Politik | 18.09.2026, 10:56 Uhr

Fazit der Sommer-Tour

MdB Rudolph: Schlüssiges Gesamtkonzept für Sicherheit in unserer Region erforderlich

Acht Stationen hatte die Sommer-Tour des SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Thorsten Rudolph. Unter anderem besuchte er auch die ADAC-Luftrettung in Koblenz.
44

Region Koblenz. Wie gut ist unsere Region auf Krisen, Gefahren und neue Bedrohungen vorbereitet? Dieser Frage ist der Koblenzer SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Thorsten Rudolph in den vergangenen Wochen bei seiner Sommer-Tour unter dem Titel „Sicherheit in unserer Region“ nachgegangen. Nach acht Stationen zieht er Bilanz: „Die Sicherheitslage hat sich grundlegend verändert – und deshalb muss auch der Katastrophen-, Bevölkerungs- und Zivilschutz wieder stärker in den Blick genommen werden“, so der Abgeordnete.

Im Rahmen seiner Sommer-Tour besuchte er die Bundespolizeiwache am Koblenzer Hauptbahnhof, die ADAC-Luftrettungsstation in Koblenz mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 23“, die Energieversorgung Mittelrhein (evm), das Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr in Mayen, das Technische Hilfswerk in Koblenz, das künftige Katastrophenschutzzentrum des Landkreises Mayen-Koblenz in Mendig, das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Koblenz sowie den ehemaligen Zivilschutzbunker in der Tiefgarage Marienburg in Vallendar.

„Mir war wichtig, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die tagtäglich Verantwortung für unsere Sicherheit und unsere Versorgung tragen“, erklärt Rudolph. „Ich wollte wissen, mit welchen neuen Herausforderungen sie konfrontiert sind und was wir politisch tun müssen, damit Staat und Gesellschaft auch in Krisensituationen handlungsfähig bleiben.“

Dabei habe er bei den einzelnen Stationen engagierte Menschen und professionelle Strukturen erlebt. Zugleich hätten die Gespräche deutlich gemacht, wie stark sich die Rahmenbedingungen verändert hätten. „Die Gespräche haben mir noch einmal bestätigt, wie grundlegend sich unsere Sicherheitslage verändert hat“, betont Rudolph. „Drohnen bedrohen sensible Einrichtungen, Cyberangriffe und Sabotage zielen auf unsere Versorgung, Desinformation untergräbt das Vertrauen in unseren demokratischen Staat. Gleichzeitig nehmen als Folge des Klimawandels Extremwetterereignisse und damit auch die Anforderungen an Feuerwehr, Rettungsdienste und Katastrophenschutz zu.“

Sicherheit bedeute deshalb heute weit mehr als klassische innere und äußere Sicherheit. Es gehe auch um den Schutz kritischer Infrastruktur und der Energieversorgung, sichere digitale Systeme sowie einen leistungsfähigen Katastrophen- und Bevölkerungsschutz.

„Auf diese veränderte Lage müssen wir uns einstellen. Dazu gehört für mich auch, den Katastrophen-, Bevölkerungs- und Zivilschutz wieder stärker in den Blick zu nehmen“, so Rudolph. Entscheidend sei dabei, nicht einzelne Maßnahmen isoliert zu betrachten. „Wir brauchen ein schlüssiges Gesamtkonzept. Funktionierende Warnsysteme, eine gesicherte Versorgung, Schutzmöglichkeiten für die Bevölkerung … Leistungsfähige Behörden und Einsatzkräfte sowie eine vernünftige persönliche Vorsorge müssen ineinandergreifen.“

Dabei müsse es um realistische und umsetzbare Lösungen gehen. „Nicht jede Maßnahme, die theoretisch denkbar ist, ist auch sinnvoll. Aber wir müssen uns wieder systematischer mit der Frage beschäftigen, wie wir die Bevölkerung in unterschiedlichen Krisenlagen schützen können.“

Aus seiner Sommer-Tour nehme er deshalb zahlreiche konkrete Hinweise und Erfahrungen mit nach Berlin. „Die Besuche haben mir gezeigt, wie viel Kompetenz und Engagement es bereits in unserer Region gibt. Gleichzeitig haben sie deutlich gemacht, dass wir unsere Sicherheitsvorsorge angesichts der neuen Herausforderungen auf allen staatlichen Ebenen weiterentwickeln müssen. Diese Erkenntnisse werden in meine politische Arbeit einfließen.“

Rudolph dankte abschließend allen Beteiligten für die offenen Gespräche und die Einblicke.

