Ministerin Eiling-Hütig und MdL Philip Rünz in Wallersheim
Politiker an der Grundschule: Chancen für alle fördern
aus Koblenz
Koblenz-Wallersheim. Was bewegt die Grundschule Wallersheim aktuell am meisten? Natürlich die Fußball-WM! Zumindest, wenn man die Schülerinnen und Schüler fragt. Und das haben die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig und der Koblenzer Landtagsabgeordnete Philip Rünz (beide CDU) bei ihrem Besuch in der Koblenzer Schule auch getan. Bei dem Gespräch mit Lehrkräfte-Team rund um Rektorin Nicole Adams ging es dann allerdings um Problemstellungen und deren Lösungen im Schulalltag - und um die Möglichkeiten, die das Startchancen-Programm bietet.
Bei einem Rundgang durch die Schule konnten sich Ministerin und Abgeordneter ein Bild von der engagierten Arbeit vor Ort machen und den Lehrerinnen und Lehrern bei ihrer täglichen Arbeit mit den Kindern über die Schulter schauen. „Unsere Schulen leisten jeden Tag Herausragendes“, betonte Philip Rünz. „Damit Integration und Inklusion gelingen, brauchen die Lehrkräfte die notwendige Unterstützung und ausreichend Fachleute an ihrer Seite.“ In diesem Zusammenhang wurde auch die wichtige Rolle von Integrations- und Unterstützungskräften für den erfolgreichen Schulalltag hervorgehoben.
Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste vom schuleigenen „Schildi-Kiosk“ (die Schildkröte ist das Maskottchen der Schule), ein national ausgezeichnetes Projekt. Dort erhalten Kinder Pakete mit gesundem Essen wie frischem Gemüse, Joghurt und belegten Broten, damit sie gestärkt am Unterricht teilnehmen können. Gleichzeitig werden Schulmaterialien zu sehr günstigen Preisen angeboten. So kostet beispielsweise ein Malkasten lediglich drei Euro und ist damit für alle Familien erschwinglich.
Möglich gemacht wird dieses Angebot unter anderem durch das Startchancen-Programm, an dem inzwischen mehrere Koblenzer Schulen teilnehmen. Das von Bund und Ländern gemeinsam finanzierte Programm unterstützt Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen. Ziel ist es, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft zu verbessern. Gefördert werden unter anderem moderne Lernumgebungen, zusätzliche pädagogische Angebote sowie Maßnahmen zur Stärkung der Basiskompetenzen.
Für Philip Rünz ist das Programm ein wichtiger Baustein für mehr Bildungsgerechtigkeit: „Der Bildungserfolg eines Kindes darf nicht vom Geldbeutel der Eltern oder der Postleitzahl abhängen. Das Startchancen-Programm zeigt ganz konkret, wie wir dort helfen können, wo Unterstützung am dringendsten gebraucht wird. Die Grundschule Wallersheim macht eindrucksvoll vor, wie zusätzliche Förderung direkt bei den Kindern ankommt.“
Ministerin Ute Eiling-Hütig lobte das Engagement der Schule und den Einsatz des Kollegiums. Der Besuch habe gezeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen, Schulträgern und Landespolitik sei, um Kindern die bestmöglichen Startbedingungen für ihren Bildungsweg zu ermöglichen.