Schwungvolle Vorstellung der Koblenzer Tollitäten
Venezia in Kowelenz
Koblenz. Seit Freitag, 2. November steht das neue Tollitätenpaar im Koblenzer Karneval fest. Die „Große Koblenzer Karnevalsgesellschaft 1847 e.V.“, zweitälteste Karnevalsgesellschaft in Koblenz und prinzenstellender Verein 2018/2019, hat das Geheimnis um die Tollitäten gelüftet. Zusammen mit der AKK wurde das Tollitätenpaar offiziell im Historischen Rathaussaal der Presse und somit der Öffentlichkeit vorgestellt. Bevor jedoch das neue Tollitätenpaar Einlass in den Saal bekamen, begrüßte AKK Präsident Franz-Josef Möhlich die Vertreter der Stadtverwaltung, an ihrer Spitze Oberbürgermeister David Langner, sowie die Vertreter der Presse und mehrere Delegationen der Vereine. In barocken Kostümen und mit der Melodie zu ihrem Motto „Venezia in Kowelenz“, marschierte der gesamte Hofstaat mit Prinz und Confluentia ein. Mit „Prinz Hubertus von Rhenus und Mosella“, (mit bürgerlichem Namen Hubertus Kleppel), und ihre „Lieblichkeit Confluentia Sabine vom Rheinisch-Venezianischen Karneval“, (Sabine Helmes) setzt die „Gruuße“ die Prinzentradition seit 1936 fort. Obwohl beide, Prinz Hubertus sowohl auch Confluentia Sabine, keine waschechten Schängel sind, wurden sie schon recht bald vom „Virus Karneval“, infiziert. Geboren in Wallmerod im schönen Westerwald, absolvierte Hubertus Kleppel in seiner ersten Berufswahl eine Lehre bei den Pallotinern in Limburg als Gärtner. Doch bereits zwei Jahre nach der Gesellenprüfung folgte eine weitere Ausbildung zum Krankenpfleger, die 2002 als Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, endete. Heute arbeitet Hubertus Kleppel im Maßregelvollzug in Hadamar als pflegerischer Koordinator. Im Jahr 2010 kam Hubertus Kleppel durch seinen Mann Dirk Kleppel (Adjudant des Prinzen) zur „Gruuße“ und ist seither aktives Mitglied als Gardist in der Infanterie, und eifriger Tänzer im Männerballett „Flinke Sohle“. Als stellvertretende Geschäftsführerin leitet Sabine Helmes das Festkomitee, welches alle Veranstaltungen der Gesellschaft plant und durchführt. Ihr Weg zur „Gruuße“ führte sie aus ihrer Geburtsstadt Wanne Eickel, über Pirmasens und Homburg /Saar nach Koblenz. Durch ihre Heirat mit einem waschechten Schängel bekam sie schnell Kontakt zum Koblenzer Karneval. Als ihre beiden Söhne auch noch vom Virus Karneval befallen wurden, schloss sie sich ebenfalls als aktives Mitglied der Großen Koblenzer Karnevalsgesellschaft an. Neben dem Engagement bei vielen Planungen und Aktionen, übernahm sie als gelernte Kosmetikerin und Visagistin sehr bald das Schminken der Tanzgruppen. Für beide geht nicht unbedingt ein Traum in Erfüllung, sondern der Wunsch, „es auch einmal machen zu wollen“, so die Aussage von Prinz und Confluentia.
Ausblick
Zum traditionellen Auftakt am „Elften im Elften, Elf Uhr Elf“ auf dem Münzplatz erwartet die Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karnevalsvereine rund 6.000 Närrinnen und Narren. Mit der schwungvollen Vorstellung im Rathaus hat die „Gruuße“ bereits gezeigt, dass sie mit der Fortsetzung alter Traditionen auf dem richtigen Weg ist. Alle können sich auf eine wunderbare Session 2018/2019 freuen.
„Prinz Hubertus von Rhenus und Mosella“ und ihre „Lieblichkeit Confluentia Sabine vom Rheinisch-Venezianischen Karneval“.
