Allgemeine Berichte | 17.01.2013

Stammtisch der Koblenzer Ex-Prinzen

Gold-Medaillon für Franz-Josef Möhlich und Frank Bastian

Gold-Medaillon 2013 (v.l.): Olav Kullak, Franz-Josef Möhlich, Dirk Kissel, Frank Bastian und Friedhelm Pieper.

Koblenz. Es war so wie in jedem Jahr: Wenn der Stammtisch der Koblenzer Ex-Prinzen sein Gold-Medaillon für besondere Verdienste verleiht, wollen zahlreiche Gäste dabei sein. So war das Restaurant der Koblenzer Brauerei sehr gut besucht, als der Sprecher der Ex-Prinzen, Dr. Friedhelm Pieper, die Gäste begrüßte, an ihrer Spitze Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Götting und seine Gattin Dr. Christiane Herzog. Die Ex-Prinzen waren stark vertreten, fast drei Fußball-Mannschaften hätten mit ihnen zusammengestellt werden können. 27 ehemalige Tollitäten waren erschienen, was Friedhelm Pieper zu der erfreuten Feststellung veranlasste: „So viele waren es in der Vergangenheit noch nicht gewesen“. Das Lager der Prinzessinnen war kaum schwächer, 21 ehemalige Confluentiae verschönten das Beisammensein mit ihrer Anwesenheit. So schaute Friedhelm Pieper sehr zufrieden drein. Der Sprecher hatte auch ein Motto parat, unter das er den Abend stellte. Dabei hatte er eine Anleihe bei der österreichischen Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach gemacht, die lautet: „Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns gut kennen und trotzdem zu uns halten.“ Die Intensität der Gespräche im Gästekreis war denn auch ein Indiz dafür, dass sich wirklich gute Freunde eingefunden hatten.

Wo so viele Ex-Majestäten zusammenkommen, da darf das aktuelle Tollitätenpaar natürlich nicht fehlen. Prinz Peter der Große, der Märchenprinz von Kowelenz und Ihre Lieblichkeit Confluentia Christiane brachten schnell Stimmung in die Versammlung, unterstützt vom Hoftstaat des Alte-Herren-Corps. Die Spannung im Raum stieg, als Friedhelm Pieper zum ersten Träger der Auszeichnung kam. Zunächst verriet er nur, dass es sich um einen Mann aus der Wirtschaft handele. Eine Person, die, „unseren Karneval, unsere Brauchtumspflege hier in Koblenz maßgeblich unterstützt“. Der zu Ehrende sei ein wahrer Sponsor über eine „verdammt lange Zeit“, so möge es laut Pieper noch lange bleiben. Er und sein Haus gehörten nicht nur zum Karneval, vielmehr sei er auch „in und mit seinem Haus“ ein Teil der rheinischen Brauchtumspflege. Beifall brandete auf, als der Name ausgesprochen wurde: Es war Frank Bastian, Inhaber des Weindorfs Koblenz. Anschließend zeigte sich die Versammlung gut informiert über den Geehrten, denn ein Geburtstagsständchen wurde gesungen: Frank Bastian wurde 68 Jahre alt.

Der andere Medaillon-Träger 2013 kommt aus dem Kreis der Karnevalisten. Wie bei Frank Bastian führte Friedhelm Pieper aus, handele es sich um eine „unumstrittene und richtige Entscheidung“. In allen Belangen sei er ein gefragter Mann. Im Beruf wie in der Brauchtumspflege sei er ein wahrer Spezialist - „die Gülser wissen das eigentlich schon immer“. Kein Wunder sei es gewesen, dass er schon früh bei den Husaren eine wichtige Rolle gespielt habe. So wurde im Jahr 2001 Prinz Karneval in Koblenz. 2008 sei es dann zum „Durchbruch“ gekommen, er sei in der fünften Jahreszeit „so etwas wie ein Ersatz-Oberbürgermeister geworden“ als Präsident der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval. Abschließend löste der Sprecher der Ex-Prinzen auch dabei das Rätsel auf: „Wir ehren einen Mann aus echtem närrischen Schrot und Korn. Das Gold-Medaillon für den AKK-Präsidenten Franz-Josef Möhlich. Beide Geehrten bedankten sich anschließend für die Auszeichnung, Möhlich in Reimform.

UKO

Gold-Medaillon 2013 (v.l.): Olav Kullak, Franz-Josef Möhlich, Dirk Kissel, Frank Bastian und Friedhelm Pieper.Foto: UKO

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