Gedenken an Pogromnacht Koblenz
Gemeinsames Gedenken an die Pogromnacht in Koblenz mit CDU und Jüdischer Kultusgemeinde
aus Koblenz
Koblenz. Die CDU-Koblenz lädt am Sonntag, 8. November, um 14 Uhr zu einem gemeinsamen Gedenken an die Pogromnacht vom 9. November 1938 in die Weißer Gasse ein. Anlass ist der 88. Jahrestag der Novemberpogrome, an die die CDU-Koblenz gemeinsam mit der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz und ihrem Vorsitzenden Avadislav Avadiev erinnern möchte. Auch in Koblenz wurden damals jüdische Bürgerinnen und Bürger verfolgt, ihre Geschäfte und Wohnungen zerstört und die Synagoge im Bürresheimer Hof verwüstet.
Der Ort des diesjährigen Gedenkens verbindet die Erinnerung mit einem Blick nach vorn: In der Weißer Gasse soll die neue Synagoge für Koblenz entstehen. Avadislav Avadiev wird an diesem Nachmittag die Pläne für den Neubau vorstellen. Im Anschluss wird gemeinsam der Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen gedacht.
Zum Programm gehört außerdem die Reinigung einiger Stolpersteine in Koblenz. Sie erinnern an Menschen, die verfolgt, vertrieben und ermordet wurden. Ihre Namen sichtbar zu halten und die Erinnerung an ihr Schicksal wachzuhalten, sei eine Aufgabe, die alle angehe, so Philip Rünz, Landtagsabgeordneter und Kreisvorsitzender der CDU-Koblenz.
„Jüdisches Leben gehört zu Koblenz und muss in unserer Stadt selbstverständlich und sicher möglich sein. Gerade angesichts antisemitischer Anfeindungen ist es wichtig, Haltung zu zeigen und an der Seite unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu stehen. Das gilt nicht nur an Gedenktagen, sondern an jedem Tag“, betont Rünz.
Die CDU-Koblenz freut sich über alle Bürgerinnen und Bürger, die sich dem Gedenken anschließen. Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Kreisvorsitzender Philip Rünz, MdL Foto: Paul Schneider