Lokalsport | 14.11.2014

Fußball-Freundschaftsspiel (Integrationsspiel) in Lützel

„Liebe für alle, Hass für keinen“

- Sport fördert Integration - ein Spiel für Völkerverständigung -

Fußball hat eine gemeinsame Sprache; die Sportler leisten etwas für sich und für die Gemeinschaft.privat

Koblenz. „Sport fördert Integration“ - unter diesem Motto haben VfB Lützel Koblenz und Ahmadiyya Fußballmannschaft Koblenz ein Freundschaftsfußballspiel in Lützel veranstaltet. Ehrengäste waren Norbert Neuser, Vizepräsident für sozial- und gesellschaftspolitische Aufgaben des Fußballverbandes Rheinland und Ortsvorsteher Koblenz-Kesselheim Herbert Dott.

Der Stellv. Vorsitzende des VfB Herr Wolke begrüßte beide Teams und lobte Ahmadiyya Gemeinde Koblenz für ihre Initiative des Integrationsspiels in Lützel. „Fußball lebt von seiner Multikulturalität und wir freuen uns, dass so viele Fußballspieler verschiedener Herkunft heute hier für ‚Integration‘ spielen werden.“ so der Vereinsfunktionär Wolke. Er war zuversichtlich, dass die Fußballmannschaft des VfB, die sich zurzeit im Aufbau befindet, in der nächsten Saison offiziell bei den Ligaspielen dabei sein wird.

Für das Ahmadiyya-Fußballteam sprach Qamar Ahmad, „mit diesem Spiel wollen wir unseren Beitrag zur Integration und zur Förderung des guten Miteinanders und des friedlichen Zusammenlebens leisten. Der Zweck des Fußballspiels ist Freundschaft, Integration und beidseitiges Kennenlernen“ und er führte weiter: „Der gemeinsame Sport lehrt uns Toleranz und Respekt zu üben und er wirkt der Entfremdung entgegen“.

Ahmad gab einen kurzen Einblick in die friedliche islamische Gemeinde Ahmadiyya und machte dabei deutlich, dass Jihadisten, Fundamentalisten und einige Terrororganisation die friedliche Religion Islam für ihre Machtzwecke und Kriege missbrauchen. Das hat absolut nichts mit unserer Religion zu tun. „Dass der Islam eine gewalttätige Religion sei, ist ein Missverständnis, darauf legen wir Muslime Wert“, so der Sportwart der Majlis Ansarullah Ahmadiyya, der aus Frankfurt am Main angereist war. Die Ahmadiyya ist eine weltweite Reformgemeinschaft des Islam, die dem Frieden und der Toleranz verpflichtet sei. Ahmadiyya hat in Deutschland Mitglieder aus 45 Nationen und sie bekennen sich zur Gewaltfreiheit, was vor Ort mit dem Transparent „Liebe für alle, Hass für keinen“ unterstrichen wurde. Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde engagieren sich auch gesellschaftlich und führen Aktionen wie Blutspenden, Wohltätigkeitsläufe, Neujahrsputz, Baumpflanzungen, Interreligiösen Dialog etc. durch. In Koblenz Lützel gibt es eine Moschee Tahir der Ahmadiyya.

Norbert Neuser, Vizepräsident für sozial- und gesellschaftspolitische Aufgaben des Fußballverbandes Rheinland, brachte schöne Grüße vom seinem Vorsitzenden und auch zwei Fußbälle für die beteiligten Mannschaften mit. Er hob die Bedeutung der Integration durch Sport hervor und sagte, dass Fußball und vor allem Sport ein tolles Instrument ist, womit man Integration betreiben kann. „Fußball hat eine gemeinsame Sprache und es ist ganz toll, wenn man dabei für sich und für die Gemeinschaft etwas tue“. Neuser äußerte die Hoffnung, dass auch künftig weitere solchen Events durchgeführt werden. Er versicherte dabei die Unterstützung des Verbandes. Neuser, der auch Abgeordneter des Europaparlaments ist, wünschte dem Verein VfB Lützel alles Gute für die große Aufgabe, die Mannschaft von unten wieder aufzubauen. Der Ortsvorsteher von Koblenz-Kesselheim, Herbert Dott, bedankte sich für die Einladung zum Integrationsspiel und betonte in seiner kurzen Ansprache die Wichtigkeit der Integration in der Gesellschaft, die sowohl betrieben als auch gelebt werden soll. „Solche kulturelle Begegnungen fördern das gute Miteinander“. Er führte weiter, „bei der Arbeit oder bei solchen Begegnungen sehen wir, dass wir zusammenstehen müssen“. Etwa 10.000 in Koblenz lebende Mitbürger mit Migrationshintergrund forderte er auf die Integration voranzutreiben und bezeichnete dies als eine große Herausforderung für alle in dieser Stadt und in diesem Land. Er appellierte an die Migranten, am 23. November zur Wahl des Ausländerbeirats zu gehen und zum Schluss zitierte er Herrn Schäuble aus der Bundesregierung: „Islam ist ein Teil Deutschlands und Europa. Ein Teil unsere Gegenwart und ein Teil unserer Zukunft. Muslime sind in Deutschland willkommen. Sie sollen ihre Talente entfalten und sie sollen unser Land weiter mit voranbringen“.

Das Ergebnis des schönen und fairen Spiels war den Spielern beider Mannschaften eigentlich nebensächlich. Halbzeitstand war 1:1, aber am Ende siegte die Mannschaft des VfB Lützel, deren Spieler durch mehr Spielpraxis und Routine bessere Leistung zeigten und mehr Torchancen hatten. Höhepunkt für die anwesenden Gäste und Spieler war das gemeinsame Essen, zu dem die Ahmadiyya Muslim Gemeinde Koblenz im Anschluss an die Partie eingeladen hatte. Hier wurde bei diversen indischen Köstlichkeiten nochmals über verschiedene Aspekte der Kulturen, Integration und Gemeinsamkeiten diskutiert. Es herrschte Einigkeit, dass Integration ein wechselseitiger Prozess ist und jeder dazu einen Beitrag leisten muss. Eine gelungene Veranstaltung „Sport fördert Integration“ in Lützel.

Fußball hat eine gemeinsame Sprache; die Sportler leisten etwas für sich und für die Gemeinschaft.Foto: privat

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