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Soziales Engagement wurde im Rathaussaal in Koblenz geehrt

„Susi-Hermans-Preis“ feierte Premiere

Ina Krause und Bernhard Peitz erhielten den Preis

24.10.2014 - 08:35

Koblenz. Zum ersten Mal wurde der „Susi-Hermans-Preis“ für soziales Engagement verliehen. Als erste Preisträger durften sich darüber freuen Ina Krause und Bernhard Peitz. Der mit 500 Euro dotierte Preis wurde ins Leben gerufen durch die Familie von Susi Hermans, der im Jahr 2013 im Alter von 94 Jahren verstorbenen Ehrenvorsitzenden des Sozialdienstes katholischer Frauen Koblenz e.V. (SkF). Finanziert wird der Preis aus den Erträgen ihres, in eine Stiftung geflossenen Vermögens.


Spannung bis zum Schluss


Der SkF, der den Preis verlieh, hielt die Spannung über die Identität der Preisträger fast bis zum Ende der feierlichen Zeremonie im historischen Rathaussaal in Koblenz aufrecht. In den Grußworten der SkF-Vorsitzenden Margret Schneider, der Koblenzer Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein als Schirmherrin und des Kreisbeigeordneten des Landkreises Mayen-Koblenz, Rudi Zenz, wurde zunächst das Lebenswerk der ehemaligen CDU-Politikerin Susi Hermans gewürdigt - sie gehörte mehr als 30 Jahre lang dem rheinland-pfälzischen Landtag an und wird als eine der bedeutendsten Sozialpolitikerinnen des Landes „gehandelt“.


Kampf für sozial Benachteiligte


Der SkF, dessen Vorsitzende Susi Hermans mehr als 20 Jahre lang war, fühle sich geehrt, das geistige Erbe dieser mit hohen Ehrungen ausgezeichneten Frau durch die Verleihung des Preises weiter leben zu lassen. Über viele Jahre ihres Lebens, bis ins hohe Alter hinein, habe Hermans leidenschaftlich und beharrlich für sozial Benachteiligte gekämpft, würdigte Schneider deren Engagement. „Wir versuchen, den SkF in ihrem Sinne weiterzuführen“, versicherte sie. Auch die Bürgermeisterin lobte Hermans als eine großartige, menschliche Frau, eine engagierte Politikerin, die zu den herausragenden Persönlichkeiten der Stadt zähle. Ihr Auftrag sei es gewesen, in Ausübung zahlreicher Ehrenämter zeitlebens für andere da zu sein. Mit dem Preis habe die Familie ein Zeichen gesetzt, so Hammes-Rosenstein. Er rücke jene Menschen in den Vordergrund, die eine für das Allgemeinwohl unverzichtbare Aufgabe wahrnehmen, die die christliche Nächstenliebe und Fürsorge mit Leben füllen. Der Preis, so sah es auch Zenz, sei geschaffen dafür, danke zu sagen für große Taten, nicht für große Worte. Sich für andere einzusetzen, gehöre zur christlichen Werteordnung. Wer es bisher nicht getan habe, solle gleich morgen damit anfangen. Ganz selbstverständlich brächten viele Ehrenamtler, wie eben auch die beiden Geehrten, einen großen Teil ihrer Freizeit zum Wohl der anderen auf. Sie nähmen das Heft selbst in die Hand und packten an, sagte der Beigeordnete. Dafür, dass sie das so sehr im Stillen und dennoch mit größter Selbstverständlichkeit tun, erhielten Ina Krause und Bernhard Peitz nun diesen Preis.

Die Wahl aus den insgesamt 13 eingegangenen Vorschlägen habe sich das SkF-Auswahlgremium nicht leicht gemacht. Letztlich sei sie aber auf diese beiden Menschen gefallen, weil sie ihr Amt so sehr uneigennützig verrichten, fast schon auf gemeinnützige Art und Weise, erklärte SkF-Geschäftsführerin Daniela Veith in ihrer Laudatio.


