Josef Oster MdB: Womit hat unser Wald zu kämpfen?
Von Tornados, Drohnen und dem langen Atem der Forstwirtschaft
aus Koblenz
Koblenz/Vallendar/Weitersburg. Trockenheit, Borkenkäfer, Stürme, Nutzungskonflikte – die Herausforderungen für unseren Wald sind vielfältig und erheblich. Der Koblenzer CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Oster hat sich bei einer ausgedehnten Tour durch den Wald vor Ort über die Folgen des Klimawandels für den heimischen Forst informiert. Begleitet wurde er von Sebastian Schmitz, Leiter des Forstamtes Koblenz, Förster Achim Kern und dem Weitersburger Ortsbürgermeister Udo Wenz.
„Unser Wald ist ein zentraler Natur- und Kulturraum, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Lebensgrundlage“, so Josef Oster. „Die Frage ist, wie wir den Herausforderungen für unseren Wald begegnen können.“
Denn die Situation ist heikel. Aus wirtschaftlichen Gründen hatte man im 19. und 20. Jahrhundert große Flächen mit nur einer Baumart aufgeforstet, der Fichte zum Beispiel, die schnell wuchs und ertragreich war und sich dazu besonders anspruchslos erwies. Dürre und Borkenkäfer haben der Fichte aber so stark zugesetzt, dass der Bestand des einst so robusten Nadelbaums dramatisch eingebrochen ist. Inzwischen ist auch die Rotbuche gefährdet. Statt auf Monokulturen setzen die Förster deshalb heute auf eine gute Durchmischung verschiedener Baumarten. Das macht den Wald widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Schädlinge und Stürme.
Apropos Stürme: Wie schnell Baumbestand zerstört werden kann, zeigte sich hier am 19. August, als ein Tornado binnen weniger Sekunden große Schneisen in den Wald zwischen Vallendar und Höhr-Grenzhausen schlug. Um die Schäden präzise zu erfassen, wurden Experten der Koblenzer Firma aeroDCS beauftragt, die Drohnenaufnahmen aus der Luft machten und sich dabei auch von dem Abgeordneten gern über die Schulter schauen ließen. „Moderne Technik im Dienst unseres Waldes, das ist richtig spannend“, so Oster.
Und auf ein weiteres Thema lenkten Sebastian Schmitz und Achim Kern den Blick: Sowohl bei der Aufforstung als auch bei der natürlichen Verjüngung sei für die Forstwirtschaft die Zusammenarbeit mit den Jagdpächtern wichtig. Junge Triebe schmecken Rehen und Hirschen besonders - hier ein Gleichgewicht zu halten sei essenziell.
„Aus dieser Tour nehme ich viele wichtige Erkenntnisse mit“, sagte Oster abschließend. „Vielfalt ist die Zukunft unseres Waldes. Und in der Forstwirtschaft muss langfristig gedacht werden. Ob eine Entscheidung richtig war, zeigt sich oft erst Generationen später.“
Pressemitteilung von Josef Oster, CDU MdB
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Sebastian Schmitz, Leiter des Forstamtes Koblenz, Förster Achim Kern, der Weitersburger Ortsbürgermeister Udo Wenz und der Wahlkreisabgeordnete im Deutschen Bundestag Josef Oster streiften durch den Forst, wobei die Waldexperten Phänomene und Herausforderungen erklärten. Foto: Büro Josef Oster/Michaela Cetto