Moselufer schützen
Petition für Moselufer-Ausbau-Stopp und Baum-Erhalt in Koblenz-Moselweiß
aus Koblenz
Koblenz-Moselweiß. Mit einer Petition auf openPetition fordert die Interessengemeinschaft Moselufer Moselweiß einjähriges Moratorium für die vom Koblenzer Stadtrat beschlossene Ausbauvariante des Projekts „Moselweiß Moselufer – Ausbau Rad- und Gehweg“. Ziel ist es, Zeit für eine ergebnisoffene Prüfung von Alternativen, eine echte Bürgerbeteiligung und den Schutz des wertvollen Baumbestands am Moselufer zu gewinnen.
Die Initiative betont ausdrücklich, dass sie den Radverkehr und den Ausbau einer sicheren Radverkehrsinfrastruktur unterstützt. Die Kritik richtet sich nicht gegen den Radverkehr, sondern gegen die derzeit geplante Ausführung des Projekts.
Nach den vorliegenden Planungen müssten entlang des Moselufers mindestens 27 prägende, 50 bis 80 Jahre alte einheimische Bäume gefällt sowie natürliche Ufervegetation entfernt werden. Nach Auffassung der Interessengemeinschaft würde dies erhebliche Auswirkungen auf das Stadtklima, die Artenvielfalt, die Aufenthaltsqualität und den Charakter eines der wichtigsten Naherholungsgebiete für die Stadtteile Moselweiß und Rauental haben. Auch zeigt die der Interessengemeinschaft vorliegende unabhängige fachliche Stellungnahme zur Bewertung der betroffenen Bäume, dass es sich um einen überwiegend vitalen und verkehrssicheren Baumbestand mit durchaus positiver Entwicklungsperspektive handelt. (die Stellungnahmen ist auf der Internetseite einzusehen)
Darüber hinaus sieht die Initiative Defizite im bisherigen Planungsprozess. Bemängelt werden unter anderem das Fehlen einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung, die aus ihrer Sicht unzureichende Prüfung von Alternativen sowie mögliche Nutzungskonflikte zwischen Fußgängerinnen und Fußgängern sowie dem künftig deutlich stärkeren Radverkehr.
Mit der Petition werden der Oberbürgermeister und der Stadtrat der Stadt Koblenz aufgefordert,
* ein einjähriges Moratorium für die beschlossene Ausbauvariante zu beschließen,
* ein transparentes, dialogorientiertes Beteiligungsverfahren mit den Bürgerinnen und Bürgern durchzuführen,
* alternative Lösungen – insbesondere eine Tempo-30-Regelung auf der B49 mit möglicher Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn – umfassend zu prüfen,
* bis zum Vorliegen eines unabhängigen Baumgutachtens keine Bäume auf der Projektstrecke zu fällen sowie
* den Moseluferweg dauerhaft als naturnahen Erholungs- und Begegnungsraum zu erhalten.
„Das Moselufer verbindet Natur, Erholung und Lebensqualität. Diese Qualitäten dürfen bei der Planung einer modernen Verkehrsinfrastruktur nicht verloren gehen. Wir sind überzeugt, dass es Lösungen gibt, die sowohl den Radverkehr stärken als auch den wertvollen Baumbestand und den Charakter des Moselufers erhalten“, erklärt die Interessengemeinschaft Moselufer Moselweiß.
Mit dem Start der Petition ruft die Initiative alle Bürgerinnen und Bürger aus Koblenz und der Region dazu auf, sich an der Diskussion über die Zukunft des Moselufers zu beteiligen und die Forderungen zu unterstützen.
Weitere Informationen zur Petition und zum Projekt finden Interessierte auf der Internetseite der Interessengemeinschaft unter https://moselufer.moselweiss.de sowie über https://moselweiss.de
https://www.openpetition.de/knrkj
Weitere Themen
Moselufer Moselweiß Foto: Selbst