Politik | 27.10.2015

Stadtteilspaziergang mit dem Oberbürgermeister

Metternicher „Mitteldorf“ bietet Ruhe und Verkehrslärm

Oberbürgermeister Prof. Joachim Hoffmann-Götting (r.) mit Ratsmitglied Christian Altmaier beim Stadtteilspaziergang durch Metternich. privat

Koblenz-Metternich. Nachdem Oberbürgermeister Hofmann-Göttig (SPD) im Mai 2015 zum ersten Mal an den Stadtteilspaziergängen der SPD Metternich teilgenommen hatte, wollte er auch ein weiteres Mal wiederkommen, so- dass er nun der Einladung von Ratsmitglied Christian Altmaier gerne gefolgt war. Dieser hatte ob der kurzen Zeit ins „Mitteldorf“ geladen. Eigentlich besteht der zweitgrößte Stadtteil aus dem Ober- und dem Unterdorf, doch eigens für den OB wurde rund um das „Haus der offenen Tür“ ein Besuch organisiert. Im „HoT“ begann vor 50 Jahren das Herz des gemeinsamen Metternich zu schlagen. In kirchlicher Trägerschaft hat sich das Haus vom Kinder- und Jugendtreff zu einem Ort der Begegnung von jungen und alten Metternichern entwickelt, wie Leiterin Kerstin Wesely dem Stadtchef erklärte. Dieser wurde von rund 20 interessierten Bürgern begleitet.

Sodann wurde die Siedlung der Bundesanstalt für Immobilienaufgabe (BIMA) besichtigt, wo der Oberbürgermeister erläuterte, dass auch hier möglicherweise Flüchtlinge in leer stehenden Wohnungen untergebracht werden könnten. Hier habe der Bund der Stadt eine Liste möglicher Quartiere eingereicht, die nunmehr geprüft werde.

Entlang der Bahngleise spazierte die Gruppe zum Spielplatz „In der Weglänge“, um sich dort über den Anschluss der Nordtangente an die Winninger -und Rübenacher Straße informieren zu lassen. Der Leiter des Tiefbauamtes, Markus Gerhards, berichtete von dem Bauprojekt, dessen Spatenstich der OB mit Landesinfrastrukturminister Roger Lewentz, MdL (SPD), erst kürzlich vollzogen hatte. An die Rübenacher Straße wird es vom Bubenheimer Kreisel kommen nach aktueller Planung zwei Fahrspuren geben, die über eine Lichtsignalanlage links (Fahrtrichtung Trierer Straße) und rechts (nach Rübenach) die Verkehre verteilen werden. Geprüft wird derzeit noch, wie von der Rübenacher Straße auf die neue Entlastungsstraße für Metternich eingebogen werden kann. Fakt ist, dass der Rechtsabbieger von der Trierer Straße kommend in Zukunft entfällt und man dort zukünftig Richtung IKEA fährt. Wer auf die B416 nach Winningen will, wird dann einen Linksabbieger nutzen. Dabei wird auch auf die Verkehrssicherheit der Fußgänger geachtet, dies hatten Bürger gegenüber Ratsmitglied Altmaier im Vorfeld des Stadtteilspaziergangs eingefordert. Amtsleiter Gerhards sicherte zu, nicht nur zukünftig sondern auch schon kurzfristig die Situation zu entschärfen. Hierfür machte er vor Ort entsprechende Fotos und nahm den Arbeitsauftrag mit ins Rathaus. Wie final die Lichtsignalanlagen und somit sichere Überquerungsmöglichkeiten errichtet werden, wenn die Nordentlastung fertiggestellt ist, wird zu einem späteren Termin feststehen. Wie Nachverdichtung im Einzelfall aussehen kann, erlebten die Stadtteilspazierer auf dem ehemaligen Gelände der Spedition Froesch. Hier beklagte Altmaier, dass der Investor das Maximale an Baufenster herausgeholt hat. Der stellvertretende Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Bauordnung, Helmut Wittgens, erläutertem der Gruppe um den Stadtchef, dass im Stadtrechtsausschuss die Entscheidung gefällt wurde, wie hoch gebaut werden konnte. „Dort wurde dem Wunsch nach moderater Bebauung nicht stattgegeben“, beklagte Christian Altmaier, „nunmehr ist eng bebaut und maximal nachverdichtet worden.“ Dieser Fall solle ein Lehrbeispiel für andere Bereiche werden, wo ohne Bebauungsplan gebaut wird: „Als abschreckendes Beispiel wie man es besser nicht macht, sonst entstehen Ghettos der Zukunft.“ Wie es anders geht, zeige der Wohnpark „In der Weglänge“.

Nachdem auch die Kreuzungssituation am neuen EDEKA Goerzen besichtigt und die Möglichkeit der Errichtung einer Lichtsignalanlage auf Kosten des Investors Michael Fuchs, MdB (CDU) & Partner, dort erläutert worden war, waren die interessierten Bürger schnell am Sportplatz. Dort stellte der FC Germania Metternich den neuen Förderverein für den Kunstrasenplatz vor, der an dieser Stelle errichtet werden soll. Die Germanen werden sich nun mehr rapide bemühen, möglichst viel Eigenleistung zu erwirtschaften, um über den „Goldenen Plan“ in Zusammenarbeit mit der Stadt schnell den Wunsch nach einer modernen Sportstätte für ihre erfolgreichen Fußballmannschaften zu erreichen. Fördervereinsvorsitzender Claus-Michael Lommer verdeutlichte anhand von Fotos dem Oberbürgermeister eindrucksvoll, wie wichtig der Austausch des Hartplatzes mit dem gesundheitsgefährdenden Aschebelag in einen Kunstrasenplatz ist. Dem ersten Bürger der Stadt Koblenz gefiel der abwechslungsreiche zweite Stadtteilspaziergang in Metternich und bemerkte wie abwechslungsreich es sei: „Der Wechsel zwischen Ruheräumen und Verkehrslärm ist schon bemerkenswert.“ Er sicherte wie bei seinem ersten Besuch zu, „dass alle Fragen zentral durch die Stadtverwaltung beantwortet und die Antworten an den organisierenden Ratsherren zugesandt werden.“ Dieser dankte den Teilnehmenden für das Interesse und sicherte zu, dass es im 1. Quartal 2016 einen weiteren Stadtteilspaziergang mit dem Oberbürgermeister geben soll, der sich dann um die Probleme des echten Unterdorfs drehen wird.

Anregungen an die SPD Metternich können gerne via eMail gerichtet werden an vorstand@spd-metternich.de.

Pressemitteilung

SPD Metternich

Oberbürgermeister Prof. Joachim Hoffmann-Götting (r.) mit Ratsmitglied Christian Altmaier beim Stadtteilspaziergang durch Metternich. Foto: privat

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