Allgemeine Berichte | 27.10.2015

Spektakuläre Hilfen in Guatemala

Koblenzer Bürger sponsert Haus für arme Familie

Obwohl die Menschen im Vergleich zu uns, nicht viel besitzen, sind sie zufrieden.

Guatemala. Josef und Gisela Fuhrmann leisten über den Verein Atitlan e.V. seit 1996 Hilfe in Guatemala. Spektakulär war der Versand des voll beladenen Müllwagens der Stadt Koblenz nach Guatemala. Bei jedem Besuch von Josef Fuhrmann trifft er Pablo, ein armer, inzwischen 76 jähriger Mayamann, der im Jahre 2000 aus dieser Aktion einen Rollstuhl erhielt. Seine Dankbarkeit und Freude ist heute noch unübersehbar.

Brunnenbau

Bekannt sein dürfte den BLICK aktuell-Lesern der Brunnenbau in der armen Schule von Churunel. Wolfgang Mayer aus Polch war der Initiator und Organisator eines Sponsorenlaufes der Stephanus-Schule im Stadion von Polch. Diese Schule liegt einsam und verlassen von der Außenwelt in den Bergen über 2.000 m Höhe, abseits der Panamericana und ist nur mit einer waghalsigen Fahrt mit einem Allrad-Pick-up erreichbar. Die Schlüsselübergabe erfolgte im Juli 2010 persönlich von Wolfgang und Ute Mayer.

Gebäude

Im Jahre 2011 sponserten die Firmeninhaber von Dach-Reiner in Emmelshausen ein Gebäude in der Schule Churunel, das von ihnen persönlich übergeben wurde. Die Kinder müssen nun nicht mehr ihr Essen auf einem verschmutzten Schulhof oder im Klassenraum einnehmen.

Reparatur Brunnen

Im Februar 2014 war Josef Fuhrmann mit einer Reisegruppe aus unserer Region (Mitglieder und Spender) erneut in Guatemala unterwegs. Unter der Leitung von Josef Daub aus Plaidt spendeten die Teilnehmer Geld, um nötige Reparaturen an der Brunnenanlage vornehmen zu können. Die Schule Churunel wird von 130 Kindern besucht. Heute wäre die Schule ohne Brunnen undenkbar, musste früher doch das Wasser zur Essenszubereitung, Trinken, Spülen, Händewaschen und Zähneputzen in Krügen, die auf dem Kopf getragen wurden, herbeigeschafft werden. Durch den Brunnenbau kann man heute auf die unhygienische Lochlatrine verzichten und die Kinder haben eine saubere Toilettenanlage zur Verfügung. .

Hausbau eines Koblenzer Bürgers

Im Juli 2013 besuchte ein Koblenzer Bürger mit Josef Fuhrmann u.a. Panajachel am wunderschönen Atitlan-See. Er besuchte mit Josef Fuhrmann die Familie von Dona Isabel Solis, die mit 8 Kindern in den unwürdigsten Verhältnissen wohnte. „In diesem dunkeln Rattenloch mit feuchten Wänden und von der Holzdecke knisternden Lebewesen kann doch niemand wohnen“, so der Mitreisende.

Die jetzt 58-jährige Dona Isabel hat 4 eigene Kinder und 4 Kinder von ihrer verstorbenen Schwester übernommen. Spontan wurde am gleichen Tag ein freies Grundstück besichtigt und gekauft. Atitlan e.V. stellt nur Gelder zum Materialkauf zur Verfügung, wenn die Arbeiten in unentgeltlicher Selbstarbeit bewältigt werden. Die Arbeiten wurden unter Anleitung eines Architekten, der bezahlt werden musste und in Abstimmung mit dem Projektleiter vor Ort Jürgen Katt, Besitzer von zwei Restaurants in Panajachel, vorgenommen. Zwei ältere Söhne und Bekannte bauten das Haus. Die Wohnfläche beträgt 42 qm und hat einen Innenhof mit Waschanlage ca. 20 qm groß.

Ergebnis des Projektes: Eine überglückliche weinende und dankbare Dona Isabel.

Seit vielen Jahren sieht Atitlan e.V. die Aufgabe darin, die Bildung voranzubringen. Armen Familien wird ermöglicht, ihre Kinder zur Schule schicken zu können. Die Kinder erhalten Schulmaterial, Frühstück und Mittagessen. Die benötigten Produkte werden günstig auf dem Markt erworben. Die Küchenarbeit wird ehrenamtlich von den Müttern der Kinder geleistet. Hilfe zur Selbsthilfe lautet das Motto des Vereines.

Anfang dieses Jahres erhielten 65 förderungswürdige Kinder ein Stipendium. Der Andrang, einen Schulbesuch oder ein Stipendium zu erhalten ist sehr groß. Wegen fehlender Gelder mussten leider auch Absagen erteilt werden. Daher ist Josef und Gisela Fuhrmann für jede geleistete Spende sehr dankbar.

Teilnehmer der Reisen konnten sich vor Ort überzeugen, dass der Atitlan-Hilfe überlassene Spendengelder zu 100 Prozent den hilfsbedürftigen Menschen direkt zugute kommen. Seit 1991 werden die Projekte des Vereines verantwortungsvoll von der deutschen Familie Jürgen und Astrid Katt geführt und überwacht.

Mitreisende waren nicht nur vom schönen Land begeistert, sondern auch von der Herzlichkeit der armen Menschen. Die am Jahresanfang Mitgereisten konnten in der Schule Churunel das Schulmaterial persönlich überreichen. Die Kinder bedankten sich in ihren bunten Mayakleidern mit sehenswerten Tanz- und Theatervorführungen und übergaben selbstgebastelte Geschenke. Alle Teilnehmer waren sehr gerührt und bezeichneten Besuche in den Schulen als ein Highlight menschlicher Zusammenkunft.

Dem Verein Atitlan e.V. wird durch die Spenden aus der hiesigen Region große Hilfe zuteil. Ohne diese Hilfe und Spendenfreudigkeit wären die umfassenden Projekte in Guatemala nicht möglich.

Josef Fuhrmann sagt: „Bei nunmehr 21 Guatemala-Besuchen habe ich erlebt, wie glücklich, zufrieden und bescheiden Menschen sein können, obwohl sie im Vergleich zu uns, nichts haben“.

Wer sich über Guatemala und die Atitlan-Hilfe informieren möchte, kann sich unter Telefon-Nr. 02625-4595 oder per E-Mail an Joefuhrmann@gmx.de wenden.

Obwohl die Menschen im Vergleich zu uns, nicht viel besitzen, sind sie zufrieden.

Obwohl die Menschen im Vergleich zu uns, nicht viel besitzen, sind sie zufrieden.

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