Allgemeine Berichte | 17.03.2026, 17:33 Uhr

Dokumentationszentrum Sinti und Roma

Regionale Entwicklung für Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz bis 2030

Mitglieder des Landesrates für Sinti und Roma Rheinland-Pfalz, des Kuratoriums und Gäste

Der Landesrat Deutscher Sinti und Roma Rheinland-Pfalz stellte seine Fortschritte und Zukunftsvisionen vor. Im Fokus stehen Kultur- und Bildungsprojekte, institutionelle Vernetzung und die Perspektive eines Dokumentationszentrums in Koblenz zur Stärkung des Engagements gegen Antiziganismus.

Rheinland-Pfalz. In der jüngsten Kuratoriumssitzung für ein regionales Dokumentations- und Kulturzentrum für Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz begrüßten Margit Theis-Scholz und Edmund Elsen als Vorsitzende die Mitglieder des Kuratoriums, des Landesrates und zahlreiche Gäste.

Sie stellten die Entwicklungen der Jahre 2022 bis 2026 sowie zentrale Zukunftsziele vor.

In den vergangenen Jahren konnten sichtbare Aktivitäten in der Erinnerungskultur umgesetzt, erste institutionelle Strukturen und die Zusammenarbeit mit dem rheinland-pfälzischen Antiziganismusbeauftragten aufgebaut sowie die politische sowie gesellschaftliche Präsenz gestärkt werden.

Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf Kultur- und Bildungsprojekten sowie auf der stärkeren Vernetzung mit Politik, Kommunen und Fachinstitutionen. Im Tätigkeitsbericht des Landesrates wurde das Ziel verdeutlicht, das Wissen über Geschichte, Kultur und Gegenwart der Sinti und Roma stärker in Bildungseinrichtungen, in der Öffentlichkeit sowie im politischen Raum zu verankern. Die beiden bisherigen Ausstellungsprojekte „Vom Holocaust auf die Weltbühne“ und „Unerzählte Lebensgeschichten“ tragen als mögliche Wanderausstellungen dazu bei.

Für die kommenden Jahre verfolgt der Landesrat eine klare strategische Ausrichtung. Dazu gehören eine noch größere gesellschaftliche Sichtbarkeit, der Ausbau der Zusammenarbeit mit Fachexpertinnen und -experten sowie eine stärkere Institutionalisierung der bisherigen Arbeit. Diese Schritte sollen langfristig stabile Strukturen für Engagement, regionale Forschung und Bildung schaffen.

Vision 2030: Perspektive für ein zentrales Dokumentationszentrum in Koblenz

Langfristig verfolgt der Landesrat die Perspektive eines Dokumentationszentrums in Koblenz. Im Rahmen der Vision 2030 soll ein regionales Zentrum zur Geschichte und Kultur der Sinti und Roma entstehen, das zugleich als Kompetenzzentrum gegen Antiziganismus für Politik, Bildung und Zivilgesellschaft wirkt.

Mitglieder des Landesrates für Sinti und Roma Rheinland-Pfalz, des Kuratoriums und Gäste Foto: Hartmut Klein

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