Karthause:Haltestelle Karl-Härle-Straße fällt monatelang weg
FREIE WÄHLER fordern Ersatzverkehr für Senioren und mobilitätseingeschränkte Menschen
KOBLENZ. Wegen einer Baumaßnahme fahren die Buslinien 2 und 12 ab dem 28. September 2026 die Haltestelle Karl-Härle-Straße nicht mehr an. Diese Maßnahme dauert voraussichtlich mehr als ein halbes Jahr. Besonders betroffen sind die Bewohner des Seniorenzentrums der „deHayschen Stiftung“ und zahlreiche ältere Menschen in der Nachbarschaft. Das Seniorenzentrum, vertreten durch den Leiter Jörg Olbrecht, hatte die koveb gebeten, für die Dauer der Bauarbeiten ein Shuttle oder ein Anrufsammeltaxi einzurichten, was die koveb jedoch abgelehnt hat. Für die FREIEN WÄHLER ist diese Entscheidung unverständlich, da sie konkrete negative Auswirkungen auf viele ältere Menschen hat.
Die koveb verweist auf die rund 500 Meter entfernte Haltestelle Pionierhöhe. Das kritisiert Jörg Olbrecht, da 500 Meter für einen betagten und mobiltiätseingeschränkten Menschen eine Hürde ist, die für viele kaum zu nehmen ist. Daher wird die Baumaßnahme dazu führen, dass viele ältere Menschen in ihrer Mobilität und Teilhabe eingeschränkt werden. Olbrecht hätte sich auch gewünscht, dass seiner seit Jahren bestehenden Einrichtung im Vorfeld die Informationen gegeben worden, sodass sie nicht vor vollendete Tatsachen gestellt worden wäre.
Der FREIE WÄHLER-Ratsherr Edgar Kühlenthal unterstützt das Anliegen: „Zum 28. September muss eine zumutbare Lösung stehen, die den Menschen hilft, sich in der Stadt zu bewegen, und zwar zum selben Preis wie die Busfahrt. Dabei geht es nicht nur um das Seniorenzentrum. Auch in der dicht besiedelten Nachbarschaft, etwa in der Karl-Härle-Straße und im Karthäuserhofweg, leben viele ältere Menschen, die auf den Bus angewiesen sind. Es wäre verantwortungslos, wenn eine große Anzahl Seniorinnen und Senioren für ein halbes Jahr massiv in ihrer Mobilität eingeschränkt werden, weshalb wir FREIE WÄHLER uns klar für eine Lösung einsetzen, die den Übergang für alle Menschen vor Ort tragbar gestaltet.“
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FREIE WÄHLER-Ratsmitglied Edgar Kühlenthal verschafft sich einen Überblick über die Lage vor Ort Foto: Edgar Kühlenthal