Sicherheit in unserer Region
MdB Rudolph besucht künftiges Katastrophenschutzzentrum des Landkreises Mayen-Koblenz in Mendig
Mayen-Koblenz. Wie kann der Landkreis Mayen-Koblenz im Katastrophenfall schnell und koordiniert handeln? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Koblenzer SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Thorsten Rudolph im Rahmen seiner Sommer-Tour zum Schwerpunktthema „Sicherheit in unserer Region“ bei einem Besuch des künftigen Katastrophenschutzzentrums auf dem Flugplatzgelände in Mendig.
Gemeinsam mit Landrat Marko Boos, dem Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises, Rainer Nell, sowie Carsten Hummes, der für den Bereich Zivile Alarmplanung und Bevölkerungsschutz zuständig ist, besichtigte Rudolph das Gelände und informierte sich dabei über die geplante Nutzung der dortigen Halle und des dazugehörigen Verwaltungsgebäudes.
Die Idee für ein zentrales Katastrophenschutzzentrum entstand nach der Ahrflut 2021. Ziel sei es, so die Verantwortlichen des Kreises, wichtige Materialien und Fahrzeuge für den Katastrophenschutz zentral vorzuhalten und zugleich feste Räume für die Stabsarbeit der Technischen Einsatzleitung zu schaffen. Darüber hinaus sollen in Mendig unter anderem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zivil- und Katastrophenschutzes, der Zivilen Alarmplanung, der Rettungsdienstbehörde und der Ordnungsbehörde arbeiten.
„Der Katastrophenschutz wurde lange vernachlässigt. Jetzt müssen wir auf allen politischen Ebenen besser werden. Ich bin froh, dass es im Kreis Mayen-Koblenz entscheidend vorangeht“, betonte Rudolph.
Der neue Standort auf dem Flugplatzgelände bietet nach Einschätzung des Landkreises mehrere Vorteile. Die Halle kann kurzfristig genutzt werden, es stehen ausreichend Flächen für Fahrzeuge zur Verfügung und der Standort ist verkehrlich gut angebunden. Auch Hubschrauber können auf dem Gelände problemlos landen.
Im Mittelpunkt des Austauschs stand auch die Frage, auf welche Gefahrenlagen sich der Landkreis vorbereiten muss. Dazu gehören unter anderem Starkregen, Hochwasser und Waldbrände, aber auch Stromausfälle, Gefahrstofflagen oder die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr im Rahmen der zivilen Verteidigung.
Aus diesem Grund werden Alarm- und Einsatzpläne für unterschiedliche Szenarien erstellt, Stäbe geschult und Übungen durchgeführt. Eine besondere Herausforderung besteht darin, im Ernstfall die Zusammenarbeit zwischen Kreisverwaltung, Feuerwehren, THW, DRK, Polizei und weiteren Beteiligten möglichst reibungslos zu koordinieren. Zugleich müssen sichere Kommunikationswege, Notstromversorgung und die Führungsfähigkeit auch unter schwierigen Bedingungen gewährleistet bleiben.
„Katastrophen lassen sich nicht bis ins letzte Detail vorhersehen. Umso wichtiger ist es, Strukturen zu schaffen, durch die im Ernstfall schnell, professionell und koordiniert geholfen werden kann“, erklärte Rudolph. „Ein leistungsfähiger Katastrophenschutz braucht gute Vorbereitung, moderne Ausstattung und eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen. Das geplante Zentrum in Mendig ist dafür ein wichtiger Baustein und stärkt die Handlungsfähigkeit des Landkreises im Krisenfall.“
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Beim Besuch des künftigen Katastrophenschutzzentrums in Mendig informierte sich Thorsten Rudolph (2. von rechts) bei Landrat Marko Boos (2. von links), Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Rainer Nell (rechts) und Carsten Hummes (links) über die künftigen Strukturen des Zivil- und Katastrophenschutzes im Landkreis Mayen-Koblenz. Foto: Karin Küsel