CDU-Ortsverband zieht kritische Bilanz
Interimsbau in der Goldgrube: Anwohner haben berechtigte Fragen und Kritik
aus Koblenz
Koblenz-Goldgrube. Bei der jüngsten Bürgerversammlung zum geplanten Interimsbau des Max-von-Laue-Gymnasiums in der Goldgrube blieben viele Fragen offen. Stefan Schnorr, Mitgliederbeauftragter des CDU-Ortsverbands Moselweiß/Rauental/Goldgrube und selbst in der Goldgrube wohnhaft, war vor Ort und zieht eine kritische Bilanz.
„Die Bedenken der Anwohnerinnen und Anwohner sind berechtigt und müssen ernst genommen werden. Wer vor Ort lebt, kennt die Verkehrssituation sehr gut“, so Schnorr. Die Kritik konzentriert sich auf drei Punkte: den drohenden Verlust des Stadtteilcharakters durch den geplanten Interimsbau, ein befürchtetes Verkehrschaos mit Gefahr für Schulkinder sowie den Wegfall von Parkplätzen.
Darüber hinaus wirft die Planung weitere offene Fragen auf: Was passiert, wenn das in Aussicht gestellte Parkhaus bei der Berufsbildenden Schule (der Julius-Wegler-Schule) in der Beatusstraße nicht realisiert wird? Parken dann die Berufsschüler, wenn die Julius-Wegler-Schule saniert wird und im Interimsbau nach dem Max-von-Laue-Gymnasium untergebracht ist, direkt im Ortskern – das wäre ein kaum beherrschbares Verkehrsproblem.
Ist eine kostenlose Nutzung der Linie 9 realistisch, wenn der Fahrplan nicht auf die Schulzeiten abgestimmt ist? Auch der Wegfall von Parkplätzen in der Bogenstraße wurde nach Angaben der Anwohner unzureichend thematisiert. „Das ist kein Detail, sondern ein echtes Problem – gerade für ältere Menschen, die auf wohnortnahe Parkplätze angewiesen sind“, betont Schnorr.
Der CDU-Ortsverband Moselweiß/Rauental/Goldgrube um seinen Vorsitzenden Philip Rünz steht dem geplanten Interimsbau weiterhin kritisch gegenüber.
