Edition „Koblenz à la carte“
Mit Grußkarten ein Botschafter für Koblenz
Oberbürgermeister Hofmann-Göttig stellte die Bildpostkarte des Unternehmens Becker Hörakustik vor
Koblenz. Schon seit 1956 grüßt das Unternehmen, das zu der Zeit noch unter „Brillen- und Hörakustik-Becker“ firmierte, seine Kunden mit dafür eigens erstellten Bildpostkarten, die historische Motive von Koblenz zeigen. Und seit 1974 führt Brigitte Hilgert-Becker, die Tochter des Gründerehepaares, als Geschäftsführerin der eigenständigen Firma „Becker Hörakustik“ die Tradition ihrer Eltern mit einem guten Gespür für schöne, besondere oder seltene Motive fort. Erhielten zu Beginn noch „die Freunde unseres Hauses und die Freunde von Koblenz“ mit diesen Karten die besten Wünsche zum Jahreswechsel, so sendet Familie Becker (Brigitte Hilgert-Becker, ihre Tochter Eva Keil-Becker und ihr Sohn Dan Hilgert-Becker) sie heute als Geburtstagsgruß an Tausende Empfänger in Koblenz und Umgebung. Mit 17 Fachgeschäften im Großraum Koblenz hat das Familien-Unternehmen einen großen und breit gestreuten Kundenkreis.
Es sei nun schon Tradition, dass er immer wieder die Vorstellung der „Koblenz à la carte“-Jahres-Editionen übernehme, sagte Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, der bei der diesjährigen, auf 31.400 Stück limitierten Karte, auch den Rückseitentext ausformulierte.
Ihn überzeuge diese einmalig gute, langfristig angelegte, für Koblenz und die Region bedeutsame und mit hoher Originalität behaftete Aktion der Familie Becker. Sie trage dazu bei, die Stadt durch die jährlich wechselnden Motive immer wieder neu zu beleuchten. Hofmann-Göttig beeindruckte besonders, dass es Brigitte Hilgert-Becker häufig – wie auch in diesem Jahr wieder – gelungen sei, Motive ausfindig zu machen, die Neuigkeiten überbringen. Das Bildmotiv der diesjährigen 58. Karte ist das auf 1768 datierte Ölgemälde „Volksfest auf dem zugefrorenen Rhein“ des Landschaftsmalers Bernhard Gottfried Manskirsch. Gaukler und Weinausschank aus riesigen Fässern auf der geschlossenen Eisfläche – so wird der Rhein am Deutschen Eck wohl nie wieder erlebbar sein.
Das Original-Gemälde des 1736 in Bonn geborenen Malers, der wegen seiner naturgetreuen Arbeiten seinerzeit die Gunst des Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus gewann und so zu dessen Hofmaler ernannt wurde, befindet sich im Besitz des Mittelrhein-Museums. Das Büchlein mit dem Titel „Koblenz à la carte“, in dem die 50 Grußkarten-Motive der Firma Becker aus den Jahren 1956 bis 2005 zusammengefasst und mit kunsthistorischen Beschreibungen von Udo Liessem ergänzt worden sind, ist in ausgewählten Buchhandlungen und in den Fachgeschäften des Unternehmens erhältlich. Für den Folgeband wäre es also notwendig, dass Familie Becker die Grußkarten-Tradition zumindest bis zum Jahr 2055 fortführt. „Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers“, zitierte sinngemäß zu diesem Thema Brigitte Hilgert-Becker den Komponisten Gustav Mahler, dessen Ausspruch ihr gerade in Bezug auf die Kartenserie außerordentlich gut gefalle. So wollen sie nicht einfach nur fortsetzen, sondern versuchen, sich auch immer wieder zu verbessern. BSB