Weitere Themen

Acht Stationen hatte die Sommer-Tour des SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Thorsten Rudolph. Unter anderem besuchte er auch die ADAC-Luftrettung in Koblenz. Foto: Volker Schmidt

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Titelanzeige
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Dauerauftrag 2026
Wohnträume im Kreis AW
"Wohnträume" Kreis AW
Beilage Wohnträume Kreis AW
Empfohlene Artikel
In den Räumen der AWO-Migrationsberatung tauschte sich Thorsten Rudolph mit Mitarbeitenden der AWO, der Diakonie und der Caritas aus.
19

Koblenz. Anlässlich des Aktionstags der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) und der Jugendmigrationsdienste (JMD) hat sich der Koblenzer SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Thorsten Rudolph in den Räumen der AWO-Migrationsberatung in Koblenz mit Vertreterinnen und Vertretern von AWO Rheinland, Caritasverband Koblenz und Diakonie Koblenz sowie mit Mitarbeitenden der Migrationsberatung ausgetauscht.

Weiterlesen

Mit einem DHL-Team war der CDU-Landtagsabgeordnete Philip Rünz in der City unterwegs und lieferte Pakete aus.
47

Koblenz. Raus aus dem Auto springen, Kofferraum aufziehen, Pakete stapeln und dann im Laufschritt durch die Innenstadt – was ein bisschen klingt wie ein Geschwindigkeitsspiel in einer Fernsehshow gehört für viele Zustellerinnen und Zusteller zum Alltag.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
2043

Astrologische Vorschau für die KW 41: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen

Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 05. bis 11. Oktober 2026

Die erste Oktoberhälfte bringt Bewegung in viele Lebensbereiche. Zwischen beruflichen Verpflichtungen, privaten Erwartungen und dem Wunsch nach mehr Ausgeglichenheit zeigt sich in dieser Woche, wo Energie sinnvoll eingesetzt ist – und wo Grenzen notwendig werden. Während manche Sternzeichen einen wichtigen Schritt in Liebe oder Beruf machen können, verlangen andere Situationen Geduld, Selbstreflexion oder einen bewussten Umgang mit den eigenen Kräften.

Weiterlesen

Wie geht es mit dem Freizeitbad Tauris weiter? Darüber stimmte nun der Rat der Verbandsgemeinde Mülheimn-Kärlich ab.
1383

Mülheim-Kärlich. Das Freizeitbad Tauris geht samt Grundstück an die Verbandsgemeinde Weißenthurm. Für diesen Vorschlag von CDU und SPD stimmten am gestrigen Montag, 30.09.2026, die Fraktionen von CDU, SPD und Bündnis 90 Die Grünen geschlossen. Lediglich einzelne Mitglieder der FWG stimmten dagegen oder enthielten sich. So berichtet es die CDU Mülheim-Kärlich in ihrem aktuellen Facebook-Posting.

Weiterlesen

Fahndung nach schwerem Raub in Neuwied
1174

Wer kann Hinweise auf die Identität oder den Aufenthaltsort der abgebildeten Person geben?

Fahndung nach schwerem Raub in Neuwied

Neuwied. In Neuwied ereignete sich am Samstag, den 15. August 2026, ein schwerer Raubüberfall in einer Spielhalle in der Insterburger Straße. Ein bislang unbekannter Täter betrat gegen 08:05 Uhr die Räumlichkeiten und machte sich zunächst daran, einen Automaten mit einem Brecheisen aufzubrechen. Als eine anwesende Angestellte auf den Vorfall aufmerksam wurde, reagierte der Täter gewaltsam. Er attackierte die Frau mit Pfefferspray und setzte körperliche Gewalt ein.

Weiterlesen