Rundgänge durch das Krematorium und Spaziergänge über den Bezirksfriedhof
„Spazieren und Informieren“
Koblenz-Metternich. Urnen-Wahlgräber, Kissenstein, Naturwiese, Grabpflege oder auch Kosten, viele Fragen und viele Antworten kamen beim diesjährigen Informationstag im Krematorium. Der Besucherzuspruch konnte wieder als gut bezeichnet werden, denn viele Menschen interessierten sich für den Ablauf in einem Krematorium. Die Zahl der Einäscherungen steigt ständig und da sind es dann doch viele die sich mit diesem Thema beschäftigen und mehr wissen wollten. Und der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen der Stadt Koblenz öffnet dazu einmal im Jahr die Türen des Krematoriums und gibt Einblicke in das komplette Geschehen und beantwortet sach- und fachgerecht alle Fragen um das Thema Bestattung. So sagte auch Rüdiger Dittmar, Leiter des Amtes, das ihm die Seriosität sehr am Herzen läge und man Garant dafür sei, das alle rechtlichen Bestimmungen eingehalten werden und man absolute Transparenz zeigen möchten. An diesem Tag waren neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes auch Baudezernent Martin Prümm und auch Projektleiter Andreas Drechsler anwesend und beantworteten ebenfalls gerne Fragen der Besucher. In diesem Jahr wurde ein neues Motto überlegt und unter der Überschrift „Spazieren und Informieren“ ging man auch mit den Gästen vor die Türen des Krematoriums. Nach einem Rundgang im Innern ging es weiter zu einem geführten Spaziergang über den parkähnlich angelegten Bezirksfriedhof Metternich.
Die verschiedenen Möglichkeiten einer Bestattung und auch die Ansichten der Gräber brachten ein Komplettangebot zur Ansicht. Hier sah man dann auch den Kissenstein, Urnen-Wahlgräber für Partner und auch die Naturwiese, es wurden vielseitige Möglichkeiten aufgezeigt. "Wir überlassen aber alle Entscheidungen dem Kunden", so Petra Busch vom Eigenbetrieb in einem separaten Rundgang mit dem Reporter. Die Menschlichkeit liegt ihr dabei sehr am Herzen, das spürte man sehr genau. Beratend zur Seite stehen und eine fachliche Auskunft mit der Transparenz aller Kosten, so informierte sie eingehend und keine Frage blieb unbeantwortet. Dieser Friedhof mit einer Größe von sieben Hektar wurde in den 70er-Jahren angelegt und ist somit die größte Grünanlage von Metternich. "Unterschiedliche Möglichkeiten und eine große Palette der Bestattungsformen und Beisetzungsmöglichkeiten möchten wir so den Interessierten vorstellen", betonte Rüdiger Dittmar im Gespräch. Weiter sprach er auch von der Planung einer Baumbestattung auf dem Bezirksfriedhof in Metternich, die bisher nur auf dem Hauptfriedhof angeboten wird. Doch wann eine Umsetzung erfolgen könnten ist noch völlig unklar und ist zum Abschluss dann auch eine wirtschaftliche Entscheidung. Die Rundgänge legten alles offen, von der Anlieferung über die Kühlzellen bis hin zu einem Blick in die Verbrennungsräume, nichts blieb hier verschlossen. Und wenn man weiß, das diesem Krematorium erst vor Kurzem das Gütesiegel „Kontrolliertes Krematorium“ verliehen wurde, dann weiß man auch um den pietätvollen Umgang mit den Verstorbenen, über die guten Serviceleistungen für Angehörige und Bestatter bis hin zur Einhaltung entsprechender Umweltschutzstandards beim Betrieb der Anlage des Krematoriums. Und so gingen auch dieses Mal wieder die Besucher mit einem guten neuen Gefühl der Aufklärung und einem anderen Verständnis über den Ablauf in und um das Krematorium nach Hause.
Keine Tür blieb unverschlossen, selbst das Innere der Verbrennungsräume konnte eingesehen werden.
