Petition zu Verkehrsversuch an der Balduinbrücke
FREIE WÄHLER starten Petition gegen Verkehrsversuch an der Balduinbrücke
Koblenz. In seiner letzten Sitzung hat der Koblenzer Stadtrat die Durchführung eines Verkehrsversuchs an der Balduinbrücke beschlossen. Dieser wird zu starken Einschränkungen des Verkehrsflusses in Form von Staus, Ausweichverkehr und zusätzlichen Belastungen in anderen Bereichen der Stadt führen. Diese negativen Auswirkungen werden vor allem Anwohner, Pendler, Gewerbetreibende, Besucher der Innenstadt und ÖPNV-Nutzer erleben.
Die FREIEN WÄHLER haben schon im November 2025 vor der Maßnahme gewarnt und die zu erwartenden Probleme aufgezeigt. Auch in der vergangenen Ratssitzung hat sich die FREIE WÄHLER Fraktion klar gegen den Verkehrsversuch ausgesprochen und diesen geschlossen abgelehnt. Der Antrag der Stadtverwaltung fand jedoch eine Mehrheit im Rat, sodass die nun beschlossene Umsetzung voraussichtlich im dritten Quartal 2026 erfolgen wird.
„Die Maßnahme ist ein Fehler und Folge einer ideologischen und autofeindlichen Grünen-Politik“, fasst der FREIE WÄHLER Kreisvorsitzende Dennis Graf den Sachverhalt zusammen. „Auf der Balduinbrücke ist ein ungestörter Verkehrsfluss dringend notwendig, da sie der zentrale Verbindungspunkt zwischen der Innenstadt und dem Stadtnorden ist. Der Verkehrsversuch der Stadtverwaltung wird diese wichtige Verbindung jedoch empfindlich stören, ohne dass das erforderlich ist. Dafür soll die Stadt nun eine viertel Million Euro ausgeben und auch die koveb wird mit rund 400.000 Euro belastet. In Zeiten knapper Kassen, in denen der Stadtrat jedes Jahr hart um die Haushalte ringen muss, sieht verantwortungsbewusste Politik anders aus!“
Stephan Wefelscheid, Mitglied des Kreisvorstandes und Fraktionsvorsitzender im Stadtrat ergänzt: „Wir haben als Fraktion versucht, dieses unsinnige Vorhaben zu stoppen, um nicht erneut eine Situation wie am Peter-Altmeier-Ufer zu erleben. Dort hat die Stadt auch sehr viel Geld für einen Verkehrsversuch ausgegeben, der wegen massiver Verkehrsbeeinträchtigungen zurückgebaut werden musste. Nach viel Kritik musste die Stadt einlenken - geblieben sind aber hohe Kosten, die man sich hätte sparen können, wenn man die betroffenen Bürger vorher involviert hätte.“
Die FREIEN WÄHLER Koblenz haben viel Kritik an der Maßnahme von den Bürgerinnen und Bürgern erfahren. Deshalb wurde nun eine Petition ins Leben gerufen, die diese kritischen Stimmen im Vorfeld an die Baumaßnahme sichtbar machen soll.
„Das PAU sollte uns eine Lehre sein: die Politik muss den Bürgern zuhören, bevor sie viel Geld für spontane Ideen ausgibt“, so Graf und Wefelscheid. „Wir möchten nun den Bürgern die Möglichkeit geben, ihre Kritik zu äußern, bevor es zu spät ist. Deshalb bitten wir sie, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und unsere Petition zu unterstützen. Wir werden online, aber auch auf der Straße dafür werben, dass die Koblenzer Bevölkerung der Stadtverwaltung hierzu eine klare Absage erteilt.“
Interessierte Bürger finden die Petition im Internet:
https://www.openpetition.de/petition/online/balduinbruecke-verkehrsversuch-stoppen
Stephan Wefelscheid, Vorstandsmitglied und Fraktionsvorsitzender im Stadtrat. Foto: Fotostudio Reuther, Koblenz
