Schüler des Koblenzer Eichendorff-Gymnasiums unternehmen Abendexkursion
Die „Serengeti hautnah“ erlebt
Leistungs- und Grundkurse Biologie erkunden Weidenlandschaft Schmidtenhöhe
Koblenz. Im September 2009 startete das Projekt „Halboffene Weidelandschaft Schmidtenhöhe“ mit dem Ziel, dieses NATURA-2000-Gebiet zu erhalten. In einer Gemeinschaftsaktion führen der Naturschutzbund NABU, das rheinland-pfälzische Umweltministerium, die Stadt Koblenz und der Flächeneigentümer Bundesforsten das Beweidungsprojekt Schmidtenhöhe durch. Nun erlebten die Biologiekurse des Eichendorff-Gymnasiums in den Abendstunden mit ihrem Fachlehrer, Oberstudienrat Hansjörg Schütz, eine Exkursion in das größte Beweidungsprojekt im Land. „Die sich in den letzten Jahren abzeichnende Verbuschung des Gebietes konnte durch die Taurusrinder und Konikpferde aufgehalten, und damit ein wichtiger Beitrag für den Erhalt einer hohen Biodiversität geleistet, werden, ohne dass bestehende Waldstrukturen infrage gestellt wurden“, so die Bilanz des Biologen Hansjörg Schütz. Die Gymnasiasten zeigten sich überrascht, wie schnell es die Tiere geschafft haben, die verfilzte Vegetation zu beseitigen, sodass sich die erwartete Savannenstruktur bereits nach wenigen Jahren erkennen lässt. Heinz Strunk aus Bad Ems, der für den NABU ehrenamtlich das Projekt begleitet und die Schülerinnen und Schüler führte, resümierte, dass heute hier wieder Samen seltener Pflanzen, wie zum Beispiel der Orchideen keimen können, wo sie früher keine Chance hatten. Auch die Amphibienbestände konnten sich in den freien Tümpeln wieder gut fortpflanzen. Teile des Truppenübungsplatzes Schmidtenhöhe haben sich zu einem Naturparadies entwickelt. 136 verschiedene Vogelarten wurden hier festgestellt. Weil dort äußerst seltene Amphibien vorkommen, wurde das Gebiet Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes NATURA 2000. Eine kleine Auswahl der Bewohner: die seltene Gelbbauchunke und der Laubfrosch, der Neuntöter, unzählige Pilzarten und Schmetterlinge, wie der große Schillerfalter. Und seltene Orchideen, wie Knabenkräuter oder Bienenragwurz gibt es hier auch, seltene Fledermausarten und die scheuen Wildkatzen.
Taurusrinder und Konikpferde - ein perfektes Team der Landschaftspflege
Den Truppenübungsplatz auf der Horchheimer Höhe gab es seit 1937. Nachdem 1992 die Panzer der Bundeswehr abgezogen wurden, wuchsen die Tümpel in den Fahrspuren rasch zu und in den Wiesen siedelten sich Büsche und Bäume an. Die Folge: Amphibien fanden keine Laichplätze mehr, die Orchideen hatten keinen schattenfreien Raum mehr. Die Bestände gingen drastisch zurück. Es war absehbar, dass sich ohne Pflegemaßnahmen das Gebiet zu Wald entwickeln würde. Eine so große Fläche manuell zu pflegen, wäre aber kaum zu bezahlen. Um die Verbuschung des 175 Fußballfelder großen Gebietes zu verhindern, wird es mit robusten Taurusrindern - einer Auerochsen-Rückzüchtung - und Konikpferden beweidet. Die Tiere leben - ähnlich wie Wildtiere - weitgehend selbstbestimmt und ernähren sich von dem, was auf der Fläche wächst. Dadurch verhindern sie die Verbuschung und Bewaldung.
„Naturschutz durch Nutzung“
Der NABU Rheinland-Pfalz, der sich für 20 Jahre verpflichtet hat, dieses Beweidungsprojekt durchzuführen, ist zuversichtlich, dass sich die Artenvielfalt im Schutzgebiet weiter erhöhen wird. Aber auch die Zusammenführung von Naturschutz und landwirtschaftlicher Nutzung sei gelungen. „Der laufende Betrieb des Projektes finanziert sich ohne Zuschüsse des Naturschutzes alleine über die landwirtschaftliche Nutzung - ein wirkliches Beispiel für die Strategie Naturschutz durch Nutzung“, so Heinz Strunk vom NABU Rheinland-Pfalz. Mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz und der Glücksspirale konnten 16 Informationstafeln entlang eines Rundwanderweges von 4,8 Kilometer Länge um das Beweidungsobjekt erstellt werden. Diese Informationstafeln unterrichteten die Schülerinnen und Schüler über die Entstehung der wertvollen Lebensräume auf der Schmidtenhöhe sowie über die hier vorkommenden Tiere und Pflanzen bis hin zu den Prinzipien der Halboffenen Weidelandschaft und den dort lebenden Rinder- und Pferderassen. Große Begeisterung löste bei den Schülern vom Eichendorff-Gymnasium der tierische Nachwuchs aus: Neben den Küken der Blaumeise im Nistkasten und einem jungen Taurusrind sorgte vor allem das Fohlen der Konikpferde für Entzücken.
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