Politik | 19.02.2014

Helmut Pieper feierte seinen 75. Geburtstag

Unruhestand auf höchstem Niveau

Friedhelm Pieper blickt sowohl privat als auch beruflich auf viele Erfolge zurück

Friedhelm Pieper hat 75 Jahre voller Tatendrang hinter sich.privat

Koblenz. „Ich sitze heute mehr und länger an meinem Schreibtisch als zu meiner aktiven beruflichen Zeit“, so Friedhelm Pieper, der am Montag, 17. Februar sein 75. Lebensjahr vollendete. Seine Lebensbilanz: 1939 in die Kriegsjahre hinein geboren, groß geworden ohne Vater, weil in Gefangenschaft, aber von der Mutter meisterlich behütet und erzogen. Nach schulischer und christlicher Erziehung erfolgreiche Ausbildung zum Bankkaufmann mit Aufstiegsstudium. Danach Einberufung in die Falkensteinkaserne in Koblenz. Landschaft, rheinischer Frohsinn und weibliche Bekanntschaft führten letztlich zur Sesshaftigkeit daselbst. Weil Bankkaufmann, war er bei der Commerzbank willkommen, wechselte aber nach einem knappen Jahr für 41 Jahre in die IHK Koblenz als Außenwirtschaftsreferent. Neben den vorgegebenen Soll-Aufgaben, stets Bemühungen, Arbeitsabläufe zu verbessern bzw. zu vereinfachen.

Seine Lebensaufgabe bei der IHK begann 1963 als Sachbearbeiter in der Außenwirtschaftsabteilung, wurde aber sehr bald zum Referenten befördert. Schon nach einem Jahr wurde er bis zum Mauerfall Mitglied im „Innerdeutschen Ausschuss“ des DIHT, heute DIHK, was einen häufigen Aufenthalt in der DDR mit sich brachte, mit all seinen Facetten, selbst einen halben Tag Zwangsaufenthalt bei der Polizei. Weitere zwei Jahre später kam die Berufung in den DIHT-Außenhandelsausschuss, wo durchaus auch Wirtschaftsabläufe im Außenhandel zu beeinflussen waren. Damit zwangsläufig verbunden war dann auch die DIHT-Mitgliedschaft im Arbeitskreis und in der Arbeitsgruppe Zoll. Ergo, viele Reisen nach Bonn und später Berlin, häufige Gespräche mit Ministerien, Botschaften und Firmen zur Förderung der Wirtschaftsabläufe.

Diese Arbeit hat auch zu einem sehr engen Kontakt mit dem Wirtschaftsministerium in Rheinland-Pfalz geführt. Schon unter Minister Holkenbrink hatte Friedhelm Pieper die Leitung von Firmengemeinschaftsständen in Luxemburg, Lyon und Metz. Später kamen eine ganze Reihe anderer Länder dazu wie Polen, Türkei, Lettland, Indonesien, Iran, Usbekistan, Litauen, Estland und viele mehr. Dies waren in aller Regel Wirtschaftsreisen des Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz, bei denen er fachliche Fragen für die Import- und Exportabwicklung zu klären hatte.

Seine letzte Aufgabe in der IHK war dann für die Abteilung die Dokumentationsarbeiten zur Zertifizierung zu fertigen, die wohl noch heute Bestand haben. Neben dem beruflichen Werdegang war sein persönlicher nicht weniger spannend.

Nähe zu Menschen war immer sehr wichtig

Schon immer hat er die Nähe zu Mitmenschen gesucht, um reden und gestalten zu können. Schon mit 14 Jahren Jungscharleiter der evangelischen Jugend in seiner Heimatstadt Schermbeck. Ab 16 durfte er Kindergottesdienste mitgestalten. Mit 18 wurde Friedhelm Pieper Vorstandsmitglied im CVJM und Eichenkreuz-Sportverband und mit 20 Jahren berittener Offizier in der Schützengilde. In Koblenz kaserniert und anschließend sesshaft mussten neue Initiativen her. Für kurze Zeit war es der Reit- und Zuchtverband Metternich. Dann bat ihn Pastor Faßbender der katholischen Kirchengemeinde St. Konrad, Metternich die Aufgabe des Kirchenrechners zu übernehmen, wozu Bischof Stein die Einwilligung gab, weil evangelisch. In diesen zwölf Jahren aktiv mitgewirkt am Bau des Hauses der offenen Tür, später dort mit Günter Pauli Kuratoriumsvorsitzender.

Zeitgleich wurden die Karnevalisten auf Friedhelm Pieper aufmerksam. Vorsichtig zugesagt, weil er keine Ahnung vom Karneval hatte , war er bald Hofmarschall S.T. Prinz Toni von Hot Got Western City, dann Geschäftsführer und später Vorsitzender der „Kowelenzer Schängelche“. Weil in Metternich ansässig wechselte er dann zu den Rot-Weiß-Goldenen Funken mit beinahe ähnlichem Verlauf. Erst Geschäftsführer, 1982 selbst Prinz als Friedhelm I. von Metternich, später auch noch Vorsitzender, wobei er in all den Jahren (26) auch als Protokoller in die Bütt gegangen ist. Heute ist Friedhelm Pieper Ehrenmitglied der Funken. Daneben war er ebenfalls Mitglied des Vorstandes der AKK und für zwölf Jahre deren Geschäftsführer.

Seine politische Laufbahn begann in der CDU Metternich, schon bald auch als Vorstandsmitglied. Aber auch hier gleich in aktive Arbeit eingestiegen als Schiedsmann in Metternich und das ebenfalls für zwölf Jahre. Nach ein paar Jahren der politischen Abstinenz trat er dann vor 17 Jahren in die FDP ein. Für die er sich seit 2009 aktiv im Rat der Stadt Koblenz betätigt, was ihn sehr befriedigt und was er gerne noch etwas länger tun möchte, so es denn der Wähler möchte. In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass Friedhelm Pieper maßgeblich die Städtepartnerschaft Koblenz-Varazdin (Kroatien) initiiert hat.

Heute erfreut er sich neben seinem Amt als Sprecher der Koblenzer Ex-Prinzen am Chorgesang als Vorsitzender des MGV „Cäcilia“ 1852 e.V. in Moselweiß und führt den FDP-Ortsverband Koblenz-Mitte. Aufgrund seiner IHK-Tätigkeit engagiert er sich sehr stark für Europa, ist in der Europa-Union Deutschland Vorsitzender des Kreisverbandes Koblenz, Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland-Pfalz, Mitglied im Bundespräsidium und Komitee-Mitglied der Europäischen Föderalisten.

Sein Wunsch: Gesund bleiben, damit er noch ein paar Jahre diese wunderbaren Arbeiten erledigen kann.

Friedhelm Pieper hat 75 Jahre voller Tatendrang hinter sich.Foto: privat

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