Wirtschaft | 08.12.2015

Sparkasse Koblenz präsentierte Immobilienmarkt-Bericht

Für ein Haus 370.000 Euro Unterschied

80-000 Euro in Hatzenport und 450.000 Euro auf der Karthause

(V.l.) Matthias Nester, Ralph Buschle und der SK-Bereichsleiter Privatkunden, Frank Roth präsentierten den SK Immobilien Marktbericht. HEP

Koblenz/Region. Ein gut erhaltenes freistehendes Einfamilienhaus mit zwei Kinderzimmern und 140 Quadratmetern Wohnfläche auf einem Grundstück von 500 Quadratmeter kostet in Koblenz 327 000 Euro.  Im Kreis MYK wären dafür sogar nur 213.000 Euro notwendig. Würden Sie sofort kaufen? Natürlich und viele, viele andere Familien auch. Der Haken: Real gibt es solche Immobilien nicht, sondern nur theoretisch bei der Darstellung des Immobilienmarktes der Sparkasse Koblenz. Die analysiert jedes Jahr den Immobilienmarkt in Koblenz und der Region, um der Bürgern eine Art Leitfaden an die Hand zu geben. Die Infos der Sparkasse (SK) Koblenz wurden zusammengefasst aus etwa 200 Immobilienverkäufen,  ca. 1200 private Wohnbaufinanzierungen, 3600 Eigentümerberatungen und rund 4000 Bewertungen. Dies ist die Jahresarbeit von 43 Mitarbeitern des SK-Centers Immobilienvermittlung, Versicherung und Finanzierung unter Leitung von Ralph Buschle.

SK-Vorstandsvorsitzender Matthias Nester präsentierte jetzt den Immobilienmarkt-Bericht der Öffentlichkeit: „Koblenz und die Region sind als Heimat- und Lebensmittelpunkt ungebrochen attraktiv. Diesen Schluss lässt die große Nachfrage nach Baugrundstücken sowie nach gebrauchten Häusern in Koblenz und dem Kreisgebiet zu.“ Nester lobte Koblenz, das sich durch und nach der BUGA hervorragend entwickelt hat und ein außerordentlich beliebter Wohn- und Wirtschaftsplatz sei. Trotz der relativ hohen Immobilienpreise sieht Nester keine große Rückschlagsgefahr, denn es gebe keine Immobilienblase. Dennoch muss damit gerechnet werden, dass die Immobilienpreise in Koblenz pro Jahr um bis zu 12 Prozent steigen.  Erst ab einem Umkreis von 15 km um die Rhein-Mosel-Stadt lasse das Preisniveau spürbar nach.

Extrem sind die Preise auf Oberwerth. Der Quadratmeterpreis für eine gebrauchte Eigentumswohnung liegt hier bei 3500 Euro, eine neu gebaute kostet auch hier wie fast überall in der Stadt 4000 Euro pro Quadratmeter. Bei den Grundstückspreisen liegt der Stadtteil Karthause, auf Oberwerth gibt´s keine Baugrundstücke, mit 450 Euro pro Quadratmeter an der Spitze. Mit 180 Euro ist Wallersheim am preiswertesten. Das gebrauchte freistehende Musterhaus mit 140 Quadratmetern auf 500 Quadratmetern Fläche kostet in Rauental, Moselweiß und Karthause 450 000 Euro, in Stolzenfels liegt der Preis lediglich bei 250 000 Euro. Selbst diese Angaben sind eigentlich theoretisch, da es so gut wie keine Angebote gibt.  

Auf  der rechten Rheinseite sind die Bodenpreise mit 270 Euro pro Quadratmeter in Arenberg am höchsten und in Niederberg mit 160 Euro am niedrigsten. Hier liegen mit 1600 Euro pro Quadratmeter auch die gebrauchten Eigentumswohnungen unten, während in Pfaffendorf, Immendorf, Pfaffendorfer und Horchheimer Höhe 2000 Euro zu zahlen sind. Das Einfamilien-Musterhaus kostet in Ehrenbreitstein 310.000 Euro und in Niederberg 230.000 Euro, wenn es welche gäbe.

Dieselben Preise sind für die Stadt Vallendar und die Insel Niederwerth (am niedrigsten) aufgeführt. In der Stadt Bendorf liegen die Grundstückspreise bei 160 Euro pro Quadratmeter und im Stadtteil Stromberg sogar bei 110 Euro. Bei den Eigentumswohnungen liegt der Preis wohl auch in der Region um die 1600 Euro.

In der Verbandsgemeinde Weißenthurm sind die Rheindörfer und Mülheim-Kärlich wohl am beliebtesten mit Bodenpreisen um die 230 Euro. Hier, nur ein paar Kilometer von Koblenz entfernt, werden tatsächlich noch Baugrundstücke angeboten. Das bekannte Einfamilienhaus liegt hier bei 300.000 Euro und das kann sogar mal real sein, denn rund um Koblenz ist der Immobilienmarkt nicht völlig leer gefegt.

In der Verbandsgemeine Rhein-Mosel werden die Grundstückspreise in Rhens mit 170 Euro und in Hatzenport mit nur noch 50 Euro pro Quadratmeter angegeben. In dem Moselort wird der Wert des Musterhauses mit 80 000 Euro beziffert, in Spay dagegen mit 280 000 Euro.

Die enormen Preisunterschiede basieren natürlich auf der Nachfrage und die wiederum auf Infrastruktur, Arbeitsplätze und Verkehrsanbindungen. Da liegt die Verbandsgemeinde Weißenthurm mit guter Anbindung zur A48/A61/A3, einem breiten Betreuungs- und Bildungsangebot und einer  hohen Zahl an Arbeitsplätzen u.a. durch den Gewerbepark Mülheim-Kärlich sowie neu erschlossenen Baugebieten in Weißenthurm, Mülheim-Kärlich und Bassenheim ziemlich vorn. Ähnlich punktet aber auch die Stadt Bendorf, während Vallendar mit der WHU, tollen Aussichtslagen und der unmittelbaren Nähe zu Koblenz glänzt.

Die VG Rhein-Mosel ist von Tourismus und Weinbau geprägt und Grund und Boden sind wegen der engen Flusstäler äußerst rar. Deshalb sind auch hier die Immobilienpreise nicht gerade günstig.  

(V.l.) Matthias Nester, Ralph Buschle und der SK-Bereichsleiter Privatkunden, Frank Roth präsentierten den SK Immobilien Marktbericht. Foto: HEP

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