Lokalsport | 25.07.2013

Die U18-Weltmeisterin im Siebenkampf kommt vom SSC Koblenz-Karthause

Celina Lefflers ist ein goldenes Siebenkampf-Märchen

Celina Leffler ist Weltmeisterin. Der Gewinn der Goldmedaille war eine Riesen-Überraschung. RW

Donezk/Koblenz. Celina Leffler hat im bedeutendsten Wettkampf ihrer noch jungen Karriere ihren sportlich gesehen bislang größten Tag erlebt: Für die Leichtathletin des SSC Koblenz-Karthause glichen die beiden Tage ihres WM-Siebenkampfes im ukrainischen Donezk einem Märchen, einem goldenen. Celina Leffler schlug der weltweiten Konkurrenz ein Schnippchen und wurde mit 5747 Punkten sensationell Weltmeisterin. Vor der Abreise in Richtung Osteuropa hatte Trainer Holger Klein noch abwartend gesagt: „Man muss erst einmal abwarten, wie Celina auf dieser großen Bühne zurechtkommt.“ Die Erkenntnis des WM-Wettkampfs in der fünftgrößten Stadt der Ukraine: Sein Schützling präsentierte sich auf dem großen Präsentierteller der internationalen Leichtathletik von ihrer besten Seite, zeigte keinerlei Nerven und gewann mit persönlicher Bestleistung. Als Drittbeste der Weltjahresbestenliste war Celina Leffler nach Donezk gekommen, sieben Disziplinen später reiste sie als Nummer eins zurück in die Heimat. Die Koblenzerin startete mit der fünftschnellsten Zeit über 100 Meter Hürden (14,01 Sekunden) und persönlicher Bestleistung von 1,63 Metern im Hochsprung, womit sie nach zwei Disziplinen zunächst auf Rang 13 lag. Aber dann folgte die große Aufholjagd: 13,51 Meter im Kugelstoßen (ein Zentimeter unter der eigenen Bestweite) sorgten für eine Verbesserung auf Platz sechs. Leffler dominierte ausgangs des ersten Wettkampftages den 200-Meter-Sprint, den sie in 24,48 Sekunden deutlich als Schnellste lief - über drei Zehntelsekunden schneller als die Zweite. Der Bronzeplatz zur Halbzeit war der Lohn. Um jetzt bereits von einer Medaille zu träumen, dafür war der bevorstehende Weg noch zu weit. Gold schien nach vier Disziplinen ohnehin kein Thema zu sein, weil die Britin Morgan Lake bereits komfortable 192 Zähler vor der Schwedin Emma Stenlöf lag, diese wiederum hatte ein Plus von 100 Punkten gegenüber Leffler. „Mit Bronze hatte ich nach dem ersten Tag geliebäugelt, mit mehr nicht“, berichtet die 17-Jährige. Was dann im Weitsprung und Speerwerfen passierte, war kaum für möglich zu halten. Leffler machte mit der Bestmarke im Weitsprung (6,09 Meter, persönliche Bestleistung) dort weiter, wo sie über 200 Meter aufgehört hatte. Das genaue Gegenteil erlebten die besser platzierten Lake und Stenlöf.

Der Weltjahresbeste aus Großbritannien unterliefen zwei ungültige Versuche um die sechs Meter, sodass am Ende nur 4,63 Meter in die Wertung eingingen. Auch die Schwedin traf den Balken nur einmal korrekt und landete dabei bei 5,49 Metern. Celina Leffler hatte in ihrer Paradedisziplin kurzerhand aus dem Bronze-Platz die Spitzenposition gemacht. Beflügelt hiervon folgten 40,95 Meter mit dem Speer - eine Pulverisierung des bisherigen Hausrekords um gut vier Meter. Bei Lake setzte sich der Aussetzer vom Weitsprung fort, sie verlor weitere zehn Meter auf die Spitzenreiterin und gab vor dem abschließenden 800-Meter-Lauf den Wettkampf entnervt auf. Stenlöf warf zwei Meter kürzer als die Deutsche.

„Nach dem Speerwurf war mir bewusst, dass es zu Gold reichen dürfte“, so die Weltmeisterin. Im abschließenden 800-Meter-Lauf befand sich die Koblenzerin in der komfortablen Situation, sich aufs Neutralisieren Stenlöfs konzentrieren zu können. Nach 2:26:32 Minuten überquerte Celina Leffler die Ziellinie - vor der Schwedin. Um 18.39 Uhr ukrainischer Ortszeit war das goldene Siebenkampf-Märchen perfekt. Es soll nicht die letzte Medaille des Jahres gewesen sein. An diesem Wochenende findet in Rostock die Deutsche Jugend-Einzelmeisterschaft statt, wo Celina Leffler im Weitsprung startet. Mitte August geht’s dann gemeinsam mit Theresa Pötz und Viktoria Müller zu den Mannschafts-Mehrkampfmeisterschaften nach Bernhausen. „Eigentlich war das als Saison-Höhepunkt eingeplant“, so Trainer Holger Klein

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Celina Leffler ist Weltmeisterin. Der Gewinn der Goldmedaille war eine Riesen-Überraschung. Foto: RW

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