Der Gute Geist des Hauses


Ina Krause leistet ihren ehrenamtlichen Dienst im Seniorenpflegeheim Bodelschwingh. Täglich komme sie ins Haus, kaufe für die Bewohner ein, kümmere sich in vielfältiger Weise um sie, auch um die Demenzkranken. Sie sei sozusagen der Gute Geist des Hauses. Den Bewohnern gebe sie das Gefühl, in dieser Einrichtung zu Hause zu sein.


Ein ehrenamtlicher Hausmeister


Der in Andernach lebende Bernhard Peitz ist seit mehr als zehn Jahren ehrenamtlicher Hausmeister in der Pfarrei St.Peter. Zudem ist er mit eigenem Auto samt Anhänger nahezu ohne Aufwandsentschädigung seit drei Jahren als Ausfahrer für die Andernacher „Tafel“ im Einsatz und engagiert sich in der Flüchtlingshilfe an seinem Wohnort.

„Für uns sind beide die wahren Helden des Alltags“, erklärte Veith vor der Beglückwünschung und der Übergabe der Urkunden. Berti Hahns Idee, die Vorschlagenden mit Einladungskarten für sein Festungsvarieté zu beschenken, ist vielleicht ein zusätzlicher Ansporn für andere Mitmenschen, solche Helden des Alltags auch im nächsten Jahr für den Preis vorzuschlagen. Mit viel Begeisterung aufgenommen wurden die Darbietungen des Jugendkammerchors der Liebfrauenkirche unter Leitung von Manfred Faig, die dem feierlichen Anlass eine passende Umrahmung gaben. Sogar eine Zugabe wurde erklatscht. Bei dem gemütlichen Beisammensein im Anschluss der Veranstaltung gab es von allen Seiten Gratulationen für die Geehrten und einen regen Erinnerungsaustausch an Susi Hermans.


Der „Susi-Hermans-Preis“


Der SkF ist ein Frauen- und Fachverband in der katholischen Kirche, der sich der Hilfe für Kinder, Jugendliche, Frauen und ihre Familien in besonderen Lebenslagen widmet. Der SkF zeichnet Personen aus Koblenz und Umgebung mit dem von der Familie der verstorbenen Ehrenvorsitzenden Susanne Hermans gestifteten „Susi-Hermans-Preis“ für soziales Engagement“ aus. Mit der Verleihung dieses Preises will der SkF Koblenz im Sinne der Verstorbenen die oft versteckte ehrenamtliche Arbeit vieler Menschen angemessen würdigen. In jedem Jahr wird eine Person geehrt, die sich in besonderer Weise für die Belange von Menschen‚ die Unterstützung benötigen, eingesetzt hat. Geehrt wird zum Beispiel die Nachbarin, die für zwei Stunden die Woche die Zwillinge hütet, sodass die alleinerziehende Mutter einkaufen gehen kann oder ehrenamtlich Tätige im Hospiz, die sich Zeit zum Zuhören für Sterbende nehmen. Ihnen allen ist gemeinsam, dass Ihr ehrenamtliches Tun still und leise und nicht in der Öffentlichkeit passiert. Wer so eine Person kennt und vorschlagen möchte, meldet sich bitte bis 31. Juli bei Frau Veith beim Sozialdienst katholischer Frauen Koblenz e.V., Kurfürstenstr. 87, 56068 Koblenz oder unter info@skf-koblenz.de

BSB

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Kommentare
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
S. Schmidt:
Das ganze Geschäftsmodell um einen „unnatürlichen“ Klimawandel beruht auf Modellberechnungen und den Verlautbarungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Nun hat die „University of Michigan“ in einer Pressemeldung vom 30.04.2020 die Katze aus dem Sack gelassen: Etliche der IPCC-Klimamodelle prognostizieren eine unrealistisch hohe Erwärmung für die Zukunft! Wie die „Berechnungen“ für die zu erwartenden „Corona-Opfer“ (es wurden bis zu 560.000 Tote prognostiziert), vollkommen falsch!
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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