Schützengräben und Bombentrichter auf den Höhen
Vortragsreihe am Theater Lahnstein zum Kriegsende 1945 zwischen Koblenz und Kaub sucht Zeitzeugen
aus Bad Schwalbach
Lahnstein. Bereits im Vorfeld zeichnete sich ab, dass der Vortrag von Stefan Michels aus Kestert, der im Rahmen der zeitgeschichtlichen Vortragsreihe zum Kriegsende 1945 zwischen Koblenz und Kaub am Theater Lahnstein am 12. Mai stattfand, sehr gut besucht sein würde. Tatsächlich übertraf die Kartennachfrage deutlich das Sitzplatzangebot.
In seinen kenntnisreichen, umfangreich illustrierten Ausführungen zu den Rheinüberquerungen der US-Army zwischen Braubach und Kaub stellte der Referent anschaulich seine Erkenntnisse aus langjährigen privaten Forschungen dar. Dies machte der gewählte Vortragstitel deutlich, der sich an seine 2013 erschienenen Veröffentlichung „Sturm am Mittelrhein“ anlehnte. Sie soll, so Stefan Michels in seinem Vortrag, in absehbarer Zukunft eine aktualisierte Neuausgabe erfahren.
Der Referent besprach im Detail die fünf Rheinübergänge der 3. US Army Ende März 1945 zwischen Braubach und Kaub. Dabei stellte er die Örtlichkeiten, die beteiligten militärischen Einheiten der US Army sowie die Ereignisse auf deutscher und amerikanischer Seite näher vor. Die größtenteils massive Gegenwehr der beteiligten deutschen Einheiten hinterließ auf dem hohen rechtsrheinischen Ufer gegenüber von St. Goarshausen und Boppard ihre noch heute im Gelände deutlich sichtbaren Spuren in Form von Schützenlöchern und Bombenkratern, die der Referent in Fotos zeigte.
Das Publikum trug durch die Erinnerungen von Zeitzeugen wesentlich dazu bei, dem Abend eine besondere atmosphärische Dichte und Emotionalität zu geben. Die Projektgruppe sieht sich in ihren Überlegungen bestätigt, diese Zeitzeugen aus erster, mitunter aber auch zweiter Hand anzusprechen, um deren Erinnerungen und persönlichen Geschichten im Nachgang des Vortragsprojektes in Bild und Ton zu dokumentieren. „Die genaue Umsetzung unseres Vorhabens und deren Finanzierung ist derzeit noch in Klärung, doch möchten wir die Chance zur Kontaktaufnahme mit Zeitzeugen nicht ungenutzt verstreichen lassen“, wie Ulrich Linnemann für die Projektgruppe betont.
Zeitzeugen können sich an den beiden verbleibenden zwei Vortragsabenden im Theater Lahnstein an die Projektgruppe wenden oder den Kontakt per Telefon oder E-Mail aufnehmen (Stadtarchiv Lahnstein, Hr. Geil Tel. 02621/914-296 und archiv@lahnstein.de bzw. theater@lahnstein.de).
Am 9. Juni spricht Klaus D. Schoch über das Schicksal von Braubach und der Marksburg in den Märztagen aus dem Blickwinkel einheimischer Zeitzeugen. Der gebürtige Braubacher versucht eine komplexe Darstellung der Kriegsereignisse und -folgen rund um die Marksburg auf der Basis von Tagebucheinträgen, Brieftexten und Gesprächsnotizen. Es sind nur noch wenige Tickets an der Abendkasse erhältlich.
Weitere Informationen zum Vortrag und zur Vortragsreihe unter www.theaterlahnstein.de.
Plakat zur zeitgeschichtlichen Vortragsreihe ‚ „Die Amis kommen!“ Das Kriegsende 1945 zwischen Koblenz und Kaub‘ am Theater Lahnstein. Foto: Theater Lahnstein
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