Oberbürgermeister Dr. Hofmann-Göttig ließ freiwillige Feuerwehr aufrüsten
Drei schnelle Rettungsboote übergeben
Zwei der modernen Schiffe liegen im Wallersheimer und eines im Ehrenbreitsteiner Hafen
Koblenz. „Drei neue Rettungsboote für die Feuerwehr lassen wir heute geistig zu Wasser“, sagte Oberbürgermeister Dr. Joachim Hofmann-Göttig vor etwa 80 Feuerwehrleuten im Gerätehaus der Feuerwache Nord in Koblenz-Wallersheim. „Wir können uns freuen über diese Boote, sie sind moderner und motorstärker als unsere bisherige Flotte. Diese Boote kommen besser gegen die Rheinströmung an und sind auch mit Funk ausgestattet“, führte der Oberbürgermeister aus. Er beklagte jedoch, dass es keine geeigneten Stellen gibt, um die Boote schnell ins Wasser zu lassen. Als einen Quantensprung und eine Zeitwende in der Wasserrettung bezeichnete Mik Maxeiner, Chef der Koblenzer Berufsfeuerwehr, die drei neuen Boote. Zwei dieser schnellen Aluschiffe werden im Wallersheimer Hafen stationiert, damit sie von den freiwilligen Wehrleuten der Wache Nord schnell eingesetzt werden können. Das dritte Schiff, es liegt im Ehrenbreitsteiner Hafen, gehört zur freiwilligen Feuerwehr Horchheim. Maxeiner kritisierte das Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen, da es keine Einlassstellen für die Boote schaffen will und dafür auch eine Eigeninitiative untersagt: „Das ist kein tragbarer Zustand für Koblenz mit seinen 15 Flusskilometern.“ Das moderne Boot mit 80 PS-Motor, einer Rettungsrampe am Bug, umfangreicher Beleuchtung und Kommunikationsausstattung bietet Platz für insgesamt zehn Personen, von denen drei Feuerwehrleute Besatzung sind. Die Kosten für die Neubeschaffungen als Ersatz für die Boote aus den 80er und 90 Jahren belaufen sich auf 162.000 Euro, von denen das Land 37.500 Euro trägt. Jens Vogel, Einheitsführer der freiwilligen Feuerwache Nord, erklärte, dass es jetzt auf dem Rhein bei Koblenz eine flächendeckende Wasserrettung gebe. Dass die notwendig ist, unterstrich er mit den 18 Einsätzen in den vergangenen zweieinhalb Jahren. Die Wache Nord ist für den Bereich unterhalb des Deutschen Ecks und der Stützpunkt Horchheim oberhalb zuständig.
Übrigens: Die seit 2013 bestehende Wache Nord hat etwa 40 Wehrleute, von denen etwa 15 als Bootsführer ausgebildet sind. Nach der offiziellen Übergabe der Rettungsboote durch Oberbürgermeister Dr. Joachim Hofmann-Göttig an die Einheitsführer Jens Vogel (Wache Nord) und Marco Beckermann (Horchheim) waren die freiwilligen Wehrleute der beiden Einheiten noch zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen.
HEP
Die drei neuen Boote, von dem jedes etwa eine Tonne wiegt, sind für die Wasserrettung ausgelegt.
Etwa 80 freiwillige Feuerwehrleute waren zur Übergabe der drei neuen Rettungsboote in die Wache gekommen.
