Politik | 15.03.2014

Lang ersehnte Nordtangente in Koblenz wird gebaut

Entlastung für Bubenheim und Metternich kommt in 3 Jahren

Baudezernent Martin Prümm, OB Joachim Hofmann-Göttig, Innenminister Roger Lewentz, LBM-Geschäftsführer Bernd Hölzgen und Markus Gerhards vom Tiefbauamt stehen vor den Plänen und freuen sich. HEP

Koblenz. Die lang ersehnte Nordtangente wird gebaut und soll in drei Jahren fertig sein. Dies verkündeten der Koblenzer Oberbürgermeister Dr. Joachim Hofmann-Göttig und der rheinland-pfälzische Innen- und Infrastrukturminister Roger Lewentz freudig bei einer Pressekonferenz im Koblenzer Rathaus.

Neu ist, dass erster und zweiter Bauabschnitt der Nordtangente gleichzeitig entstehen. Geplant war eigentlich, dass nur das Stück von der Kanalstraße zu der vierspurigen Straße zur Kurt-Schumacher-Brücke (B 416) gebaut wird. „Jedoch hat mich der Oberbürgermeister davon überzeugt, wie immens wichtig auch der Streifen vom Bubenheimer Kreisel ist“, betonte der Minister. Er erklärte, dass das Land wegen des Sparhaushalts Straßenneubauten nur noch im beschränkten Maß fördert. „Doch wegen der unglaublichen wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Bereich haben wir uns entschlossen, mehr Geld in die Hand zu nehmen“, sagte Roger Lewentz.

Schließlich entlastet die Nordtangente vom Bubenheimer Kreisel aus nach Metternich auch die höchstbelastete Straße in ganz Rheinland-Pfalz, die B 9 zwischen Mülheim-Kärlich und Koblenz. Täglich wird diese Strecke von rund 100.000 Fahrzeugen genutzt. „Durch die Nordtangente wird diese Zahl um circa 20.000 reduziert“, begründete der Minister den Neubau und verglich die Zahl mit dem Autobahn-Hochmoselübergang bei Trier, der für 30 000 Fahrzeuge gebaut wird.

Ursprünglich sollten für das Stück zwischen von Kanalstraße zur Brückenanbindung 4,5 Millionen Euro aufgewendet werden, „Doch die 15.000 Fahrzeuge pro Tag hätten in diesem Bereich, dann schon zu Problemen geführt“, meinte  Bernd Hölzgen, Geschäftsführer des Landesbetriebs Mobilität.

So geht die Stadtverwaltung davon aus, dass im nächsten Jahr der erste Spatenstich für die Straße zwischen Bubenheimer Kreisel und der B 416 stattfindet. Die Gesamtkosten für die rund 1,6 Kilometer lange Strecke der zweistreifigen Nord-Südverbindung werden derzeit auf rund 6,5 Millionen Euro geschätzt. Der Anteil des Landes beträgt dabei circa . 2,7 Millionen Euro, die Stadt muss dann noch circa 3,8 Millionen Euro zahlen. „Wir müssen zwar sofort etwas mehr Geld ausgeben, aber insgesamt nur so viel, wie wir sowieso ausgegeben hätten und damit kann ich als Kämmerer gut leben“, machte OB Dr. Hofmann-Göttig deutlich. Vom Verkehr entlastet werden dadurch vor allem die Stadtteile Bubenheim und Metternich, da die Autofahrer dann einfacher ins Verwaltungszentrum Rauenthal kommen und nicht mehr durch die Orte fahren müssen. Doch das ist erst ein Anfang. Markus Gerhards, stellvertretender Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Koblenz, hat bereits Pläne für einen vierspurigen Ausbau und einen Anschluss für die geplante Umgehung von Metternich in Richtung Rübenach. Wann aber dieses 40-Millionen-Projekt mit insgesamt 45 Brückenbauwerken Wirklichkeit wird, steht in den Sternen. 

Im Luftbild ist der Verlauf der Nordtangente vom Bubenheimer Kreisel zu B 416 eingezeichnet.

Im Luftbild ist der Verlauf der Nordtangente vom Bubenheimer Kreisel zu B 416 eingezeichnet.

Baudezernent Martin Prümm, OB Joachim Hofmann-Göttig, Innenminister Roger Lewentz, LBM-Geschäftsführer Bernd Hölzgen und Markus Gerhards vom Tiefbauamt stehen vor den Plänen und freuen sich. Foto: Foto:

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