Allgemeine Berichte | 27.02.2013

Brandschützer standen im Mittelpunkt

Oberbürgermeister gab im Historischen Rathaussaal traditionellen Jahresempfang für Vorsitzende und Leiter von Gesangvereinen, Kirmesgesellschaften, Ortsringen und Feuerwehren

Bernd Naunheim (l.), Bürgermeisterin Hammes-Rosenstein und Oberbürgermeister Hofmann-Göttig (2. v. r.) sangen gemeinsam mit allen Geladenen „Kowelenz, dau bes kuschelig!“. BSB

Koblenz. Obwohl viele andere Vorsitzende ehrenamtlich geführter Vereine und Gesellschaften, darunter mehr als sechzig Chorleiter und Vorsitzende von Koblenzer Gesangvereinen und Kirchenchören eine Einladung zu diesem Empfang erhalten hatten, dominierten im Erscheinungsbild aller Geladenen eindeutig Männer in dunklen Uniformen, die Feuerwehrleute. Sie bildeten in diesem Jahr den thematischen Schwerpunkt. Daher richtete Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig seinen besonderen Dank für das ehrenamtliche Engagement an die Brandschützer der Freiwilligen Feuerwehr. Er wisse nicht erst seit dem einsatzintensiven Jahr 2011, dass auf sie Verlass ist. Für die Gefahrenabwehr eine große Bedeutung habe neben der Berufs- eben auch die Freiwillige Feuerwehr, die mit dreizehn Einheiten in Koblenz breit aufgestellt ist. Ihre 330 männlichen und zunehmend auch weiblichen Einsatzkräfte seien für die hauptberuflich tätigen Brandschützer eine wertvolle, unverzichtbare Unterstützung. Hofmann-Göttig erwähnte die ihm gegenüber von Wolfgang Schröder, dem Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz angesprochene Sorge um den fehlenden Nachwuchs bei der Feuerwehr. Jugendliche ließen sich nur schwer für diese Form der Freizeitbeschäftigung motivieren. Nur noch knapp siebzig Mitglieder zählen derzeit die neun aktiven Jugendfeuerwehren in Koblenz, das seien rund vierzig Prozent weniger als noch vor zehn Jahren. Und auch bei den Erwachsenen schrumpfe die Zahl der Ehrenamtler kontinuierlich, deutschlandweit jährlich um ein bis zwei Prozent. Für Hofmann-Göttig ganz unverständlich. Denn denen, die dieses Ehrenamt ausüben, bereite es große Freude, wie er immer wieder feststelle. Die Geselligkeit in der Gemeinschaft, die dort entstehenden Freundschaften geben Sinn und Freude in der alltäglichen Arbeit.

Zeitintensive Arbeit

Bernd Naunheim, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes Koblenz, brach mit seiner Ansprache eine weitere Lanze für die anspruchs- und verantwortungsvolle, aber auch zeitintensive Arbeit bei der Feuerwehr. Er erwähnte auch die neben dem eigentlichen Feuerwehrdienst zusätzlich anfallenden einigen hundert Stunden im Jahr. Denn die Freiwillige Feuerwehr ist nicht nur zuständig für technische Hilfeleistungen, wie Unterstützung bei Verkehrsunfällen, das Auspumpen vollgelaufener Keller, die Beseitigung von Ölspuren oder umgestürzten Bäumen. Sondern sie übernimmt neben vielen weiteren Aufgaben auch Brandsicherheitswachen bei unzähligen öffentlichen Veranstaltungen.

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“

Und Großereignisse wie Hochwasser und Sturm könne die Berufsfeuerwehr unmöglich ohne sie bewältigen. Zu allen nur denkbaren Einsätzen werde die Feuerwehr gerufen. Doch einen Swimmingpool mal eben mit Wasser zu befüllen, das sei dann doch nicht ihre Aufgabe. Ansonsten sei die Feuerwehr 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr für die Stadt und ihre Bewohner da. Dass die Mitglieder mit „Feuer und Flamme bei der Sache“ seien, wollte Naunheim lieber nicht sagen. Da bevorzuge er zum Abschluss doch eher den Kästner-Ausspruch „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“.

"Singen macht Freu(n)de"

Den ehrenamtlich Engagierten, für die „Singen macht Freu(n)de“ das Motto ihrer Freizeitgestaltung ist, sowie den übrigen Geladenen dankte der Oberbürgermeister ganz pauschal für das, was sie für Koblenz und den Nachwuchs tun. Sie alle hätten bereits erkannt, dass nur durch gute Aufgaben Lebensfreude zu gewinnen sei. In Koblenz gebe es ein großes Angebot, sich karitativ oder gemeinnützig einzubringen. Da sei für jeden etwas dabei, der „Mumm in den Knochen habe“. Auch der Koblenzer Stadtrat leiste seine anspruchsvolle Arbeit ehrenamtlich, erinnerte Hofmann-Göttig. Einen glänzenden Beweis dafür, wieviel Freude das Ehrenamt bereiten kann, lieferte der vor zehn Jahren gegründete, heute gemischte, vierzig Mitglieder zählende Chor, die „Stimmicals“ aus Arzheim mit Chorleiter Richard Marx.

„Kowelenz, dau bes kuschelig!“

Zum Auftakt der Veranstaltung hatten sie schon drei schwungvolle Lieder vorgetragen, am Schluss boten sie stimmliche Unterstützung für Dietmar Weidenfeller, Kreisvorsitzender im Kreis-Chorverband Koblenz, und die übrigen Gäste. Alle zusammen sangen das von Hans-Jörg Hammes getextete und durch ihn auf der Mandoline begleitete sechsstrophige Lied „Kowelenz, dau bes kuschelig!“ Sogar der Oberbürgermeister, der sich selbst nicht gerade als begnadeter Sänger darstellt, stimmte ein. Bei Wein und Laugengebäck gab es im Anschluss noch ein kuscheliges Stündchen Geselligkeit im Historischen Rathaussaal.

Der gemischte, vierzig Mitglieder zählende Chor, die „Stimmicals“ aus Arzheim mit Chorleiter Richard Marx.

Der gemischte, vierzig Mitglieder zählende Chor, die „Stimmicals“ aus Arzheim mit Chorleiter Richard Marx.

Bernd Naunheim (l.), Bürgermeisterin Hammes-Rosenstein und Oberbürgermeister Hofmann-Göttig (2. v. r.) sangen gemeinsam mit allen Geladenen „Kowelenz, dau bes kuschelig!“. Fotos: BSB

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