Allgemeine Berichte | 19.09.2014

Bischof Ackermann feierte 800 Jahre Pfarrei St. Maximin Horchheim

Wo Glaubensgeschichte seit Jahrhunderten gelebt wird

Pfr. Thomas Gerber, Pater Peter Chukwuma, Dechant Thomas Hüsch, Diakon Josef Grandjean, Bischof Dr. Stephan Ackermann, Pater Christoph Kehr, Pater Ignatius Nadol, Pfr. i.R. Johannes Rochwalsky, Pfr. Michael Frevel (v.l.).privat

Koblenz-Horchheim „Für mich als Bischof ist es immer besonders faszinierend, an Orte zu kommen, wo die Glaubensgeschichte nicht Legende ist, sondern, durch historische Dokumente bezeugt, schon seit Jahrhunderten gelebt wird.“ So grüßte kürzlich der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann die Gläubigen beim Pontifikalamt in der Pfarrkirche St. Maximin in Koblenz-Horchheim. Anlass war die 800-Jahrfeier des Bestehens der Pfarrei St. Maximin. Begründet wird das ganzjährige Jubiläum durch eine Urkunde aus dem Jahr 1214, in der anlässlich der Verleihung des Tauf- und Begräbnisrechtes durch Papst Innozenz III. die Pfarrei erstmalig erwähnt wird. Der Gottesdienst und das anschließende Pfarrfest rund um die Kirche waren die Höhepunkte der Feierlichkeiten

im Jubiläumsjahr.

Die Geschichte der Pfarrei St. Maximin sei natürlich noch viel älter als 800 Jahre, sagte der Bischof. „Sie haben allen Grund zur Freude und Dankbarkeit, denn hier an diesem Ort wird seit über 800 Jahren der Glaube gelebt und weiter gegeben; die Kette ist nicht abgerissen“, rief er den Gläubigen aus Horchheim zu. Als die Vorfahren aus Horchheim einst den Papst um das Privileg gebeten hätten, hier Kinder taufen zu lassen und Tote zu begraben, hätten sie das nur tun können, weil die christliche Gemeinde in Horchheim bereits Fuß gefasst habe und gewachsen sei. „Ihre Vorfahren haben das Privileg deshalb erbeten, weil sie der sicheren Überzeugung waren, dass der Glaube das eigentliche und große Privileg ihres Lebens ist“, betonte Bischof Ackermann.

Mit Blick auf die heutige kirchliche Situation ermutigte er die Gläubigen, nicht in Mutlosigkeit zu verfallen. Die Christen dürften sich „nicht von dem schleichenden Gift der Resignation“ anstecken lassen“. Es sei zwar wichtig, offen darüber zu sprechen, dass es „in unseren Gemeinden“ Überdruss gebe. Das dürfe nicht vertuscht werden, sagte Bischof Ackermann. Gleichzeitig ermutigte er die Gottesdienstbesucher: „Wir dürfen nicht dabei stehen bleiben, sondern vielmehr neu auf das Wort Gottes hören. Deshalb feiern wir ja das Jubiläum, um neu auf die Schönheit des Glaubens zu schauen!“

Der Moderator des Seelsorgebezirks „Koblenz Rechte Rheinseite“, Pater Christoph Kehr, dankte dem Bischof für sein Kommen. Bischof Ackermann habe einen „großen Teil dazu beigetragen“, dass er selbst zum Priester geweiht worden sei. Als Regens des Priesterseminars in Lantershofen sei Ackermann für seine priesterliche und spirituelle Ausbildung verantwortlich gewesen. Herzlich dankte auch die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Hannelore Müller, dem Bischof dafür, dass er Zeit gefunden habe, mit den Horchheimern zu feiern. Joachim Hof, Vorsitzender der Heimatfreunde Horchheim, überreichte dem Bischof die erste Ausgabe der Festschrift zur 800-Jahrfeier der Pfarrgemeinde. Erstmals wird darin die Geschichte Horchheims erzählt.

Musikalisch gestalteten den Gottesdienst die Choralschola und der Kirchenchor St. Maximin, das Rheinische Bläserensemble sowie Gisbert Wüst an der Orgel. Die Leitung hatte Organist Hans-Peter Wüst. Nach dem Gottesdienst versammelte sich die Pfarrgemeinde zusammen mit Bischof Ackermann und den Priestern, die den Gottesdienst mitgefeiert hatten, rund um die Kirche an langen Tischreihen zum gemeinsamen Mittagessen.

Pressemitteilung

Bistum Trier

Pfr. Thomas Gerber, Pater Peter Chukwuma, Dechant Thomas Hüsch, Diakon Josef Grandjean, Bischof Dr. Stephan Ackermann, Pater Christoph Kehr, Pater Ignatius Nadol, Pfr. i.R. Johannes Rochwalsky, Pfr. Michael Frevel (v.l.).Foto: privat

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