einer solch außergewöhnlichen Mannschaft zu sein.“

Dustin Szafranski: „ Heute hat man nach einer guten ersten Halbzeit die Anspannung gemerkt, dass wir so kurz davor waren den letzten Schritt zu machen. Trotz der Niederlage nach einer schwachen zweiten Halbzeit überwiegt die Freude über den Aufstieg. Die geschlossene Teamleistung über die ganze Saison ist unfassbar. Jeder hat seinen Job gemacht und sein Ego hinten angestellt.“

Konstantin Schneider: „ Natürlich wollten wir auch in Kronberg siegen und gingen gut vorbereitet in die Partie. Nach einer starken ersten Halbzeit haben wir dann den Faden verloren und konnten die Begegnung nicht mehr drehen. Die erste Enttäuschung ist dann der Freude über den Aufstieg gewischen. In meinem zweiten Jahr bei den Baskets hatten wir wieder mit viel Druck zu kämpfen. Damit sind wir als Team aber gut umgegangen und haben uns auch durch individuelle Leistungsschwankungen nicht aus der Bahn bringen lassen. Das Team wirkte für mich noch gefestigter als letzte Saison und bewies gerade in engen Spielen eine tolle Moral.“

Julian Goldberg: „Was hier in Koblenz in den letzten drei Jahren passiert ist, ist der Wahnsinn. Noch vor einigen Jahren spielten wir in der Bezirksliga und jetzt werden wir in der nächsten Saison in der 1. Regionalliga antreten. Dass wir dahin gekommen sind liegt an der geilen Mannschaft, die auch wenn es mal nicht so lief immer 120 Prozent gegeben hat. Die Saison ist aber noch nicht zu Ende, jetzt wollen wir zum ersten Mal seit 1975 den BVRP-Pokal gewinnen und uns für die tolle Saison krönen.“

Rund 60 Fans unterstützten ihre Mannschaft aus Koblenz.

Rund 60 Fans unterstützten ihre Mannschaft aus Koblenz.

Trotz Niederlage konnten das Team der Baskets Koblenz den Aufstieg feiern.Fotos: privat

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