Politik | 21.04.2015

500 Freihandelskritiker in Koblenz

"TTIP stoppen!"

Globaler Aktionstag setzte ein Ausrufezeichen vor der neuen Geheimverhandlungsrunde

Rund 500 Menschen beteiligten sich an der Demonstration der TTIP-Gegner in Koblenz. privat

Koblenz. „Auch Petrus ist ein TTIP-Gegner“, so einer der Organisatoren der Demo gegen TTIP am vergangenen Samstagnachmittag in Koblenz. Fast 500 Menschen, deutlich mehr als angekündigt, waren bei strahlendem Sonnenschein gekommen, um ihre Kritik gegen die weitgehend geheimen Verhandlungen der EU mit den USA auszudrücken. Auch die anstehenden Freihandelsverträge CETA mit Kanada und das Dienstleistungsabkommen TISA wurden in mehreren Reden heftig kritisiert. Intransparenz, Abbau von Umwelt- und Verbraucherschutzstandards, Nachteile für den Arbeitsmarkt und Gefahren für unsere Demokratie wurden dabei immer wieder thematisiert. Den ganzen Tag über waren an elf Infoständen des breiten Aktionsbündnisses von Umwelt- und Sozialverbänden, Gewerkschaft, Kirchen- und Jugendgruppen, unterstützt von einzelnen Parteien, in der Innenstadt Unterschriften gegen TTIP und CETA gesammelt worden, begleitet von kreativen Straßenaktionen. Europaweit sind bereits 1,6 Millionen Ablehnungen gesammelt. Am Nachmittag zogen die Menschen vom Löhrrondell, über den Zentralplatz und den Plan durch die Altstadt auf den Jesuitenplatz - friedlich, bunt und fest entschlossen, die Verträge zu verhindern. Die Redner Egbert Bialk (Vorsitzender BUND Koblenz, Mitglied des BUND Landesvorstand RLP), Florian Lamour (Gruppenkoordinator von Greenpeace Koblenz), Gabriele Hofmann (Attac Koblenz), Gabi Weber (Mitglied des Bundestages, Geschäftsführerin DGB Region Koblenz, Mitglied im Verwaltungsausschuss der Verbraucherzentrale RLP) und Dominic Kloos (Ökumenisches Netz Rhein- Mosel-Saar) führten noch einmal aus, welche Bedrohungen von den geplanten Freihandelsabkommen ausgehen. Das Publikum antwortete regelmäßig mit dem Ausruf „TTIP stoppen!“. Zusätzlich machten sie darauf aufmerksam, dass die Bevölkerung den eigenen Gestaltungsraum sehr viel engagierter selbst ausfüllen muss, indem sie sich unabhängig über gesellschaftliche Geschehnisse informiert und eigene Rechte verstärkt wahrnimmt. Auch in Mainz und Landau gab es ähnlich erfolgreiche Kundgebungen. Bundesweit waren rund 50.000 Menschen gegen TTIP auf der Straße. In 750 Städten weltweit gab es Aktionen, auch in den USA. „Die Politiker bekommen mehr und mehr ein Legitimationsproblem mit ihren geheimen Freihandelsverhandlungen“, so sind sich die Demo-Organisatoren sicher. Bis zum Herbst sind weitere Großaktionen geplant. Pressemitteilung

Aktionsbündnis TTIP Koblenz

Rund 500 Menschen beteiligten sich an der Demonstration der TTIP-Gegner in Koblenz. Foto: privat

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