Grausige Schreie und gruselige Gestalten halten durch Koblenz, doch Tausende hatten Spaß dabei
Stadtwald wurde zum „Haunted Forest“
Koblenz. MyPlace in Koblenz als Veranstalter hatten nicht zu viel versprochen, als sie sagten, es wird das größte Halloween-Spektakel der Region. Mit Unterstützung des THW, des DRK und vielen anderen hatte das Team um Diplom Pädagogin Natalie lo Cicero zusammen mit über 200 Helfern eine Veranstaltung vom Allerbesten in den Stadtwald gebracht. Mehr als 2.000 Besucher ließen sich dieses einmalige und großartige Spektakel nicht entgehen. Der Kühkopf platzte förmlich aus allen Nähten und furchterregende Gestalten überfluteten das Gelände. Schon am Eingangsbereich begann der verwunschene Geisterwald. Locker schlenderten die Besucher über den „Halloween-Markt“, um sich hier entweder einige Särge anzusehen, ausgefallene Dinge zum Thema zu kaufen, beim Dosenwerfen mitzumachen, am „Wheel of Fortune“ zu drehen, sich schminken zu lassen oder sich am Lagerfeuer ein Stockbrot zu grillen.
Schlange stehen für die Grusteltour
Die im Vorfeld fast 500 geschnitzten Kürbisköpfe erleuchteten währenddessen das Veranstaltungsgelände. Schlange stehen beim Kartenverkauf für die Grusel-Touren durch den Wald war angesagt, denn die wollte keiner verpassen. Und dann plötzlich kommt ein DRK-Wagen mit Blaulicht den Berg hinauf, hält mitten im Geschehen und heraus springen dann schaurige Gestalten, die ihre Kettensägen anschmeißen und umherbrüllen. Der erste Schauer läuft den Besuchern den Rücken hinunter. Und so ging es dann weiter in die Nacht hinein, denn endlich öffneten die Türen zum Einlass der Touren. Bei der „Scary-Tour“ hieß es aber „Vorsicht“ zunächst sollte jeder die Warnhinweise mit den sieben Totenköpfen genau studiert haben: "Keine Hunde! Den Weg nicht verlassen! Rauchen verboten! Taschenlampen und Handys ausschalten!" Auch sollten Epileptiker und Herzleidende den Weg meiden. Die Schauspieler durften ebenfalls nicht angefasst werden, was auch nicht so einfach gewesen wäre, kamen diese doch aus dem Dunkel gesprungen und gruselten die Tour-Teilnehmer so richtig kräftig.
Ein Jemand aus dem Nichts
Manch Besucher bekam schon manchmal einen richtig dicken Schreck, wenn da plötzlich jemand aus dem Nichts neben ihm stand und grausige Geräusche von sich gab. Da war dann die Station mit dem Fegefeuer schon wesentlich abenteuerlicher aber nicht weniger gruselig. Hier waren die Jungs und Mädels einer Musical-Gruppe „Rise Up“ mit perfekt-schauspielerischer Kunst am Werke. Nahe genug am vernebelten und toll illuminierten „Feuer“ war es sehr schaurig. Die „Halbtoten“ umschwirrten die Gäste und brachten diese in eine herrliche Verwunderung. Ja, genau so stellte sich wohl jeder das Gruseln im Stadtwald mit Zombies, Hexen und Dämonen vor.
Erstklassige Kostümierung
Erstklassige Kostümierung ließen die Zuschauer vor Begeisterung aufschreien – toll gemacht und nu n befanden sich die Besucher doch im tiefen verwunschenen Wald. Die Schreie der begeisterten Besucher waren bis nach oben an den Einlass zu hören und die Menschen auf dem Gelände bekamen Gänsehaut pur – zu echt waren die Düfte, die Lichtspiele und natürlich die Geräusche im Wald. Da war die „Spooky-Tour“, extra für Kinder und „ängstliche“ Erwachsenen, ja fast eine Wohltat. Zwar hieß es auch hier stellenweise durch Knöchel hohen Schlamm wandern, doch die Touren wurden von einem netten verkleideten Guide begleitet, niemand wurde dabei einfach aus dem Wald heraus angebrüllt, sondern es wurde bei Station an den einzelnen Aufbauten angehalten. Auch hier Lichtinszenierungen und sogar Luft wurde über einen Ventilator auf die Besuchergruppen geblasen – schaurig-schön also. Der „Gruselwald“ stand unter dem Motto „Märchen“ und war dem auch passend ausgestattet. Mara Hansen, als „Rapunzel“ ließ auf Kommando ihr Haar, was durch den halben Wald hing herunter und sendete zum Abschluss ihrer Geschichte noch schnell eine SMS ab. Auch hier, wie auf der gesamten „Spooky-Tour“, wurden super tolle schauspielerische Leistungen geboten, die Lust auf mehr und vor allen Dingen sehr viel Spaß machten. Insgesamt ein grandioses Fest – außergewöhnlich, wunderbar, erlebnisreich, einfach „grausam“ schön. Auch die Besucher selbst in ihren eigenen Maskierungen sorgten zudem für eine ganz eigenartige, gespenstische Welt. MyPlace hat damit eine Höchstmarke in Sachen Halloween-Veranstaltungen in der Region gesetzt – grandios für alle Nervenkostüme geeignet. „Es lebe der Haunted-Forest – Thank you. We come back next year”.
