Lokalsport | 13.03.2013

TuS Koblenz

Trotz finanzieller Probleme überwiegt der Optimismus

Viel Applaus für das Entgegenkommen der Stadt Koblenz

TuS-Präsident Werner Hecker verabschiedete Joachim Benner (l.) mit kleinen Präsenten. uko

Koblenz. Im Dezember hatte Werner Hecker, Präsident der TuS Koblenz, aus gesundheitlichen Gründen an der Mitgliederversammlung nicht teilnehmen können. Beim jüngsten außerordentlichen Mitgliedertreffen in Oberlahnstein erstattete er einen ausführlichen Bericht über das Vereinsgeschehen. An der 2012 geänderten Beitragsordnung hat es nach Auskunft des Präsident Kritik in nur geringem Umfang gegeben, und es gab auch keinen Austritt, der mit der Erhöhung begründet worden wäre.

Ein voller Erfolg sei das Trainingslager der ersten Mannschaft in der Winterpause in der Türkei gewesen, das, so Hecker, merklich zum Teambuilding beigetragen habe. Nicht von ungefähr habe es den Paukenschlag mit dem Sieg bei der Spitzenmannschaft der Regionalliga Südwest, KSV Hessen Kassel gegeben. Sorgen bereitet hingegen weiter die finanzielle Lage. Nach dem „martialischen Spardiktat“ in der Saison 11/12, als die Sicherung der Existenz im Fokus gestanden hatte, sei der Verein, in den gebotenen Grenzen, danach wirtschaftlich etwas offensiver geworden.

Der Start in die Saison 12/13 mit einer Etatlücke sei alternativlos gewesen, und es sei alles unternommen worden, um eine Verbesserung der finanziellen Lage zu erreichen. So wurden die Bemühungen im Sponsoring belohnt, es gab hier Erfolge zu verzeichnen.

Lage noch schwierig

Nach wie vor sei die Lage durch Verbindlichkeiten aus der Vergangenheit jedoch schwierig und Hecker verwies auf Gespräche mit Gläubigern. Der Präsident appellierte an die Mitglieder, der TuS „mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln“ zu helfen, sowohl in der Werbung von neuen Mitgliedern als auch durch das Generieren von Spenden. Die Zukunft bewertet Hecker dennoch nicht pessimistisch, er sieht nicht nur eine realistische Chance für das Überleben des Vereins, sondern auch dafür, in die Top 50 der deutschen Vereine zurückzukehren. Ziel sei es, die vierte Liga möglichst bald zu verlassen, allerdings müsse den wirtschaftlichen Realitäten Rechnung getragen werden. Dieser Einschätzung folgend habe die TuS auf den Lizenzantrag für die Dritte Liga verzichtet, auch wenn die Rückkehr in diese Liga das Ziel der kommenden Jahre bleibe.

TuS-Vize Jugend und Sport Joachim Benner stand aus persönlichen Gründen für eine Wiederwahl des später gewählten Präsidiums nicht mehr zur Verfügung. Werner Hecker sprach sich bei dem Wegbegleiter aus, der sich in verschiedenen Positionen in der TuS große Verdienste um den Verein erworben habe und bei vielen Arbeiten mit angepackt habe. Frank Linnig, später in das neue Präsdium gewählt, erläuterte die wichtigsten Resultate einer Befragung, die das anerkannte Forsa-Institut in Koblenz und der Region durchgeführt hatte. Es sei darum gegangen, Vermutungen durch Fakten zu ersetzen, und zwar durch Antworten auf 14 gestellte Fragen.

Arbeit zeigt Wirkung

Die Ergebnisse haben die TuS in der Einschätzung bestätigt, auf dem richtigen Weg zu sein, die im Verein geleistete Arbeit zeige Wirkung. Linnigs Fazit: Die Menschen in Koblenz und in der Region sagen Ja zu der TuS. Präsident Werner Hecker begrüßte ebenfalls den positiven Widerhall in der Bevölkerung und er zieht aus den Ergebnissen eine zusätzliche Motivation, für die TuS zu kämpfen. TuS-Geschäftsführer Ulrich Schulte-Wissermann teilte in seinem Bericht einige erfreuliche Dinge mit, und besonders erfreute es die rund 200 anwesenden TuS-Mitglieder, dass die Stadt Koblenz in zwei wichtigen Punkten dem Verein entgegengekommen ist. Schulte-Wissermann zitierte aus einem aktuellen Brief von Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, dass die Stadionmiete mit sofortiger Wirkung deutlich reduziert wird. Desweiteren gibt es eine neue Vereinbarung bezüglich der Mietrückstände, die die TuS in die Lage versetzt, die Schulden bei der Stadt in monatlichen Abschlägen zu bezahlen. Die TuS-Mitglieder reagierten auf diese Nachrichten mit großem Beifall für den anwesenden Oberbürgermeister. Der Redner zu diesen Vereinbarungen: „Das können wir gut gebrauchen, es sind Schritte in die richtige Richtung.“ Schulte-Wissermann teilte weiterhin mit, dass die Vertragsverlängerungen des Spielers Johannes Gödderz sowie von Co-Trainer Evangelos Nessos und Torwart-Trainer Peter Auer kurz vor dem Abschluss stehen. Der Redner gab weiterhin bekannt, dass die TuS (Stand 3. März 2013) 1430 Mitglieder, von diesen sind 1145 Erwachsene.

Gewählt wurde auch ein neuer Verwaltungsrat, diesem gehören jetzt Norbert Weise, Joachim Benner, Oliver Schupp und Hermann Schmiing an

.

Frank Linnig erläutere den Mitgliedern erfreuliche Resulate einer Forsa-Studie.

Frank Linnig erläutere den Mitgliedern erfreuliche Resulate einer Forsa-Studie.

TuS-Präsident Werner Hecker verabschiedete Joachim Benner (l.) mit kleinen Präsenten.Fotos: uko

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