Allgemeine Berichte | 05.04.2026

Kolpingfahrt Köln

Kolpingfamilie St. Martin besucht WDR Funkhaus in Köln

Im Studio des „Morgenmagazins“ unter den Straßen von Köln.

Lahnstein. Innerhalb der Kolpingfamilie St. Martin gibt es die Whats-app-Gruppe „Kolping aktiv“. Die Ausschreibung für eine Zugfahrt in die Domstadt am Rhein, nach Köln, nach Meinung vieler eine der schönsten Städte Deutschlands, war innerhalb von nur zwei Stunden ausgebucht.

Ziel der Reise war das Funkhaus am Wallraffplatz, das „Vierscheibenhaus“ des Westdeutschen Rundfunks in der Kölner Innenstadt. Beim WDR, einer Anstalt des öffentlichen Rechts, wollte man sehen, wie Fernsehen gemacht wird. Der 1956 gegründete WDR ist die größte Sendeanstalt innerhalb der ARD und nach der BBC der zweitgrößte Sender Europas. Die Anstalt hat rund 5.000 Beschäftigte in 130 verschiedenen Berufen.

An einem sonnigen Apriltag ging es teilweise vier Etagen unter die Erde, um die Studios zu besichtigen, welche sich unter dem Wallraffplatz befinden. So schnupperte die Gruppe Fernsehluft im „Moma“-Studio, wo das Morgenmagazin im Wechsel mit dem ZDF alle zwei Wochen produziert wird. Man sah die „kleinste Bühne der Welt“ und wunderte sich über die Kulisse, welche innerhalb von sieben Minuten völlig umgebaut werden kann. Hunderte von nummerierten Scheinwerfern an der Decke sorgen für das richtige Licht. Auf dem Boden sind ebenfalls etliche nummerierte Markierungen.

Exclusiv gab es einen Einblick in das neue Sportschau-Studio, welches noch in der Entstehungsphase ist. Schließlich luckte man auch in die Studios von „Maischberger“ und „Hart aber fair“ und wandelte durch das Studio der „Aktuellen Stunde“ und „Hier und Heute“ mit einem großen Köln-Panoramabild, welches an eine Leinwand projiziert wird. Nicht schlecht staunte man über einen fahrbaren Kamerakran und die vielen Kameras mit eingebauten Tele-Promptern. Die Kunst der Sprecherin oder des Sprechers sei es, nicht zu erkennen, dass mit den Augen abgelesen wird. Moderationskarten, die trotzdem gehalten werden, sorgen für Sicherheit beim Stehen und eine aufrechte Haltung.

Mit einem seltenen, aber immer noch beliebten Genre kam die Gruppe in Berührung

Als es in das Hörspielstudio ging. Der WDR produziert jährlich 60 bis 80 Hörspiele und trägt dazu bei, dass ein wichtiges Kulturgut, nämlich das Hörspiel, erhalten bleibt. Auch der „Herr der Ringe“ oder „Momo“ wurden dort als Filme für die Ohren gemacht.

Verschiedene Bodenuntergründe erzeugen unterschiedliche Schrittgeräusche, ein Holztisch hatte viele kleine Löcher, damit der Schall beim Sprechen nicht reflektiert. Die Akteure eines Hörspiel-Tatorts rennen über verschiedene Treppen und prägen so den Schein, es würde sich um Außenaufnahmen handeln. Geräusche werden vor Ort mit verschiedenen Hilfsmitteln gemacht oder kommen aus einem riesigen Geräuschearchiv.

Das Herzstück des Senders in Domnähe ist das Funkhaus, welches zu Beginn der 1950er Jahre aus den Trümmern des Hotel Metropol/Monopol durch den Architekten Peter Friedrich Schneider errichtet wurde. Vom Künstler Georg Meistermann (1911-1990) stammen die unterschiedlich gestalteten Glasfenster. Im Foyer und im großen Sendesaal wurde wertvolles Birnbaumholz aus der Schweiz verarbeitet.

Leider war es der Besuchergruppe nicht vergönnt, mit dem seltenen Paternoster zu fahren, denn dies ist ausschließlich Mitarbeitern vorbehalten. Die 16 Fahrkörbe laufen im Schneckentempo. Nach der informativen Führung versammelte man sich im Brauhaus „Gilden im Zims“, der Heimat kölscher Helden am Heumarkt, um dort gemeinsam das Mittagessen natürlich auch mit einigen Stangen Kölsch einzunehmen.

Begonnen wurde der Tag übrigens auch – wie es sich für eine Kolpinggruppe gehört - mit einem Besuch am Grabe Adolph Kolpings in der Minoritenkirche, wo man Kerzen aufstellte. Ein Kolpingbruder aus Köln-Ehrenfeld überreichte die vom Diözesanverband Köln herausgegebene neue Broschüre „Auf den Spuren von Adolph Kolping“. An neun Stationen in der Kölner Innenstadt kann man dem Leben des seligen Gesellenvaters nachspüren.

Kolping-Mitglieder besuchten ein Hörspielstudio und sahen, wie Geräusche gemacht werden beim „Kino für die Ohren“.

Kolping-Mitglieder besuchten ein Hörspielstudio und sahen, wie Geräusche gemacht werden beim „Kino für die Ohren“. Foto: Thomas Schneider

So geht Fernsehen...

So geht Fernsehen... Foto: Thomas Schneider

Keine Moderatorin, sondern Mitglied der Kolpingfamilie St. Martin.

Keine Moderatorin, sondern Mitglied der Kolpingfamilie St. Martin. Foto: Thomas Schneider

Fotogalerie: Kolpingfamilie St. Martin besucht WDR Funkhaus in Köln 2026

Beim WDR wollte die Kolpingfamilie Lahnstein sehen, wie Fernsehen gemacht wird. Wir haben ein paar Bilder für Euch.
Die Gruppe vor der Minoritenkirche, am Kolping-Denkmal.
Die Gruppe vor der Minoritenkirche, am Kolping-Denkmal.

Foto: Thomas Schneider

Foto: Thomas Schneider

Denkmalgeschützt: Der Paternoster im WDR-Funkhaus am Wallraffplatz.
Denkmalgeschützt: Der Paternoster im WDR-Funkhaus am Wallraffplatz.

Foto: Thomas Schneider

Mischpulte und Monitore: Im Regieraum.
Mischpulte und Monitore: Im Regieraum.

Foto: Thomas Schneider

Der Abschluß wurde im „Zims“ am Heumarkt, einem typischen Brauhaus, gemacht.
Der Abschluß wurde im „Zims“ am Heumarkt, einem typischen Brauhaus, gemacht.

Foto: Thomas Schneider

Foto: Thomas Schneider

Foto: Thomas Schneider

Foto: Thomas Schneider

Die Gruppe vor der Minoritenkirche, am Kolping-Denkmal.
Denkmalgeschützt: Der Paternoster im WDR-Funkhaus am Wallraffplatz.
Mischpulte und Monitore: Im Regieraum.
Der Abschluß wurde im „Zims“ am Heumarkt, einem typischen Brauhaus, gemacht.
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Im Studio des „Morgenmagazins“ unter den Straßen von Köln. Foto: Thomas Schneider

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