Wirtschaft | 10.07.2013

- Anzeige - EVM setzt Spatenstich für Großprojekt der Energiespeicherung

Aus Wind wird Wasserstoff

Baubeginn zur Power-to-Gas Demonstrationsanlage - Erdgasnetz spielt zentrale Rolle bei der Energiewende

Gemeinsam für die Batterie der Zukunft (v. l.): „Berthold Nick (Leiter kommunale Betreuung EVM), Uwe Hüser (rheinland-pfälzischer Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung) und Andreas Weiland (EVM-Projektmitglied).

Koblenz/Frankfurt am Main. Eine zentrale Frage der Energiewende ist, wie es uns in Zukunft gelingt, das schwankende Stromangebot aus Windkraft und Sonnenenergie zu speichern. Mit dem Spatenstich zum Bau der Power-to-Gas Demonstrationsanlage geht die Energieversorgung Mittelrhein GmbH (EVM) dieses Thema nun offensiv an. Mit zwölf weiteren Unternehmen der Thüga-Gruppe investiert der Energiedienstleister in die zukunftsweisende Anlage, die Strom aus Wind und Sonne in Wasserstoff umwandelt und unterstützt die Forschung mit ihrem technischen Know-how. Der so gewonnene Wasserstoff wird in das kommunale Erdgasverteilnetz eingespeist und kann dort gespeichert werden, bis er gebraucht wird.

„Ich freue mich, dass aus Rheinland-Pfalz gleich vier Unternehmen an der Erprobung dieser Technologie beteiligt sind. Von den Ergebnissen, die hier gewonnen werden, wird unser Bundesland ebenfalls profitieren“, ist Uwe Hüser, rheinland-pfälzischer Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, überzeugt. Gemeinsam mit der hessischen Umweltministerin, Lucia Puttrich, unterstützt er das Projekt zur Forschung und Entwicklung der innovativen Speichertechnologie und setzte zum symbolischen Spatenstich an. Errichtet wird die Anlage in Frankfurt am Main; Ende 2013 soll sie das erste Mal einspeisen.

Bis 2016 werden die beteiligten Unternehmen Erfahrungen sammeln, wie die Anlage unter Praxisbedingungen funktioniert. „Wir wollen aus diesem Pilotprojekt Erkenntnisse gewinnen, ob und wie sich das Verfahren auch für unser Netz eignet“, sagt Christian Schröder, Unternehmenssprecher der EVM. „Es ist klug, diesen Weg gemeinsam mit Partnerunternehmen und Kommune zu gehen. So können wir Know-how sowie finanzielle Mittel bündeln und wichtige Informationen für die zukünftigen regionalen Herausforderungen erhalten, mit denen wir uns als Versorgungsunternehmen auseinandersetzen.“ Die Anlage wird pro Stunde rund 60 Kubikmeter Wasserstoff erzeugen und so in einer Stunde 3.000 Kubikmeter mit Wasserstoff angereichertes Erdgas in das Netz einspeisen. Das 450.000 Kilometer lange deutsche Erdgasnetz ist leistungsfähig und bietet viel Speicherraum. Dem gut ausgebauten und bereits bestehenden Erdgasnetz sowie der Power-to-Gas Technik wird daher bei der Energiewende eine entscheidende Rolle zuteil, ist Christian Schröder überzeugt: „Unser Erdgasverteilnetz könnte die Batterie der Zukunft sein. Allein die EVM verfügt in der Region über ein zuverlässiges und sicheres Erdgasnetz von rund 4.550 Kilometern Länge.“ Ab 2016 ist bereits eine Erweiterung der Demonstrationsanlage geplant. Dann soll es möglich sein, den Wasserstoff zusätzlich in synthetisches Erdgas umzuwandeln und damit die Speicherkapazität weiter zu erhöhen. Wasserstoff und synthetisches Erdgas dienen zu einem späteren Zeitpunkt als Energieträger zur Strom- und Wärmeversorgung.

Gemeinsam für die Batterie der Zukunft (v. l.): „Berthold Nick (Leiter kommunale Betreuung EVM), Uwe Hüser (rheinland-pfälzischer Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung) und Andreas Weiland (EVM-Projektmitglied).

Gemeinsam für die Batterie der Zukunft (v. l.): „Berthold Nick (Leiter kommunale Betreuung EVM), Uwe Hüser (rheinland-pfälzischer Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung) und Andreas Weiland (EVM-Projektmitglied).

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