Förderung innovativer Start-ups
Hochschule Koblenz unterstützt innovative Start-up-Projekte in Koblenz und Remagen
aus Koblenz
KOBLENZ/REMAGEN. Im Rahmen des Förderprogramms KickStart@HSKO der Hochschule Koblenz sind im Mai vier neue Projektteams gestartet. Das Programm richtet sich insbesondere an Studierende und unterstützt sie dabei, innovative Ideen durch die Entwicklung eines Prototyps voranzutreiben oder Gründungsideen weiterzuverfolgen.
Während des sechsmonatigen Förderzeitraums erhalten die Teams jeweils bis zu 7.500 Euro, um ihre Geschäftsideen weiterzuentwickeln. Unterstützt werden sie dabei durch individuelles Coaching des StartUpLab-Teams sowie durch den Zugang zu den Kreativ- und Makerspaces an den Standorten Koblenz und Remagen – inklusive modernster Werkzeuge und Maschinen.
„Wie viel unternehmerisches Potenzial und Innovationskraft in unserer Hochschule stecken, zeigen die mittlerweile insgesamt 28 geförderten KickStart-Projekte seit Beginn des Programms Ende 2023. Sicherlich gibt es unter den Hochschulangehörigen noch weitere innovative Ideen, die wir gerne gemeinsam zum Leben erwecken möchten“, sind sich Prof. Dr. Wolfgang Kiess und Prof. Dr. Thomas Wilhein einig.
„Wir appellieren an alle Kreativköpfe unserer Hochschule, sich für die KickStart-Förderung zu bewerben“, ergänzen die beiden Prototyping-Verantwortlichen im Leitungsteam des StartUpLab-Projekts. Bewerbungen nimmt das StartUpLab noch bis zum 29. Juni entgegen unter:
https://www.hs-koblenz.de/studierende/startup/startuplab/kickstarthsko
Die geförderten Projekte im Überblick
FestiCom
Dominik Eidt entwickelt aktuell ein internet- und mobilfunkunabhängiges Kontaktsystem für Smartphones, das in abgelegenen Regionen oder bei fehlender beziehungsweise unzureichender Infrastruktur eine zuverlässige Kommunikation ermöglicht. Das neuartige Funkmodul wird per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt und ermöglicht die Übertragung von Textnachrichten und Positionsdaten per LoRa-Funktechnologie. LoRa steht für Long Range und ist eine patentierte Funkmodulation für das Internet der Dinge (IoT), die extrem energiesparend ist und enorme Reichweiten von bis zu 15 Kilometern ermöglicht.
PinguSkill
Zunaira Tahir arbeitet an einer KI-gestützten Plattform für pädagogische Erkenntnisse, die Stärken, Lernstile und Entwicklungsbereiche von Kindern unabhängig von standardisierten Schulinhalten ermittelt. Der innovative Ansatz analysiert, wie ein Kind tatsächlich lernt. Dabei werden grundlegende Eignungs- und Persönlichkeitsbewertungen mit interaktiven, spielerischen Lernmodulen kombiniert, um strukturierte Berichte über das Potenzial eines Kindes zu erstellen.
PLOVA
Ruchika Kumari erprobt derzeit ein neuartiges Upcycling-Verfahren zur Herstellung einzigartiger Premium-Wohnaccessoires wie Kissenbezügen, Tischläufern und Wandkunst. In einem handwerklichen Prozess wird 3D-gedruckte Kunststoff-Stickerei aus Plastikabfall als dekoratives Designelement auf handgewebte Oberflächen aus Textilresten aufgebracht.
V-ID-Racket
Maximilian und Sascha Dietrich arbeiten an einem zweiteiligen, 3D-gedruckten Tennisschläger aus carbonfaserverstärkten Polymeren mit stabiler V-Verbindung. Der Ansatz ermöglicht eine Individualisierung der Schläger und soll perspektivisch zu einem smarten System mit direktem Feedback zum Spiel weiterentwickelt werden.
Über die Hochschule Koblenz
Die Hochschule Koblenz ist mit rund 9.000 Studierenden an den Standorten Koblenz, Remagen und Höhr-Grenzhausen die größte Hochschule für angewandte Wissenschaften in Rheinland-Pfalz. Sie bietet mehr als 80 praxisorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge, Fernstudiengänge und duale Studiengänge in sechs Fachrichtungen: Bauwesen und Architektur, Ingenieurwesen und Technik, Mathematik, Informatik und Künstliche Intelligenz, Wirtschaft, Freie Kunst sowie Sozialwissenschaften. Mit engen Kooperationen zu Unternehmen und Institutionen, anwendungsnaher Forschung und einer starken internationalen Ausrichtung bereitet die Hochschule Koblenz ihre Studierenden optimal auf die Herausforderungen einer globalisierten Arbeitswelt vor.
Über das StartUpLab-Projekt
Das StartUpLab-Projekt unterstützt Studierende, die an Gründung interessiert sind und ihre Ideen durch unternehmerisches Denken und Handeln weiterentwickeln wollen. Dazu bieten die StartUpLabs in Koblenz und Remagen eine Vielzahl an Möglichkeiten. Ideation- und Prototyping-Workshops unterstützen dabei, Ideen voranzutreiben und Konzepte auf Erfolgskurs zu bringen. Das Projekt wird bis Januar 2027 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit 1,1 Millionen Euro gefördert. Die interdisziplinäre wissenschaftliche Leitung besteht aus Prof. Dr. Mareike Heinzen (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften), Prof. Dr. Wolfgang Kiess (Ingenieurwesen), Prof. Dr. Alexandra Moritz (Wirtschaftswissenschaften) und Prof. Dr. Thomas Wilhein (Mathematik, Informatik, Technik). Vizepräsident Prof. Dr. Heiko Weckmüller verantwortet das StartUpLab-Projekt als Gesamtprojektleiter übergreifend.
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