68 Wohncontainer für Flüchtlinge sind fertiggestellt und bezugsbereit
Erster Schritt in Richtung Integration
Koblenz-Niederberg. Übergangsweise will die Stadt Koblenz Flüchtlinge in stadteigenen Wohncontainern auf dem Antretplatz der ehemaligen Fritsch-Kaserne unterbringen. Nun fand ein Besichtigungstermin mit Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes Rosenstein statt und viele Interessierte Bürgerinnen und Bürger waren gekommen.
Die Wohnbau hat für die Stadt Koblenz die Anlage auf der Niederberger Höhe errichtet. In einer Bürgerversammlung vor einigen Wochen gab es zunächst nur trockene Theorie und Pläne zu betrachten, doch nun konnte man sich ein direktes Bild vor Ort machen. Mitte Dezember werden die ersten Flüchtlinge dann in den Wohncontainern untergebracht. Zunächst ist dort Platz für 120 Personen. Ein Sicherheitsdienst wird in Zusammenarbeit mit der Polizei dann auch sein Arbeit aufnehmen.
"Daneben wird ein eigener Hausmeister vor Ort sein", erläuterte die Bürgermeisterin beim Besichtigungstermin. "Wir werden zum Ende des Jahres in Koblenz etwa 1.000 Menschen haben, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. Flüchtlinge können es durchaus mehr sein, denn es gibt ja Menschen, die schon in Arbeit sind, aber trotzdem noch kein Asylverfahren durchlaufen haben", erklärte sie weiter. "Die Menschen werden zunächst einmal angemessen untergebracht und gleichzeitig werden wir die Integration vorantreiben. Integration in den Arbeitsmarkt, in die Schule, die Ausbildung, Kindergarten und vieles mehr sind die nächsten Schritte", so Hammes-Rosenstein. Langfristig sei es aber das Ziel der Stadt, die Menschen auf dem Stadtgebiet verteilt unterzubringen.
Im Anschluss gab der technische Leiter der Wohnbau, Volker Bremer, noch einige Erläuterungen zur Wohnanlage selbst. Im ersten Bauabschnitt wurden nun 68 Container aufgestellt. Das Ganze ist in sogenannten Nutzungseinheiten aufgeteilt, sodass man eine Art Wohngruppe bilden kann. Zehn Nutzungseinheiten zu je sechs Containern und eine einzelne Einheit sind dann so aufgebaut, dass dort vier Wohn-Schlafcontainer vorhanden sind, ein Zugang zum Sanitärcontainer und ein Gemeinschaftsraum. Außerdem ist bei dieser Anlage ein Sekundärdach aufgebaut, welches mehrere Funktionen in sich verbirgt. Eine zweite Anlage in gleicher Größe ist für das Frühjahr 2016 auf der gegenüber liegenden Seite auf dem gleichen Platz geplant und soll dann auch zügig aufgebaut werden.
Container sind schwer erhältlich
Nach ein paar Fragen durch die anwesenden Bürger ging es dann für alle zu einer Besichtigung in die Räume der Flüchtlingsunterkunft. "Es war eine sehr große Anstrengung, noch Container zu bekommen; wir sind froh, schon einmal Räumlichkeiten für die Menschen zu haben, um diese vorübergehend angemessen unterbringen zu können", gab Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein noch einmal deutlich zum Ausdruck.
Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein zeigte sich froh, die Flüchtlinge angemessen unterbringen zu können.
An der Wohncontaineranlage auf dem ehemaligen Antreteplatz der Fritsch-Kaserne sind nur noch ein paar kleine Arbeiten nötig.
