Allgemeine Berichte | 04.09.2013

Koblenzer Mendelssohn-Tage e. V.

Gelungener Auftakt des 19. Mendelssohn-Festivals

Ein besonderer Konzertabend mit Stücken vom 12. bis ins 20. Jahrhundert

Christian Tegel.Privat

Koblenz. Die Koblenzer Mendelssohn-Tage eröffneten ihr 19. Festival mit einem Chor- und Orgelkonzert, bei dem selten zu hörende Werke besondere Aufmerksamkeit erforderten und auch erhielten. Unter dem Titel „A Hymn to the Virgin“ waren Kompositionen von Mendelssohn, seiner Schwester Fanny Hensel, Benjamin Britten, Petr Eben und Hildegard von Bingen zu hören.

Der Dramaturg des Mendelssohnvereins, Johannes Stein, machte vorab auf Besonderheiten der Kompositionen, Entstehung und Hintergründe der Werke in einer kurzen Einführung aufmerksam. Der Abend spannte einen Bogen vom 12. bis ins 20. Jahrhundert: Hildegard von Bingen, Mendelssohn und Britten. Dem Präludium und Fuge c-Moll für Orgel von Mendelssohn wurde Brittens einziges Orgelwerk „Prelude and Fugue on a Theme of Vittoria“ gegenübergestellt. Zwei Werke von großer Intensität und Ausdrucksstärke, welche von Lukas Stollhof, Kantor in Oberwesel, ausgesprochen virtuos vermittelt wurden.

Benjamin Britten schrieb die kurze Motette „A Hymn to the Virgin“ mit gerade mal 17 Jahren innerhalb weniger Stunden. Für seine Motette „Hymn to St Cecilia“ ließ sich Benjamin Britten dagegen von seinem Dichterfreund Wystan Hugh Auden (1907-1973) einen neuen Text schreiben. Er handelt von der politischen Verantwortung der Künstler, ein Thema, das beide sehr beschäftigte, waren sie doch als überzeugte Pazifisten während des Zweiten Weltkrieges nach den USA übergesiedelt, um nicht als Soldaten eingezogen zu werden. Britten hatte eine besondere Beziehung zur Patronin der Musik, weil er an ihrem Gedenktag, dem 22. November 1913, geboren wurde. Das Vokalensemble „Cantus Floridus“, dem durchweg ausgebildete Sängerinnen und Sänger angehören, zeigte unter der Leitung von Christian Tegel die ganze Bandbreite seines Könnens und begeisterte durch Tonreinheit und Musikalität. Dies wurde nicht zuletzt durch die Qualität der Chorsolisten nachdrücklich unterstrichen. Nicht enden wollender Applaus unterstrich die Begeisterung der Zuhörer und rang dem Ensemble eine Zugabe ab.

Die nächsten Konzerte:

Sonntag, 8. September um 19:30 Uhr im Görreshaus, „Mladi-Jugend“; Sonntag, 22. September um 19:30 Uhr in der Basilika St. Kastor, „Lauda Sion“; Samstag, 19. Oktober um 20 Uhr in der Rhein-Mosel-Halle, „Orbis Trio Prag“; Samstag, 2. November um 19 Uhr im Görreshaus, „Die Deutschen und Felix Mendelssohn Bartholdy“.

Mehr unter www.mendelssohn-koblenz.de, Kartenvorverkauf unter www.ticket-regional.de.

Pressemitteilung

Koblenzer

Mendelssohn-Tage e. V.

Christian Tegel.Foto: Privat

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