Politik | 15.09.2026, 16:56 Uhr

Radverkehr Balduinbrücke

Radverkehr auf der Balduinbrücke könnte einfach optimiert werden ohne hohe Mehrkosten zu verursachen

Christian Altmaier an der Rampe „Am Wolfstor“
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KOBLENZ. Die Debatte um den Verkehrsversuch auf der Balduinbrücke mit Kreisverkehrsplatz an der Burgstraße wird um eine weitere Facette reicher. Denn Ratsmitglied Christian Altamier (FREIE WÄHLER) hatte bei Oberbürgermeister David Langner (SPD) angeregt, die Rampe „Am Wolfstor“ wieder für den Radverkehr zu öffnen. Doch die Stadt bleibt stur und lehnt die Anregungen rundweg ab.

Denn das radelnde Ratsmitglied hatte empfohlen, durch Zusatzbeschilderung „Radverkehr frei“ (Zusatzzeichen 1022-10) die Rampe zu öffnen, ohne den Vorrang für Fußgänger aufzuheben. Derzeit ist die Rampe „Am Wolfstor“ mit dem Zeichen 254 (Verbot für Radfahrer) für Radfahrer gesperrt.

„Allerdings zeigen meine Beobachtungen, dass die Rampe ohnehin sehr selten zeitgleich von Fußgängern und Radfahrern benutzt wird, aber dieser Weg gerade für Personen auf dem Velo eine einfache Möglichkeit wäre das Moselufer und die Altstadt zu erreichen. Die lustigen Versuchsideen wären durch meinen Vorschlag überflüssig“, kommentiert Christian Altmaier die Antwort der Stadtverwaltung. Auch seine Idee durch das Anbringen von Verkehrsspiegeln die Übersicht für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern wurde negativ beschieden. „Mit gesundem Menschenverstand kann die Rampe für alle Beteiligten funktionieren“, zeigt sich Altmaier zuversichtlich. Die Verwaltung beschreibt den Zustand mit den 90-Grad-Kurven und führt eine fehlende Geländerhöhe mit Absturzsicherung an. „Allerdings ist hier breites, festes Mauerwerk zum Peter-Altmeier-Ufer mit mächtiger Brüstung - da fliegt selbst der simpelste Bruchpilot nicht vom Rad hinunter!“

„Anstatt nach einer einfachen Lösung zu suchen, zwängt die Verwaltung den Bürgern nun ihren Willen auf: Radfahrer stadtauswärts auf die Fahrbahn der Balduinbrücke Richtung Lützel, keine einfache Lösung mit einem Abzweig über „Am Wolfstor“, dafür aber ein Kreisverkehrsplatz mit allen negativen Auswirkungen auf den fließenden Verkehr,“ beklagt das langjährige Ratsmitglied die Antwort des Stadtchefs, „als ob die Stadt finanziell noch auf Rosen gebettet wäre, gibt man Hunderttausende Euro aus und belastet zudem den Stadtverkehr und die Linienbusse. Wann lernt David Langner endlich dazu?“

Gegen den Verkehrsversuch, der von der Verwaltung vermutlich nicht zuletzt auf Druck der FREIE WÄHLER-Ratsfraktion verschoben worden ist, läuft derzeit auch eine Online-Petition, die bereits von über 1000 Menschen unterzeichnet wurden.

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Christian Altmaier an der Rampe „Am Wolfstor“ Foto: Christian Altmaier

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