Politik | 02.08.2026, 14:51 Uhr

Petition gestartet

GRÜNE Koblenz fordern Absage des Feuerwerks bei Rhein in Flammen wegen hoher Brandgefahr

Feuerwerk
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Die GRÜNEN Koblenz haben eine Petition gestartet, mit der sie die Absage des diesjährigen Höhenfeuerwerks bei „Rhein in Flammen“ fordern. Angesichts der anhaltenden Dürre, außergewöhnlich niedriger Pegelstände und der hohen Brandgefahr halten sie das Feuerwerk in diesem Jahr für nicht verantwortbar. Gleichzeitig verweisen sie darauf, dass mit zwei geplanten Drohnenshows bereits attraktive Alternativen zur Verfügung stehen.Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält die Debatte durch die Entscheidung der Veranstalter der Nature One, ihr geplantes Feuerwerk aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der hohen Waldbrandgefahr kurzfristig abzusagen.„Wenn selbst eine der größten Veranstaltungen in Rheinland-Pfalz gemeinsam mit den Behörden und der Feuerwehr zu dem Schluss kommt, dass das Risiko zu groß ist, sollte das auch für Koblenz ein deutliches Signal sein“, sagt die Kreisvorsitzende Janina Luipers. „Wir wollen ‚Rhein in Flammen‘ nicht infrage stellen. Im Gegenteil: Die Veranstaltung soll ein Aushängeschild unserer Stadt bleiben. Aber Traditionen dürfen sich weiterentwickeln. Mit zwei Drohnenshows gibt es bereits ein modernes und attraktives Programm. Deshalb sollte in diesem Jahr auf das zusätzliche Feuerwerk verzichtet werden.“Die GRÜNEN verweisen zudem auf die aktuelle Lage: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor erhöhter Brandgefahr, Rhein und Mosel führen außergewöhnlich wenig Wasser und in Rheinland-Pfalz rufen Kommunen zum Wassersparen auf. Bereits 2022 musste der Hang unterhalb der Festung Ehrenbreitstein vor dem Feuerwerk bewässert werden, um das Brandrisiko zu reduzieren.„Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass viele Menschen unsere Sorge teilen“, erklärt der Kreisvorsitzende Christopher Bündgen. „Unser Aufruf zum Verzicht auf das Feuerwerk hat innerhalb von 24 Stunden mehr als 2.500 Reaktionen erhalten. Jetzt möchten wir den vielen Menschen die Möglichkeit geben, ihre Unterstützung auch mit einer Unterschrift zu zeigen. Jede Unterschrift erhöht den öffentlichen Druck und macht deutlich, dass sich viele Koblenzerinnen und Koblenzer eine verantwortungsvolle Entscheidung wünschen.“Mit der Petition fordern die GRÜNEN die Absage des diesjährigen Höhenfeuerwerks, die Durchführung der beiden geplanten Drohnenshows sowie eine langfristige Weiterentwicklung von „Rhein in Flammen“ hin zu zeitgemäßen, klima- und umweltverträglicheren Formaten.„Es geht nicht um ein Verbot von Traditionen, sondern um Verantwortung in einer außergewöhnlichen Situation“, so Luipers und Bündgen abschließend. „Gerade in Zeiten des Klimawandels müssen wir bereit sein, Veranstaltungen an neue Realitäten anzupassen. Das wäre in diesem Jahr ein wichtiges Signal für den Schutz von Mensch, Tieren und Umwelt.“

Zur Petition

https://www.openpetition.de/petition/online/feuerwerk-bei-rhein-in-flammen-2026-absagen

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Feuerwerk Foto: Kristian Lovstad

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