Sicherheit in unserer Region
MdB Thorsten Rudolph tauscht sich mit der ADAC Luftrettung in Koblenz aus
Koblenz. Wenn jede Minute zählt, entscheidet eine funktionierende Rettungskette oft über Leben und Tod. Wie die gemeinnützige ADAC Luftrettung dazu beiträgt, die Sicherheit und Notfallversorgung in unserer Region zu gewährleisten, davon konnte sich der Koblenzer SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Thorsten Rudolph vor kurzem ein genaues Bild machen: Im Rahmen seiner Sommer-Tour zum Schwerpunktthema „Sicherheit in unserer Region“ besuchte er die Station des Rettungshubschraubers „Christoph 23“ auf dem Gelände des Bundeswehrzentralkrankenhauses in Koblenz.
Im Mittelpunkt des rund zweistündigen Austauschs standen die Einsatzabläufe, das Versorgungsgebiet, die Zusammenarbeit mit dem Bundeswehrzentralkrankenhaus sowie die Herausforderungen bei Personalgewinnung und Ausbildung. Pilot Stefan Goldmann gewährte dem Bundestagsabgeordneten einen Einblick in die Technik der Maschine und in den Alltag der fliegenden Rettungskräfte. Deutlich wurde, wie präzise jeder Handgriff sitzen muss: Nach einer Alarmierung hebt „Christoph 23“ innerhalb kürzester Zeit ab, um Menschen in akuten Notlagen schnell medizinisch versorgen zu können. Trotz des Zeitdrucks muss die Crew aber penibel Sicherheitsroutinen einhalten, weil es sich bei dem Helikopter um ein sensibles Fluggerät handelt.
Goldmann erläuterte, dass das Team ein Gebiet im Radius von 70 Kilometern rund um Koblenz versorgt. Von der Station aus erreicht „Christoph 23“ das Deutsche Eck in rund drei und Bonn in etwa 15 Minuten. Der gelbe Hubschrauber leistet auf diese Weise seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur Notfallversorgung im nördlichen Rheinland-Pfalz.
„Eine leistungsfähige Luftrettung rettet Leben und ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Sicherheits- und Gesundheitsinfrastruktur. Gerade in einer Region wie dem nördlichen Rheinland-Pfalz mit ländlich geprägten Gebieten kommt ihr eine herausragende Bedeutung zu“, betonte Rudolph.
Besonders beeindruckt zeigte sich Rudolph von der engen und gut funktionierenden zivil-militärischen Zusammenarbeit am Standort Koblenz. Während die ADAC Luftrettung den Hubschrauber und die Piloten stellt, übernimmt das Bundeswehrzentralkrankenhaus das medizinische Personal – Notärztinnen und -ärzte sowie Notfallsanitäterinnen und -sanitäter. „Die Kooperation zwischen ADAC Luftrettung und Bundeswehrzentralkrankenhaus ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie unterschiedliche Partner ihre Kompetenzen zum Wohl der Bevölkerung bündeln“, so Rudolph.
Auch aktuelle gesundheitspolitische Vorhaben der Bundesregierung wurden bei dem Besuch angesprochen. Die Vertreter der ADAC Luftrettung schilderten ihre Meinung zu den geplanten Reformen im Gesundheitswesen. Sie wiesen darauf hin, dass nach ihrer Einschätzung die geplanten Reformen Auswirkungen auf die auskömmliche Finanzierung des Rettungsdienstes haben werden. Zudem verwiesen sie aber auch darauf, dass auch die Anforderungen der Kommunen an die Leistungserbringung Einfluss auf die Finanzierungssituation hätten.
„Es war spannend zu erfahren, wie genau die Luftrettung funktioniert. Die Organisation, Professionalität und Kompetenz der Mitarbeitenden haben mich besonders beeindruckt. Ich werde mich in Berlin auch weiterhin dafür einsetzen, dass eine flächendeckende Notfallversorgung sichergestellt, unser Gesundheitssystem zugleich aber auch effizienter wird und dauerhaft bezahlbar bleibt“, erklärte Dr. Thorsten Rudolph zum Abschluss.
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Bei der ADAC Luftrettung auf dem Gelände des Bundeswehrzentralkrankenhauses informierte sich Thorsten Rudolph über die Herausforderungen, die der Rettungseinsatz mit dem Hubschrauber mit sich bringt. Foto: Volker Schmidt