Politik | 24.05.2013

Wechsel an der Spitze der Rheinischen Philharmonie in Koblenz

Fank Lefers verzichtet auf Verlängerung seines Vertrags

-Der Intendant reagiert damit auf Kritik an seiner Person - Kulturstaatssekretär Walter Schumacher drückt sein Bedauern aus

Koblenz. „Frank Lefers hat das Staatsorchester Rheinische Philharmonie in Koblenz in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich geführt; dies gilt für die wirtschaftliche Konsolidierung, die unter seiner Leitung gelang, ebenso wie in künstlerischer Hinsicht. Das Staatsorchester hat unter Generalmusikdirektor Daniel Raiskin ein hohes Niveau erreicht und weiter an Profil gewonnen. Durch neue Akzente ist es Frank Lefers gelungen, auch ein junges Publikum zu erreichen. Die Rheinische Philharmonie hat mehr junge Besucher als jemals zuvor. Das traditionsreiche Orchester befindet sich nun auf der Höhe der Zeit und bietet ein Programm für alle Generationen. Frank Lefers‘ Entscheidung, für eine Vertragsverlängerung nicht mehr zur Verfügung zu stehen, bedauere ich sehr.“ Dies teilte Kulturstaatssekretär Walter Schumacher mit. Zugleich zeigte er Verständnis für Lefers‘ Entscheidung, seinen Vertrag nicht über den 31. Januar 2015 hinaus fortsetzen zu wollen.

Dem Entschluss des Intendanten waren öffentliche Vorwürfe gegen ihn vorausgegangen. „Es entstand ein einseitiges Bild der Leistungen von Frank Lefers, das sich weder mit den positiven Äußerungen deckt, die an mich von vielen Seiten herangetragen wurden, noch mit dem Eindruck, den das Ministerium selbst von Frank Lefers gewonnen hat“, so Schumacher weiter. Kulturveranstalter hätten sich ebenso positiv geäußert wie etwa die Stommel-Stiftung, die auf eine sehr gute Zusammenarbeit mit Frank Lefers bei der Gründung des „Orchesters der Generationen“ hingewiesen habe. „Die Zusammenarbeit mit dem Theater Koblenz ist vorbildlich. Und auch mir persönlich ist Frank Lefers als stets kooperativer Ansprechpartner begegnet, auf dessen Arbeit Verlass ist“, fügte Schumacher hinzu.

Mit seiner Entscheidung, so habe der Intendant deutlich gemacht, solle nun eine weitere Diskussion um seine Person beendet und möglicher Schaden vom Staatsorchester abgewendet werden.

Frank Lefers ist seit Februar 2010 Intendant des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie. Der 1965 in Wermelskirchen (Nordrhein-Westfalen) geborene Musiker studierte zunächst im Hauptfach Horn an der Folkwang-Hochschule für Musik in Essen, bevor er als Hornist im Orchester der Stadt Trier, im Kulturraum-Orchester Leipziger Raum/Rundfunkblasorchester Leipzig sowie am Theater Hagen tätig wurde. Erfahrungen in der Orchesterverwaltung machte er zunächst als Mitarbeiter des künstlerischen Betriebsbüros sowie als Orchesterinspektor und Referent des Generalmusikdirektors (GMD) am Stadttheater Pforzheim, bevor er 2006 Orchestergeschäftsführer der Bielefelder Philharmoniker wurde und vier Jahre später die Intendanz des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie übernahm. Frank Lefers wird bis Ende seines Vertrags für das Orchester tätig bleiben. Walter Schumacher: „Damit wird die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt. Ich erwarte von allen, die für das Orchester arbeiten und sich engagieren, eine faire Kooperation. Das Staatsorchester Rheinische Philharmonie hat im Jubiläumsjahr eine gute Zukunft.“

Pressemitteilung des Ministeriums

für Bildung, Wissenschaft,

Weiterbildung und Kultur

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