Gelungenes Sommerfest im Dienst der Solwodi-Frauenhilfe in Koblenz - Förderverein kann mit Resonanz zufrieden sein
„Prostitution ist mit der Würde der Frau nicht vereinbar“
Koblenz. Premiere geglückt! Dieses Fazit können die Organisatoren des Fördervereins Solwodi ziehen, jener Einrichtung, die sich als Hilfs- und Menschenrechtsorganisation in Not geratener Frauen versteht und konkrete Hilfe leistet. Auf dem gepflegten Rasen neben der Sportschule Oberwerth war alles aufgeboten, was ein gelungenes Sommerfest ausmacht - freundliches Personal, reichlich Speisen und Getränke und nicht zuletzt musikalische Unterhaltung. Nicht zu vergessen angenehmes Sommerwetter, da hatten die Veranstalter Glück. So fühlten sich rund 150 Gäste sehr wohl beim Förderverein, die Stunden vergingen wie im Flug.
Einblicke in die Arbeit von Solwodi erhalten
So locker und ungezwungen das Sommerfest auch war, in kurzen Ansprachen wurden den Gästen Einblicke in die Arbeit von Solwodi gegeben und die Missstände thematisiert, unter denen zahlreiche Frauen leiden. Menschenhandel, Zwangsprostitution oder Zwangsheirat waren einige der Stichworte, die zur Sprache kamen. Prostitution sei mit der Würde des Menschen, mit der Würde der Frau nicht vereinbar. Das betonte Dr. Lea Ackermann, Gründerin von Solwodi, in ihrer Ansprache und forderte in Deutschland ein Verbot von sexuellen Dienstleistungen, um die skandalösen Zustände in vielen Bordellen zu beenden. Noch immer arbeiteten nach Schätzungen 90 Prozent der Prostituierten unter Zwang und zum Teil unmenschlichen Bedingungen. In Not geratene Frauen, ein bedauerliches Thema, jedoch weit weg von Koblenz - leider ist das nicht so, denn auch in Koblenz wurde ein Schutzhaus eingerichtet, in dem Frauen mit traumatischen Belastungsstörungen behandelt werden und vor ihren Peinigern geschützt sind. Das Koblenzer Schutzhaus ist eine von 15 Anlaufstellen, die Solwodi in Deutschland eingerichtet hat. Stark engagiert beim Sommerfest war auch die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Monika Hömberger. Auch sie geißelte Zwangprostitution als moderne Sklaverei, diese Form der Ausbeutung mache Gleichberechtigung unmöglich.
Finanzielle Unterstützung
Das Sommerfest war kein Selbstzweck, es soll einen Beitrag dazu leisten, die Arbeit von Solwodi finanziell unterstützen. Dr. Ingeborg Thümmel ist die Erste Vorsitzende des Fördervereins, der sich erst vor wenigen Monaten gegründet hat und seine unterstützende Aufgabe mit Elan angeht. Der Erlös des Festes kommt der Solwodi-Arbeit zugute, und wer im Förderverein mitarbeiten will, ist willkommen. Am ersten Mittwoch im Monat treffen sich Mitglieder um 18 Uhr im Gemeindezentrum St. Franziskus im Stadtteil Goldgrube. Finanzielle Hilfe von außen wird mit großer Dankbarkeit aufgenommen, und so war die Freude entsprechend, als Agnes Dunkel von der Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz einen Scheck über 2500 Euro überreichte.
Zu den erfreulichen Inhalten des Sommerfestes gehörte das Unterhaltungsprogramm, die jungen Sängerinnen und Sänger von der Karthause, die Maxi Singers, gaben dem Fest mit ihrem erfrischenden Gesang eine heitere Note. Der beliebte Sinti-Musiker Django Reinhardt ist mit einem Sinti-Projekt in Koblenz in der Koblenzer Sozialarbeit verwurzelt und mit einem gemeinsamen Projekt Solwodi sehr eng verbunden. Immer wieder gern gehört sind seine auf hohem Niveau stehenden Elvis-Interpretationen, von denen er einige zu Gehör brachte. Besondere Gäste waren Faith und Elisabath aus dem fernen Kenia. Sie absolvieren, mit Unterstützung des Fußballverbands Rheinland, einen Trainerlehrgang in der Sportschule Oberwerth. Nach Abschluss dieses Lehrgangs werden sie noch besser ihre Aufgabe wahrnehmen können, nämlich junge Frauen, die unverschuldet in Not geraten sind, fußballerisch fit zu machen und mithilfe des Sports ihr ramponiertes Selbstvertrauen zu kitten. Auch in Mombasa hilft also Solwodi.
Die Maxi Singers von der Karthause sorgten für musikalische Unterhaltung.
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