Politik | 26.03.2026, 11:29 Uhr

Kritik an Bebauungsplan Wallersheim

Natur- und Umweltschutz fordert Alternativen zum Bebauungsplan in Wallersheim, Koblenz

Fläche von oben.
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In Wallersheim, Koblenz, lehnen Umweltverbände die geplante Abholzung eines Gehölzes für ein Nahversorgungszentrum und eine Sporthalle ab. Sie fordern die Prüfung alternativer Flächen, um Natur, Umwelt und das Stadtklima zu schützen.

Koblenz. In Wallersheim ist eine Abholzung eines ca. 1,1 ha großen Gehölzes für die Errichtung eines Nahversorgungszentrums und eine weitere Flächenversiegelung zum Erbau einer Sporthalle geplant.

Aus Sicht des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes lehnen wir eine Bebauung und damit die Zerstörung eines wertvollen Lebensraumes ab!

Das Gehölz ist die nahezu einzige größere verbliebene Grünfläche in weitem Umfeld stark versiegelter Ortsteile, wie Wallersheim und Neuendorf.

Für die in der Gehölzfläche lebenden Tierarten ist ein Ausweichen auf andere Lebensräume unmöglich, da diese durch Bebauungspläne in der jüngeren Vergangenheit zerstört wurden.

Die sich mit B-Plan 331 abzeichnenden Vorhaben würden wertvolle Freiflächen zerstören und einseitig zu Lasten von Natur, Umwelt und und dem bereits stark belasteten Koblenzer Stadtklimas gehen. In den letzten ca. 25 Jahren wurden sehr viele Flächen in Koblenz versiegelt und der Entwurf des neuen Flächennutzungsplanes sieht in großem Umfang neue Versiegelungen vor.

Umweltverbände fordern Prüfung von Alternativen und Schutz der Grünflächen

Es besteht keine zwingende Notwendigkeit die Gehölzfläche für ein Nahversorgungszentrum zu opfern und ebenso wenig für eine neue Sporthalle weitere Flächen zu versiegeln. Wir schlagen 5 alternative Flächen für die Errichtung des geplanten Nahversorgungszentrums mit viel geringeren, tlw. sogar positiven Auswirkungen auf Natur, Umwelt und Klima vor. Auch für den Neubau der Sporthalle werden alternative Lösungen dargelegt. Die Alternativvorschläge können Sie in der ausführlichen Stellungnahme auf der Website des BUND Koblenz einsehen.

Die Koblenzer Umwelt- und Naturschutzverbände fordern: 1. Die aufgezeigten Alternativen ernsthaft zu prüfen 2. Die oben benannten Freiflächen und Gehölze zu erhalten 3. Den Flächenverbrauch der Stadt Koblenz ist zu stoppen, oder drastisch auf ein Mindestmaß zu reduzieren

Stark gekürzte Fassung des offenen Briefes der Natur- und Umweltschutzverbände BUND Kreisgruppe Koblenz e.V., Grün[h]ecken e.V., NABU Koblenz und Umgebung e.V.

Fläche von oben. Foto: Stefan Schliebner

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