Allgemeine Berichte | 07.07.2015

Koblenzer Bündnis für Familie übergab Videos an StadtBibliothek

Filme helfen beim Erinnern

Filme für Demenzkranke nun in der normalen Ausleihe

Die Demenz-Videothek nahmen (v.l.) Thomas Koch und Susanne (StadtBibliothek) von den Bündnisvertretern Minka Bojara, Bernhard Dostert und Daniela Schüller entgegen. privat

Koblenz. Gut zwei Jahre ist es her, da richtete das Koblenzer Bündnis für Familie eine Demenz-Videothek ein. Nun tritt das Projekt in eine neue Phase: Das Material, das Demenzkranken und Angehörigen den Alltag erleichtern soll, ist in die Koblenzer StadtBibliothek im Forum Confluentes umgezogen. Damit, so Bündnis-Koordinatorin Minka Bojara, sollen die Koblenzer das Angebot noch leichter nutzen können.

Das Leben leichter machen

Koblenzer Familien das Leben leichter machen – das ist das wichtigste Ziel des lokalen Bündnisses für Familie. Dass es dabei oft, aber nicht ausschließlich um die Probleme von Eltern und ihren Kindern geht, ist für die Bündnispartner selbstverständlich. So war es auch keine große Überraschung, als die Arbeitsgruppe „Generationen aktiv“ auf die besondere Situation von Demenzkranken und ihren Familie aufmerksam wurde. Schnell war die Idee einer „Videothek“ geboren, denn Experten wissen, dass Demenzkranke handelsüblichen Filmen mit ihren komplexen Themen und schnellen Schritten nicht folgen können. Gleichzeitig ist es für die Erkrankten aber sehr wichtig, sich mit vertrauten Dingen und Situationen auseinandersetzen zu können. Also schaffte das Bündnis die von Sophie Rosentreter produzierten Filme samt Begleitmaterial an, die mit behutsamer Kameraführung und einfachen Bildern Themen lebendig werden lassen, die die Demenzkranken kennen: etwa die Zubereitung einer Mahlzeit, der Umgang mit Haustieren oder ein Besuch im Zoo.

Untergebracht waren die Videos beim Bündnispartner Vita mobil, ausleihen konnte die Filme jeder Koblenzer Bürger. Allerdings zeigte sich bald, dass der organisatorische Aufwand, der mit der Ausleihe verbunden ist, ehrenamtlich nur schwer zu bewältigen war. Deshalb ist Arbeitskreissprecherin Daniela Schüller auch froh, dass die Videos nun in das Angebot der Stadtbibliothek integriert werden konnte. „Hier gehört das Ausleihen zum Tagesgeschäft, was vieles einfacher macht. Außerdem gehen wir davon aus, dass der neue Standort für viele Koblenzer leichter zu erreichen ist.“

Dass diese speziellen Filme zukünftig den vorhandenen Bibliotheksbestand an Ratgebern und Fachliteratur zum Thema Demenz ergänzen, freut natürlich auch Bibliotheksleiterin Susanne Ott. „Nun hoffen wir natürlich, dass das Angebot auch rege genutzt wird.“ Für Kunden der StadtBibliothek ist das völlig unproblematisch, denn die Ausleihe läuft wie bei allen anderen Medien. Voraussetzung für die Nutzung der Angebote ist eine Anmeldung bzw. ein gültiger Bibliotheksausweis. Wer keinen Bibliotheksausweis besitzt und sich für die Filme interessiert, kann sich an Minka Bojara, Tel. (02 61) 1 29 23 05, wenden. Infos zum Angebot und zu den Öffnungszeiten der StadtBibliothek im Forum Confluentes im Internet unter www.stb.koblenz.de.

Die Demenz-Videothek nahmen (v.l.) Thomas Koch und Susanne (StadtBibliothek) von den Bündnisvertretern Minka Bojara, Bernhard Dostert und Daniela Schüller entgegen. Foto: privat

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