Keine Überbauung in Koblenz
Natur- und Umweltschutzverbände fordern Stopp der Überbauung in Koblenz-Wallersheim
aus Koblenz
Koblenz. Gemeinsame Stellungnahme der Natur- und Umweltschutzverbände in Koblenz
Keine Überbauung von 1,1 Hektar Gehölzfläche in Koblenz-Wallersheim – Verbände fordern ökologisch verträgliche Alternativen
Die Natur- und Umweltschutzverbände BUND für Umwelt- und Naturschutz Deutschland / Kreisgruppe Koblenz e.V., Grün[h]ecken e.V. und NABU Koblenz und Umgebung e.V. lehnen die aktuellen Planungen der Stadt Koblenz für ein neues Nahversorgungszentrum in Koblenz-Wallersheim ab. Diese sehen die Überbauung von rund 1,1 Hektar Gehölzfläche vor und gefährden damit wichtige stadtklimatische und auch ökologische Funktionen.
Stadtklimatische Bedenken
Die geplanten Überbauungen würden wertvolle Grünflächen und Gehölzbestände zerstören, die für das lokale Klima, die Luftqualität und die biologische Vielfalt essenziell sind. Besonders in dicht besiedelten Stadtteilen wie Wallersheim sind solche Flächen unverzichtbar, um Hitzeinseln zu reduzieren, Lärm zu dämmen und Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu erhalten.
Die Verbände weisen darauf hin, dass die aktuellen Planungen keine ausreichende Abwägung stadtklimatischer Belange erkennen lassen. Stattdessen gäbe es sechs Alternativstandorte, darunter der Wallersheimer Weg 75, die stadtklimatisch und ökologisch deutlich besser geeignet seien.
Offener Brief an die Stadt Koblenz
Die Verbände haben ihre Kritik in einem offenen Brief zusammengefasst, der auf der Website des BUND Kreisgruppe Koblenz veröffentlicht wurde. Darin fordern sie die Stadt auf,
• die Überbauung der Gehölzflächen zu stoppen,
• eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen,
• und die vorgeschlagenen Alternativstandorte ernsthaft zu prüfen.
Der Brief steht ab sofort auf der Website des BUND Koblenz zum Download bereit:
https://koblenz.bund-rlp.de/service/presse/
Forderungen an die Politik
Die unterzeichnenden Verbände rufen die Koblenzer Politik und Verwaltung auf,
• Nachhaltigkeit und Klimaschutz in städtische Planungen zu integrieren,
• Bürger:innen und Verbände frühzeitig in Planungsprozesse einzubinden,
• und Flächenversiegelung wo immer möglich zu vermeiden.
„Die Zerstörung von 1,1 Hektar Gehölzfläche ist ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Natur“, betont der BUND. „Es gibt bessere Lösungen – wir müssen sie nur nutzen.“
Kontakt für Rückfragen
BUND für Umwelt- und Naturschutz Deutschland / Kreisgruppe Koblenz e.V.
E-Mail: regionalbuero-koblenz@bund-rlp.de
Website: https://koblenz.bund-rlp.de/
Hintergrund
Die Verbände arbeiten seit Jahren eng zusammen, um den Schutz von Natur und Umwelt in Koblenz zu stärken. Gemeinsame Projekte umfassen die Förderung von Biodiversität, die Verbesserung des Stadtklimas und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für ökologische Themen.“
Keine Überbauung von 1,1 Hektar Gehölzfläche in Koblenz-Wallersheim – Verbände fordern ökologisch verträgliche Alternativen Foto: BUND Koblenz