Die Stadt Köln plant, Spielplätze umzubenennen - wie stehen die Kommunen in der Region dazu?
Region: Sollen Spielplätze umbenannt werden?
Region. Eine sehr spezielle Frage erhitzt derzeit die Gemüter: Wird in Köln die Bezeichnung „Spielplatz“ durch den neuen Begriff „Spiel- und Aktionsfläche“ ersetzt? Hintergrund ist eine Entscheidung der Stadtverwaltung Köln, die den bisherigen Begriff als nicht mehr zeitgemäß und zu einengend bewertet. Die Umbenennung soll dem erweiterten Inklusionsgedanken Rechnung tragen und den unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebensrealitäten von Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen besser gerecht werden. Im Zuge dessen plane die Stadt, mehr als 700 Schilder im gesamten Stadtgebiet schrittweise zu erneuern und durch ein neues, altersübergreifend gestaltetes Design zu ersetzen. Ist die Stadt Köln Vorreiter oder passt das neue Konzept doch nicht so richtig?
Was sagt das BLICK aktuell-Land?
BLICK aktuell hat die Kommunen in der Region gefragt: Ist eine Umbenennung der Spielplätze auch hier geplant? Die Antwort fällt einhellig aus: Weder in Koblenz, Andernach, Sinzig, Mayen, Neuwied oder Bad Neuenahr-Ahrweiler ist eine Umbenennung vorgesehen. Grundsätzlich möchte man sich nicht in die Entscheidung anderer Städte einmischen, wie es auf Rückfrage von BLICK aktuell unisono heißt. Bemerkenswert ist allerdings die Antwort aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Hier heißt es, dass es der Stadt Köln scheinbar sehr gehen müsse, um sich um solche Angelegenheiten kümmern zu können. Vor Ort sei man mit wichtigeren Dingen wie dem Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe von vor vier Jahren beschäftigt. In Sinzig betont man, dass die Stadtverwaltung in „Spielplätze“ und kombinierte „Spiel- und Bolzplätze“ unterscheide. Diese Begriffe seien bei Eltern und Kindern gebräuchlich - einen Grund, die Plätze umzubenennen, gäbe es demnach nicht. ROB
Spielplatz in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Foto: ROB