Lokalsport | 26.06.2026

Gold, Silber und Finalplatzierungen für das Team aus Koblenz

Zwei Europameister: Tanzfabrik Mittelrhein glänzt auf internationaler Bühne

Team-Spirit ist alles: In dem viertägigen Wettbewerb kämpften die jungen Tänzerinnen und Tänzer aus Koblenz und der Region gegen starke, internationale Konkurrenz. Neben Pokalen und Erfolgen zählt aber vor allem das gemeinsame Erlebnis. Foto: Michaela Cetto

Kalkar/Mittelrhein. Kein Finale ohne die Tanzfabrik Mittelrhein (TFM): Die jungen Tänzerinnen und Tänzer des Turnierteams aus Koblenz haben bei der Europameisterschaft der United Dance Organisation (UDO) im Wunderland Kalkar ganz oben mitgemischt. Nach der erfolgreichen Teilnahme an der Westdeutschen und Deutschen Meisterschaft der UDO überzeugten die Talente von Coach und Trainer Gabriel Hermes nun auch auf internationaler Bühne und setzten sich in vielen Disziplinen gegen die Konkurrenz aus dem Ausland durch. „Das Level und die Teilnehmerzahl steigen von Jahr zu Jahr“, sagt Hermes. „Wir tun alles dafür, dass wir mithalten können.“ Und das ist auch nötig: Mehr als 20 Nationen kämpften hier am Niederrhein wieder um die begehrten Plätze an den Siegerstelen – denn nur wer’s bis ins Finale schafft, wird platziert und erhält einen Pokal samt Siegerfoto mit den Judges. Und sagen wir’s mal so: Die Jugendlichen hatten nach drei Tagen Schweiß und Adrenalin eine ganze Menge zu schleppen.

Allen voran Malik Karim. Der Zehnjährige aus Mülheim-Kärlich verteidigte souverän seinen Europameistertitel im Solo Freestyle U12 sowie im Duo U14 mit seinem Duo-Partner Peter Bruno Wendling als „MonkeyBusiness“ – zwei Mal Gold für die TFM. Peter Wendling ging als strahlender Vize-Eurpameister im Solo Freestyle U14 von der Fläche. Malik schlug sich derweil auch in drei Battle-Disziplinen unter die Besten: im Hip-Hop erreichte er die Top 8, im Locking und Popping jeweils die Top 4 – eine großartige Bilanz.

In die Battle-Finals schaffte es übrigens nur noch ein Mitglied der TFM: Rotzfrech boxte sich die zehnjährige Aileen Knopp (Westerwald) im Locking in die Top 8.

Viele weitere Finalplatzierungen – ergo: Pokale – gab es für das Team aus Koblenz. Auf den vierten Platz tanzten sich jeweils das Duo FunkyFeet (Gioia Nicolai aus Urmitz und Katharina Lehnertz aus Kaltenengers) in der Kategorie Duo U14. Ebenfalls auf Rang vier landeten die genialen T.F. Monster im Team U14 (Malik, Peter, Gioia, Katharina und Aileen), T.F. Monster Quad U14 sowie das Duo chromakopiia U 18 (Ester Thalia Rufino aus Bonn und Emma Weinandy aus Bad Camberg).

Auch in den Solokategorien fegten TFM-Tänzerinnen mit sehr kreativen Interpretationen der Beats eine Menge Konkurrenz von der Fläche: Starke Bühnenpräsenz zeigte Angelina Noll (Andernach) und sicherte sich Platz 5 in der Kategorie Solo O18, zwei Altersklassen darunter machte Ricci Cetto (Koblenz) im Solo U16 ebenfalls den 5. Platz klar. Jeweils Platz 8 im Finale ihrer Alters- und Leistungsklassen erreichten Chiara Scheyer (Dierdorf) und Sofiia Martyniuk (Limburg).

Für Gabriel Hermes sind die Top-Ergebnisse Lohn für die kontinuierliche Nachwuchsarbeit in seinem Turnierteam. „Aber auch die Tänzerinnen und Tänzer, die es nicht in die Finals geschafft haben, haben sehr gute Leistungen gezeigt. Jeder und jede einzelne hat sich weiterentwickelt.“ Was den Coach am meisten freut? „Dieser Team-Spirit. Wenn ich sehe, wie die Kleinen für die Großen jubeln, die Großen die Kleinen anfeuern und wie die Eltern nicht nur hinter dem eigenen, sondern hinter jedem TFM-Kind stehen, dann bin ich einfach nur stolz auf dieses ganze Team.“

Text: Michaela Cetto

„Affen“ auf die 1: Als „MonkeyBusiness“ verteidigen Malik Karim (links) und Peter Bruno Wendling ihren Europameistertitel 2025 im Duo U14 Novice und stehen wiederholt als strahlende Sieger an den Final-Stelen. Foto: Caroline Follmann

„Affen“ auf die 1: Als „MonkeyBusiness“ verteidigen Malik Karim (links) und Peter Bruno Wendling ihren Europameistertitel 2025 im Duo U14 Novice und stehen wiederholt als strahlende Sieger an den Final-Stelen. Foto: Caroline Follmann Foto: Caroline Follmann

Nur fliegen ist schöner: Als Duo „FunkyFeet“ setzten sich Gioia Nicolai und Katharina Lehnertz gegen starke Konkurrenz durch und landeten schließlich im Finale - und dort auf einem großartigen vierten Platz. Foto: Ingo Bein

Nur fliegen ist schöner: Als Duo „FunkyFeet“ setzten sich Gioia Nicolai und Katharina Lehnertz gegen starke Konkurrenz durch und landeten schließlich im Finale - und dort auf einem großartigen vierten Platz. Foto: Ingo Bein Foto: Ingo Bein

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