Allgemeine Berichte | 11.05.2013

Ehemalige „Conductor-in-Progress“ der Philharmonie Koblenz

Kristiina Poska erhält Deutschen Dirigentenpreis

Kristiina Poska Ernst Fesseler

Koblenz. Kristiina Poska ist mit dem Deutschen Dirigentenpreis ausgezeichnet worden. Die gebürtige Estin war in der Spielzeit 2008/09 als „Conductor-in-Progress“ bei der Rheinischen Philharmonie Koblenz tätig. Zuvor studierte sie Dirigieren an der Estnischen Musikakademie in Tallinn und an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin.

Poska überzeugte in der Finalrunde mit ihrer Interpretation der Suite „Das schlaue Füchslein“. Für ihren ersten Platz erhielt sie ein Preisgeld von 15.000,- EUR - und ist damit die erste Dirigentin, die die bedeutende Auszeichnung erhielt. Sie hat bereits zahlreiche Wettbewerbe gewonnen, wurde 2006 beim internationalen Dirigierwettbewerb „Dimitris Mitropoulos“ mit dem Orchesterpreis ausgezeichnet und war Finalistin und Publikumspreisträgerin im dänischen Malko-Wettbewerb 2012. Seit 2008 ist sie Stipendiatin des Dirigentenforums, mit dem der Deutsche Musikrat junge Dirigenten fördert. In der laufenden Spielzeit 2012/13 ist Kristiina Poska als Kapellmeisterin an der Komischen Oper Berlin beschäftigt.

Bereits bei der vorherigen Preisverleihung des Deutschen Dirigentenpreises 2011 hatte ein ehemaliger „Conductor-in-Progress“ der Rheinischen Philharmonie den begehrten Preis erhalten: Der Sizilianer Francesco Angelico war in der Spielzeit 2009/10 als Nachwuchsdirigent beim Koblenzer Staatsorchester engagiert. Er wurde seit 2007 durch das Dirigentenforum gefördert.

Mit einem Preisgeld von insgesamt 35.000,- EUR und umfangreichen weiteren Fördermaßnahmen gilt der Deutsche Dirigentenpreis als einer der höchstdotierten Auszeichnungen für Dirigenten in Europa. Er ist zugleich Höhepunkt und Abschluss des Förderprogramms. Durch die Zusammenarbeit mit Spitzenorchestern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Konzerthausorchester bietet das Finalkonzert des Deutschen Dirigentenpreises einen exzellenten Rahmen, in dem sich die Finalisten einer breiten Öffentlichkeit präsentieren können. Der Dirigentenpreis wird alle zwei Jahre auf Initiative der BHF-BANK-Stiftung und des Deutschen Musikrats in Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus Berlin verliehen.

Kristiina Poska Foto: Foto: Ernst Fesseler

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