Ludwig Museum der Stadt Koblenz präsentiert:

Mel Ramos – My Age of POP

Ausstellung von Sonntag, 22. März, bis Sonntag, 17. Mai Mel Ramos kommt eigens aus San Francisco zur Eröffnung am Sonntag, 22. März, um 11 Uhr

17.03.2015 - 13:11

Koblenz. Mel Ramos (*1935) gilt als Legende der Pop-Art. In seinen künstlerischen Anfängen der frühen 1950er Jahre zeichnet Ramos malerisch beeinflusst von der Bay Area Figurative School, Alltagsszenen und realistische Genrefiguren. Bereits Ende der 1950er Jahre entdeckt er seine Faszination für Comichefte, malt Batman und Superman. „Der Kern meiner Arbeit ist, dass Kunst aus Kunst entsteht. Comichefte und Magazine sind für mich Kunst“ sagt Ramos und erklärt damit das, was die Kunstauffassung dieser Zeit als trivial empfindet, für „kunstwürdig“. 1963 nimmt Ramos an der Ausstellung „Pop Goes the East“ im Contemporary Art Museum in Houston teil und eröffnet 1964 seine erste Einzelausstellung in einer New Yorker Galerie. Hierbei etabliert sich Ramos als einer der Hauptvertreter der Pop Art neben namhaften Künstlern wie Andy Warhol und Roy Lichtenstein.


Mitte der 1970er Jahre beschäftigte sich Ramos mit der künstlerischen Darstellung von Pin-up-Girls und Darstellungen aus der Werbung, die sich der aufreizenden Weiblichkeit bedient. Ramos überspitzt, was in der amerikanischen Werbung der 1960er Jahre angelegt ist: Produkte durch erotisierende Darstellungen besser zu vermarkten, ganz nach dem Motto „Sex sells“. So zeigt er sich um Colaflaschen, Zigarettenpackungen oder auf Käsestücken räkelnde Pin-up-Girls, die fortan seine Bilder bestimmen.

In den 1970er Jahren kehrt er diesen Ansatz um, indem er Bildzitate berühmter Gemälde der Kunstgeschichte trivial darstellt. Er zitiert beispielsweise Édouard Manets Gemälde „Olympia“ von 1863 und zeigt die weibliche Aktfigur als nacktes Pin-up-Girl mit Bikinistreifen. „Ich stehle Ideen. Ich schäme mich nicht dafür. Ich gebe ihnen meine Signatur und das ist alles, was zählt“, äußert sich Ramos selbstbewusst. Anlässlich des 80. Geburtstages des Künstlers zeigt das Ludwig Museum einen umfangreichen Querschnitt seiner Druckgrafiken, sowie einige Gemälde und Skulpturen, die zu den bekanntesten Werken der Pop-Art zählen. Begleitend zur Ausstellung erscheint eine aktuelle Reportage des n-tv art Senders. Frau Prof. Dr. Reifenscheid, Direktorin des Ludwig Museums besuchte Mel Ramos mit einem Team von n-tv art und Moderator Wolfram Kons in seinem Studio in San Francisco.

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Kommentare
Antje:
Fast alle Testzeiten für Arbeitnehmer absolut nicht zu organisieren....

Nach 158 Jahren: MGV Oberlahnstein löst sich auf

juergen mueller:
Ja, so wird es RÜBENACH auch irgendwann ergehen. Kein Nachwuchs, weil durch neuzeitliches Denken Prioritäten anders gesetzt werden, was man in die alten Köpfe nicht hineinbekommt, die in einer Welt leben, die nicht mehr der Wirklichkeit entspricht, was man nicht wahrhaben will. NEUZEIT - etwas, was...
juergen mueller:
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