Politik | 19.12.2015

Bundesförderung für Großfestung Koblenz in Aussicht

Festungsteile sollen neu inszeniert werden

2,4 Millionen Euro im Zuge des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“

Blick aufs Fort Asterstein. BSB

Koblenz. Die „Feste Ehrenbreitstein“ ist sicher der imposanteste Teil des Systems preußischer Festungswerke, die die Festung „Koblenz und Ehrenbreitstein“, auch bezeichnet als „Großfestung Koblenz“, ausmachen. Zur Großfestung gehören unter anderem die allseits bekannten Festungsbauten „Fort Großfürst Konstantin“, „Fort Asterstein“ und „Feste Kaiser Franz“. Martin Prümm, Baudezernent der Stadt Koblenz, zeigte in einem Interview auf, dass eine Bundesförderung mit einer Summe von bis zu 2,4 Millionen Euro im Zuge des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ für die Großfestung Koblenz ins Haus steht.

Der entsprechende Zuwendungsantrag sei bereits gestellt. Zurzeit werde er vom zuständigen Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung bearbeitet. Die Förderung, die zusammen mit einem städtischen Eigenanteil von 265.000 Euro für die Neuinszenierung der erhaltenen Festungsteile verwendet werden soll, müsse bis 2019 verausgabt werden, erklärt Martin Prümm. Unter „Neuinszenierung“ ist zu verstehen, die Mitte des 19. Jahrhunderts noch hervorragenden Blickbeziehungen zwischen den Forts, Festen und Schanzen wiederherzustellen. Wie das konkret aussehen könnte, könne erst nach einer planerischen, landespflegerischen und artenschutzfachlichen Einschätzung gesagt werden. Hierfür seien im Vorfeld Kartierungen nötig, um eben diese Aspekte bei der Planung, die natürlich den Denkmalschutz von Beginn des Verfahrens an eng eingebunden hat, berücksichtigen zu können, so Martin Prümm.

Teil des Masterplans

Mit der Erstellung von Sichtachsen zwischen den Festungen, aber auch durch die Schaffung von neuen Stadtbalkonen würden sich unter anderem die Themen „Koblenz:überblicken“ und „Koblenz:vernetzen“ des im Vorfeld der BUGA 2011 erarbeiteten „Masterplans Grün 2011+“ in dem Projekt widerspiegeln. Zusätzlich soll erstmals ein Netz aus Wegen entstehen, welches die Festungsbauten verbindet, deren angrenzende und umgebende Grünanlagen gleich mit „aufgepeppt“ werden sollen. Neben der Neuanlage sollen die schon bestehenden Wege überarbeitet werden.

Überall dort, wo sich die Landschaft bzw. die Stadt Koblenz überblicken lasse, seien Aufenthaltsorte geplant. Zudem sei ein energiesparendes Lichtkonzept zur visuellen Inszenierung der „neu vernetzten“ Festungsbauten bei Dunkelheit angedacht. Martin Prümm versichert, dass die Bürgerinitiativen, die sich schon seit Jahren als „Freunde und Förderer“ für den Ausbau und Erhalt der Festungsbauten tatkräftig engagieren, sowohl planerisch als auch in der Ausführung des Konzepts beteiligt seien.

Ob die historische Festungsanlage mithilfe dieser Förderung in drei Jahren wirklich mehr Strahlkraft, wie es Roger Lewentz im Sommer dieses Jahres formulierte, erhalten wird, ist allerdings noch nicht definitiv, denn bislang habe der Rat „noch kein grünes Licht“ gegeben, wie Martin Prümm anmerkt. Sofern die Prüfung, den städtischen Eigenanteil durch Spenden zu finanzieren, positiv ausfällt, wird das aber wohl hoffentlich nur noch eine Formsache sein.

Der Festungsbau Fort Großfürst Konstantin.

Der Festungsbau Fort Großfürst Konstantin.

Blick aufs Fort Asterstein. Fotos: BSB

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